Azoren-Insel São Miguel - ein Naturerlebnis auf heißen Quellen

Grüne Insel im Atlantik: Sao Miguel

Foto: Philip Duckwitz

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Neun Inseln gehören zum Archipel der Azoren - die größte heißt São Miguel. outdoor-Leser Philip Duckwitz war dort und berichtet von seiner Reise ...

Mit 62 Kilometern Länge, 16 Kilometern Breite und 137.000 Einwohnern rollt sich die Insel São Miguel mitten im Atlantik aus. Ursprünglich und in weiten Teilen noch immer vom organisierten Tourismus verschont geblieben, bildet sie ein beinahe unvergleichliches Naturparadies. Selbst in der recht großen Hauptstadt Ponta Delgada gestaltet sich die Suche nach Party-Meile und Shoppingparadies angenehm schwierig. Der zurecht auf ein originäres Urlaubserlebnis hoffende Reisende trifft hier auf eine eindrückliche Ursprünglichkeit und das unverfälschte Leben der kulturell sehr bunt gemischten Azoreaner.

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Von Vegetation bedeckte Hügel, blaue und grüne Kraterseen, heiße Quellen und rundherum Meer - so präsentiert sich die größte Insel der Azoren, São Miguel. Damit lädt sie zu allerhand Outdoor-Aktivitäten ein.

São Miguel – die grüne Insel. Oder: die Geschichte von Tee und Ananas

Blau ist die Farbe des Atlantiks. Blau ist das meiste, was man sieht, wenn man ihn überfliegt. Und wenn dann plötzlich ein grüner Fleck unter dem Flugzeug auftaucht und sich in einige kleine oder größere Inseln mitten im Blau aufteilt, dann befindet man sich genau zwischen Europa und Nordamerika – dort, wo die Inselgruppe der Azoren liegt.

Insgesamt 245 000 Einwohner leben auf den neun Azoren-Inseln, São Miguel ist die größte davon. Dabei trägt das Archipel seinen wohlbekannten Namen eigentlich zu Unrecht. Denn Diego des Silvas, der die Inseln im Auftrag von Heinrich dem Seefahrer 1427 in Besitz nahm, hielt die dort vorgefundenen Bussarde fälschlicherweise für Habichte. So erhielten die Inseln den Namen Habichts-Inseln, Ilhas dos Açores. Der Irrtum wurde nicht korrigiert und so kennen wir die mitten im Atlantik, 1369 Kilometer westlich des portugiesischen Festlands liegenden Inseln auch heute noch als Azoren. Dort eröffnet sich dem Reisenden eine kulturelle Vielfalt, die durch die koloniale Vorgeschichte und vor allem durch die Auswanderungsbewegungen der letzten Jahrhunderte geprägt ist. Besonders im 19. Jahrhundert emigrierten viele Azoreaner in die USA, von denen viele allerdings nach Jahren der Emigration auch wieder zurückkehrten. Zur selben Zeit und während des Nationalsozialismus kam es außerdem zu starken Einwanderungen vor allem von jüdischer Bevölkerung aus Europa. So entstand über die Jahrhunderte eine bunt gemischte, aber bis heute Portugiesisch sprechende und vornehmlich römisch-katholisch geprägte Bevölkerung.

Auch geographisch ist die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der einzelnen Inseln deutlich zu erkennen. Zunächst einmal die Aufteilung in drei Gruppen: Ocidental, central und oriental. São Miguel gehört zur südöstlichen, der orientalen Gruppe. Dieses nach dem Erzengel Michael benannte Eiland trägt den Beinamen „grüne Insel“. Und das nicht zu Unrecht! Vor allem das milde, subtropische Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit ist dafür verantwortlich, dass ganzjährig sehr ausgeglichene Temperaturen herrschen. Die einst dicht von Wäldern bedeckte Insel weist auch heute noch ein unverkennbares Grün auf, allerdings zu großen Teilen auf Grund der Landwirtschaft: Hülsenfrüchte, Tabak und Wein, aber vor allem eine besondere Frucht, die charakteristisch ist für genau diese Azoren-Insel: Die Ananas.

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Eine der empfohlenen Aktivitäten: die Ananasplantage Dr. Augusto Arruda. Sie liegt in Fajã de Baixo und hat täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Die Ananas wird seit 1860 auf São Miguel angebaut wird und gilt mittlerweile als charakteristisch für diese Azoren-Insel.

Den Anbau der saftigen und wohlschmeckenden Frucht kann ich auf der Plantage von Dr. Augusto Arruda in Faja de Baixo, nördlich von Ponta Delgada, anschaulich besichtigen. Ursprünglich aus Brasilien stammend wurde die stachelige Frucht erstmals 1860 auf den Azoren angebaut, nachdem ein Großteil der Orangenplantagen einem Schädling zum Opfer fiel und dringend eine fruchtige Alternative gesucht wurde. „Smooth Cayenne“ nennt sich seither die hier angebaute Sorte der Ananas. Knapp 20 Kilometer entfernt, in Ribeira Grande, der zweitgrößten Inselstadt, erlebe ich, wie aus ebendieser Frucht Likör hergestellt wird.

