Das outdoor-Testverfahren im Detail

So testet outdoor Schlafsäcke

Bei Schlafsäcken misst outdoor die Isolation der Füllung. Zusätzlich beurteilen die Redakteure in Schlaftests die Konstruktion.

Ist der Reißverschluss optimal geschützt oder kriecht die Kälte hier in den Schlafsack. Liegt die Kapuze sauber an oder strömt die warme Luft aus dem Schlafsack? Und wie gut ist die Füllung fixiert? Wenn sie bei Drehungen des Schläfers verrutscht, entstehen kalte Stellen. Aus Wärmeleistung und Konstruktion berechnet outdoor anhand von Referenzmodellen den empfohlenen Temperaturbereich für Schlafsäcke.

Konstruktion
Mit einer Wärmebildkamera von Datatec (www.datatec.de) bewertet die outdoor-Testcrew die Konstruktion. Aus Atmungsaktivität der Materialien, Isolation und Wärmebildcheck wird dann mit Hilfe von Referenzmodellen der Temperaturbereich ermittelt.

Wärmekragen
Wer die Kapuze aus Platzangst kaum zuzieht, braucht ein warmes Modell mit dickem Wärmekragen. In diesem Test sind das Carinthia, Deuter und Feathered Friends.

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Temperaturangaben
Die outdoor-Temperaturangaben basieren auf einem einzigartigen Testverfahren. Zuerst misst das outdoor-Labor die Wärmeleistung der Isolationsschicht und prüft die Atmungsaktivität der Stoffe. Denn nur, wenn die vom Schläfer über Nacht abgegebene Feuchtigkeit (über ein Viertelliter) aus dem Schlafsack entweicht, behält er die volle Wärmeleistung.

Temperaturempfinden
Jeder Mensch empfindet Temperaturen anders. Daher gibt outdoor zwei Temperaturwerte an: Der Komfortwert (rot) gilt für alle, die schnell frieren; die Übergangs- oder Limitangabe (orange) für Hitzköpfe. Sie gelten aber nur, wenn die Kapuze bis auf eine kleine Atemöffnung geschlossen und eine ausreichend warme Isomatte verwendet wird. Matten-Tipps für Temperaturen bis zum Gefrierpunkt: Exped Synmat UL, Therma-Rest Neo Air. Für Temperaturen unter null empfiehlt outdoor folgende Matten: die mit Daunen gefüllte Exped Downmat, die Lestra Sleep Diamond Light Plus und von Robens die Trekking 38.

01.07.2010
© outdoor