OD Dreilagenjacken 2010 Rab Womens Latok

Dreilagenjacken im outdoor Test - Ergebnisse, Testsieger, Kauftipps

Allround-Talente: Neun Funktionsjacken im Test

Dreilagenjacken sind die Alleskönner unter den wasserdichten, atmungsaktiven Funktionsjacken. Sie gehen selbst bei harten Einsätzen nicht in die Knie, wiegen wenig und tragen sich angenehm. Doch wie gut sind die neuesten Modelle? Neun Jacken im Test.

Neun Dreilagenjacken im Test

OD Dreilagenjacken 2010 Adidas Super Trekking
OD Dreilagenjacken 2010 Adidas Super Trekking OD Dreilagenjacken 2010 Arcteryx Theta AR OD Dreilagenjacken 2010 Bergans Filefjell Jacket OD Dreilagenjacken 2010 Haglöfs Cirque Jacket 9 Bilder

Funktionsjacken gehören zur Grundausstattung für Outdoorer, weil nur sie hundertprozentigen Wetterschutz garantieren. Am leistungsfähigsten sind sogenannte Dreilagenjacken: Sie vereinen Strapazierfähigkeit mit hohem Tragekomfort und sind verhältnismäßig leicht: Je nach Schnitt und Ausstattung liegt das Gewicht dieses Jackentyps in der Regel zwischen 450 und 700 Gramm. Kein Wunder, dass ambitionierte Outdoorer und Profialpinisten wie Stefan Glowacz und Gerlinde Kaltenbrunner für ihre Expeditionen zu Dreilagenjacken greifen. Doch worin unterscheiden sich die unterschiedlichsten Modelle und wie viel muss man investieren? Bei Dutzenden neuer Jacken, die jedes Jahr auf den Markt kommen, keine einfache Frage. Um eine Anwort zu finden, hat outdoor neun der spannendsten Neuheiten zwischen 349 und 599 Euro getestet.

Die Jacken kosten bis zu 599 Euro - keine Schnitzer erlaubt!

Fest steht: Schnitzer dürfen sich Jacken in dieser Preisklasse nicht ­erlauben, schon gar nicht beim Thema Wasserdichtigkeit. Und wie es sich für ein hochkarätiges Testfeld gehört, kommen nur die hochwertigsten Materialien zum Einsatz: bei den meisten Modellen ­Gore-Tex Pro Shell, je einmal Dermizax EV und Event. All diese Materia­lien lassen ab Werk keinen Tropfen durch, aber die Herausforderung für die Hersteller besteht darin, sie aus vielen Einzelteilen zu einem wasserdichten Ganzen zusammenzufügen. Traditionelle Schwachstellen sind Reißverschlüsse, Kapuzen und deren Schnürzüge. Die outdoor-Powerberegnung, die einen sturmgepeitschten Wolkenbruch simuliert, bringt sie normalerweise gnadenlos ans Licht. Aber das Testfeld gibt sich keine Blöße und erfüllt die hochgesteckten Erwartungen. Kein Modell ist undicht, nur bei zwei Jacken saugt sich punktuell etwas Nässe ins ­Innere – ein Schönheitsfehler. Bestnoten ­erhält die teuerste Jacke im Test, die Norröna Trollveggen. Bei ihr kommen erstmals die Aqua-Zips vom Marktführer YKK zum Einsatz: Wasserdichte Reißverschlüsse, die ohne Abdeckung auskommen. Die Trollveggen hält aber nicht nur dicht, sie schützt das Gesicht auch bestens vor eisigem Wind: durch den steifen, tunnelarti­gen Kapuzenschild und den hohen Kragen.

Außerdem bleiben bei ihr – und drei weiteren Modellen – die ­Taschen trocken, wobei man diesen Punkt nicht überbewerten sollte, da der Inhalt durch die Körperfeuchtigkeit ohnehin nass wird (am besten packt man daher empfindliche Geräte wie etwa das Handy in einen stabilen Gefrierbeutel). Und die meisten anderen Kandidaten schneiden in der Powerberegnung kaum schlechter als der Spitzenreiter ab. Auch das günstigste ­Modell im Test, die North Face Point Five, liefert ein einwandfreies Ergebnis und nimmt es mit ­jedem Wetter auf.

Zwei Ausrutscher bei der Qualität

Zwei Ausrutscher gibt es dagegen bei der Qualität: Schöffel und Marmot verwenden bei­ ihrem Gore-Tex Pro Shell wenig abrieb­feste Oberstoffe, zudem ziehen sie leicht Fäden – das gibt Punktabzug.

Im Praxischeck zeigt sich beim ersten deftigen Anstieg dann schnell ­eine grundsätzliche Schwäche von Funktionsjacken: Selbst die ­teuersten Modelle im Test können es in Sachen Atmungsaktivität nicht mit jener von guten Softshells aufnehmen – das ist der Preis für den hundertprozentigen Wetterschutz.

Rechts oben auf der Seite finden Sie wie gewohnt Detailinfos zu den einzelnen Jacken.

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Wie viel Details braucht eine Jacke?

