Das outdoor-Testverfahren im Detail

So testet outdoor Zelte

Foto: Boris Gnielka So testet outdoor: Windmaschine

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Ein Zelt muss vor starken Winden, Regen und Bodennässe schützen. Für die Prüfung der Sturmfestigkeit müssen alle Zelte vor eine Windmaschine.
Foto: Boris Gnielka outdoor-Windtest Zelte

outdoor baut alle Test-Zelte vor einer Windmaschine auf

Ein Dreh am Zündschlüssel erweckt den knapp 500 PS starken V8-Big-Block zum Leben, der riesige Propeller fängt an zu rotieren – doch das im Abstand von zwei Metern aufgestellte Testzelt flattert nur leicht in der Brise. Nach einem Tritt aufs Gaspedal bricht die Hölle los: Das tiefe Blubbern verwandelt sich in Getöse, die Nyonhütte wackelt, als würde eine unsichtbare Faust sie durchschütteln. 100 Km/h zeigt der Windmesser – Windgeschwindigkeiten, die in der freien Natur durchaus vorkommen. Und bei der man sich als Mensch kaum noch auf den Beinen halten kann. outdoor-Redakteure haben das auf ihren Touren oft genug am eigenen Leib erlebt.

Der Motorenlärm nimmt zu: 110 Km/h, 120 Km/h – dann bricht einer der knapp einen Zentimeter starken Gestängebögen und das Zelt legt sich flach auf den Boden. Keine Frage, der Windmaschinentest zählt zu den beeindruckendsten outdoor-Tests.

Hier die Testkriterien des Zelttests im Detail:

Wetterschutz der Zelte
Das wichtigste Testkriterium beinhaltet den Nässeschutz und die Windstabilität. Der Nässeschutz des Bodens wird mittels Soutertester gemessen, und zwar in Millimetern Wassersäule. Den Regenschutz des Überzelts ermittelt outdoor im Praxistest, hier sagt die Wassersäule nichts aus. Wichtiger sind Nahtverarbeitung und Kon­struktion. Beispielsweise darf es bei geöffneter Apsis nicht ins Innenzelt regnen, auch sollten sich Lüfter verschließen lassen. Wie windstabil die Zelte sind, zeigt die 450-PS-Windmaschine. Mit ihr werden alle Zelte von jeder Seite aus angestürmt.

Komfort der Zelte
Je größer, höher und heller ein Zelt, desto besser. Weil kein Zelt einem Quader gleicht, misst outdoor nicht nur die Grundfläche sondern auch die Nutzfläche 30 cm oberhalb des Bodens – was der Höhe eines Schlafsacks entspricht. Abzug gibt es für Nutzlängen unter 1,85 m, da sich hier selbst kleine Schläfer nicht ausstrecken können. Weitere Kriterien: Belüftungsmöglichkeiten, Zahl und Größe der Eingänge und Handling der Zipper.

Auf-/Abbau der Zelte
Ein gutes Leichtzelt muss sich auch von nur einer Person schnell und problemlos mit wenig Kraftaufwand errichten und abbauen lassen. Dazu gehört, dass sich wichtige Abspannpunkte für Heringe verlängern lassen.

Gewicht der Zelte
outdoor wiegt Zelte mit Packsack, Sturmleinen, Heringen und Reparaturhülse.

Qualität der Zelte
Die Zelte werden auf Verarbeitung und verwendete Materialien (auch der Heringe) untersucht.

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Die Top-Zelte der outdoor-Tests:

01.07.2010
© outdoor