Leichtgewichtszelte und Komfortzelte im Test + Tipps zum Thema Zelt kaufen

Für Basislager und Camping: Komfortzelte

Man muss nicht immer gleich eine Trekkingtour unternehmen, um in den Genuss des Zeltens zu kommen.
Zu den getesteten Produkten

"Auf naturbelassenen Campingplätzen geht das auch ganz wunderbar", sagt outdoor-Online-Redakteur Ralf Bücheler. Er erholt sich gerne gemeinsam mit Frau und Kind auf idyllisch gelegenen Zeltwiesen - und hat für Sie eine Liste der attraktivsten Naturzeltplätze erstellt (siehe unten).

Auf dem Campingplatz zwängt er sich allerdings nicht in ein kleines Trekkingzelt. "Wir haben ein Komfortmodell, in dem man stehen und bei schlechtem Wetter auch mal gemeinsam spielen, essen und bequem zu dritt am Tisch sitzen kann", sagt der Familienvater. "Außerdem gibt es dort noch genug Platz für die Fahrräder, mit denen wir gerne zu Tagesausflügen aufbrechen, zum Einkaufen radeln oder an den nächsten See rollen."

Komfortzelte schlagen die Brücke zwischen kleinen, leichten Trekkingmodellen und den großen, sehr sperrigen Hauszelten. "Sie sehen aus wie aufgeblasene Trekkingzelte", erklärt Frank Wacker, "meist ist nur die Apsis deutlich größer und so hoch, dass man darin halbwegs stehen kann."

Foto: Ralf Bücheler Zelte: Innenraum Exped Gemini 4

Sommerhaus zum Mitnehmen: das Vier-Personenzelt Exped Gemini 4.

Zelten: My home is my castle

In puncto Wetterschutz unterscheiden sich die Komfortzelte hingegen nicht von ihren kleinwüchsigen Verwandten. "Hier gelten für uns die gleichen Anforderungen", erklärt auch Zeltdesigner Olaf Bracht, der für Robens sowohl Trekking- als auch Komfortzelte entwirft, "schließlich will man ja vielleicht auch mal an der Küste campen - da weht oft eine steife Brise!" Dass er nicht zu viel verspricht, zeigt auch der outdoor-Test.

Vier Komfortzelte im Test 2013

Die Testcrew hat vier Modelle durch ein umfangreiches Prüfprogramm gejagt – das gleiche, dem sich auch Trekkingzelte stellen müssen. Ergebnis: Ein hoher Wetterschutz und große Abmessungen sind nicht immer ein Widerspruch. Das größte Testzelt ist sogar das stabilste, es übersteht Sturmböen von bis zu 130 km/h. Doch auch die anderen Modelle schützen gut vor Wind und Nässe – und lassen sich genauso einfach aufbauen wie kleine Zelte. "Es dauert vielleicht ein, zwei Minuten länger, geht aber genauso leicht", sagt Frank Wacker.

Doch der Zelt-Test zeigt noch mehr, zum Beispiel die große Bandbreite an Komfortzelten: Sie reicht vom kompakten und noch rucksacktauglichen Zweipersonenmodell bis hin zum Vierpersonenpalast mit allen Finessen. Welches das richtige für Sie ist, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben ab – ein Blick in die Testberichte (ganz unten auf dieser Seite) gibt Aufschluss.

Camping: Lassen Sie es sich gut gehen

Ob Komfort- oder Trekkingzelt, Wildnis oder Zeltplatz – auch eine Campingküche darf nicht fehlen. Das Minimum sind ein kleiner Gaskocher, Topf, Besteck und Becher. Testredakteur Wacker: "Das kostet keine 80 Euro." Sein Tipp: der Kocher Edelrid Kiro ST (35 Euro), das Topfset Primus Classic (25 Euro) und das Cascadian-Set von GSI (Teller, Schüssel, Tasse & Besteck, 16 Euro). Für Standardgerichte wie Nudeln in Tomatensauce reicht das Paket völlig aus.

Wer jedoch gerne kocht – und das macht an frischer Luft noch mehr Spaß! – und auch aufwendigere Gerichte zubereiten möchte, sollte etwas mehr in die Küche investieren. Es muss ja nicht gleich eine dreiflammige Kocher-Grill-Kombi sein - mit einem standfesten Gasbrenner wie dem MSR Windpro II (105 Euro) und dem Primus-Gourmet-Edelstahl-Topfset (65 Euro), das auch eine solide Pfanne beinhaltet, gelingen aufwendige Gerichte deutlich einfacher!

Tagesaktueller Preisvergleich für die getesteten Zelte (sofern Angebote vorhanden)




Zum Campingglück fehlt dann nur noch das Bett, also Isomatte und Schlafsack. Auch hier müssen Sie kein Vermögen ausgeben, wie Sie hier sehen können:

02.08.2013
Autor: Boris Gnielka
© outdoor