Neun Dreilagenjacken im Test

OD Dreilagenjacken 2010 Adidas Super Trekking
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Besonders effektiv arbeiten Achselreißverschlüsse (Pitzips). Sie gibt es bei sieben Testjacken, und je länger sie ausfallen, desto besser. Auch weit zu öffnende Ärmelbündchen sorgen im Test für eine bessere Performance, bei vier Modellen lassen sich zudem die – geöffneten – Taschen wegen ihres luftdurchlässi­gen Futters zur Ventilation nutzen.

Außerdem kommen vermehrt schmale Nahtbänder (Tapes) zum Einsatz. Denn je kleiner die Tapefläche, desto angenehmer das Klima. Bei der Point Five von The North Face messen sie größtenteils nur acht Millimeter (Standardbreite: 22 mm). So reduziert sich die Fläche auf gut zweieinhalb DIN-A4-Blätter, immerhin 30 Prozent unter dem Durchschnittswert im Test. Alles in allem schneiden jedoch beim Klimakomfort die Jacken von Norröna, Rab und Bergans am besten ab – aber nur mit knappem Vorsprung.

Auch beim Tragekomfort liefert sich das Feld ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Aufwendige Schnitte sorgen bei fast allen Modellen für ­hohe Bewegungsfreiheit, und das Gros der Jacken trägt sich trotz der Dreilagenkonstruktion (Oberstoff-Membran-Innenstoff) sehr geschmeidig. Erfreulich fällt auch der Kapuzencheck aus: Anders als bei vielen günstigen Funktionsjacken lassen sich die Kapuzen der Testmodelle über ausgeklügelte Verstellmöglichkeiten exakt anpassen, dadurch folgen sie den Kopfbewegungen. Außerdem passen sie bei Bedarf über einen Helm – ein wichtiges Detail für Klettersteiggeher und Alpinisten.

Etwas Verbesserungspotenzial steckt bei einigen ­Modellen in der Bedienungsfreundlichkeit: Nicht bei allen lassen sich die Klemm- und Klettverschlüsse mit dicken Handschuhen einfach greifen. Vorbildlich ist hier die Trollveggen von Norröna. Auch ihre wasserdichten Zips laufen, einmal aus der Halterung gelöst, besser als die meisten wasserabweisenden der Konkurrenz.

Welche Ausstattung eine Funktionsjacke braucht, hängt von persönlichen Vorlieben ab. Schlichte Modelle, zum Beispiel die von Arc’teryx, Norröna oder The North Face, wiegen ­wenig und lassen sich klein verpacken – ideal für alle, die mit ­jedem Gramm und auch beim Packvolumen geizen. Taschenfans werden eher mit den Modellen von Rab, Haglöfs oder Adidas auf Tour gehen wollen. Die Super Trekking von Adidas bietet sogar einen Schneefang, der im Tiefschnee verhindert, dass es von unten nass wird.

Fazit
Von geringen Schwächen abgesehen, überzeugen sieben Testmodelle. The North Face beweist mit der Point Five, dass man schon für 349 Euro eine sehr gute Dreilagenjacke auf den Markt bringen kann. Sie hält Wind und Wetter vom Leib, trägt sich bequem und verbindet Strapazierfähigkeit mit ­geringem Gewicht. Wer mehr Taschen oder ­einen Schneefang haben möchte, muss 50 Euro mehr für die Adidas Super Trekking ausgeben. Das ­Damenmodell von Rab (429 €) ist die richtige Wahl für ambitionierte Outdoor-Frauen. Es schützt sehr gut und erhält Bestnoten beim Klimakomfort. Wer dagegen eine lange Dreilagenjacke sucht, greift am besten zur Theta AR von Arc’teryx (550 €) oder zum Haglöfs Cirque Jacket (500 €). Der Testsieger von Norröna empfiehlt sich für alle, die bei extremstem Wetter draußen sind, regelmäßig ans Limit gehen und keine Kompromisse eingehen wollen.

outdoor-Lexikon Dreilagenlaminat

Neun Dreilagenjacken im Test

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Schichtarbeit
Wasserdichte, atmungsaktive Materialien bestehen aus mehreren Lagen. Bei der Außenseite des Kleidungsstücks handelt es sich um den Ober- oder Außenstoff. Auf seiner Innenseite befindet sich eine hauchdünne wasserdichte, atmungsaktive Folie (Membran) oder ein Film (Beschichtung) – erst diese garantieren den Nässeschutz!

Schutzschicht
Außerdem schützt ein Futter die wasserdichte, atmungsaktive Barriere vor Beschädigungen. Der Trick bei Dreilagenlaminaten besteht darin, das Futter mit dem Sandwich aus Obermaterial und Membran zu verbinden. Das bietet mehrere Vorteile: Die Membran ist optimal geschützt, und da sich die drei Schichten gegenseitig verstärken, können leichte, geschmeidige Materialien verarbeitet werden.

Verwechslungsgefahr
2,5-Lagenmaterialien gleichen auf den ersten Blick Dreilagenlaminaten, besitzen aber statt des Futters nur eine Beschichtung (0,5-Lage). Sie sind lange nicht so robust, dafür aber extrem leicht und kleinst verpackbar.

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