Und noch eine weitere einzigartige Pflanzengattung ist hier beheimatet: Der Tee. Denn tatsächlich finde ich nochmals knapp 15 Kilometer weiter östlich, nahe dem Ort Maia, Europas letzte Tee-Manufaktur. Diese wurde 1883 gegründet und produziert bis heute. Staunend wandle ich durch die Teeplantage, die sich von oben wie eine wellenförmige, grüne Decke über dem sanft ansteigenden Hügel ausrollt. Die Herstellung des grünen und schwarzen Tees erfolgt nach der sogenannten „orthodoxen“ Methode, sie durchläuft ein fünfstufiges Verfahren. Gesiebt, gerollt, fermentiert, getrocknet und sortiert werden die Teeblätter, bevor sie in den Verkauf kommen. Dieses traditionelle Verfahren sichert ein besonders aromatisches Tee-Erlebnis zu.

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Noch eine weitere einzigartige Pflanzengattung ist hier beheimatet: Der Tee. Die Felder der Teeplantage sehen aus wie eine wellenförmige, grüne Decke.

Von Auswanderern, Heimkehrern und originären Azoreaner

Francisco lacht mit seiner heiseren, verrauchten Stimme und grinst über beide Ohren. Das strahlende Lachen, welches das sonnengegerbte Gesicht des Bauern in zwei Hälften teilt, vermittelt eine Herzlichkeit, die mich direkt erfasst. Francisco ist Kind einer Heimkehrer-Familie. Sie wanderten nach Amerika aus, kamen aber zurück, weil sie ihre Inseln vermissten. Mit elf Jahren kam der heute 47jährige hierher in seine neue alte Heimat. Er wuchs hier auf, schlug Wurzeln und ist heute mehr denn je ein Azoreaner. Jetzt steckt er sich eine selbstgedrehte Zigarette an, mit Tabak aus eigenem Anbau und einem Maisblatt umwickelt. Mir bietet er ein ebensolches Exemplar an. Mein Husten beim zweifelhaften Genuss dieser Rauchware amüsiert ihn. Er hat seinen Spaß mit dem Reisenden, der in die Welt der Azoreaner eintauchen will.

Foto: Philip Duckwitz

Eine der Personen, mit denen Autor Philip Duckwitz einige Zeit verbringt, ist Francisco.

Denn das ist gar nicht so einfach. Hierher umzusiedeln ist kein Problem, denn die Azoren sind als autonome, aber zu Portugal gehörende Inseln Teil der Europäischen Union. So ist das in der Theorie. Doch die Menschen hier sind eigen und gerne unter sich, Neue finden trotz der einst starken Einwanderungsbewegungen nur schwer Anschluss, und noch schwieriger: Arbeit. Man müsste Arbeitsplätze mitbringen oder eine familiäre Bindung hier haben, damit es klappt.

Das weiß auch mein Reiseleiter Robert, der als tiroler Auswanderer hier eingeheiratet hat. „Sich in den Familienclan einzuordnen war und ist nicht immer leicht“, weiß der gebürtige Österreicher, „da muss man sich erst mal beweisen.“ Robert kann von so mancher unangenehmer Aufgabe berichten, der er sich als neuer Schwiegersohn annehmen musste, um der Familie genehm zu werden.

Bei Bauer Francisco lerne ich dann noch etwas aus Landwirtschaft und Küche. Denn in dem traditionellen Bauernhaus wird Brot nach herkömmlicher Art gebacken. Ich darf direkt mit anpacken. Der Sauerteig aus Hefe und Maismehl ergibt ein flaches Brot, das als Spezialität auf der Insel gilt. Bolo no Tijolo heißt es.

Foto: Philip Duckwitz

In einer Bäckerei kann bei der Herstellung des Bolo no Tijolo zugeschaut werden.

Küche, Quellen und Spezialitäten von Meer und Weide

Ich besuche auch eine echte Bäckerei, um mir dort das Verfahren der Herstellung des Bolo no Tijolo anzusehen. Eine dampfende Backstube empfängt mich. Auf dem Tisch steht ein Trog mit einer riesigen, wabbeligen Hefemasse, der von einer gut dazu passenden Bäckerin eifrig geknetet wird. Der fertige Teig muss dann etwa sechs bis acht Stunden gehen, bevor er in Form kleiner Platten in den Ofen kommt.

Einstweilen speise ich bei Francisco. Und was da alles auf den Tisch kommt! Angefangen mit einer Sopa de Hortalicias, einer Gemüsesuppe, als zweites Filete de Abrotea, Dorschfilet. Der ist neben Boraz (Brasse) und Boca Negra (Barsch) eine der beliebtesten Fischsorten auf der Insel. Außerdem wird hier auf den Azoren natürlich Bachalhau gegessen, Kabeljau. Wer will, kann sich auch dem Genuss von zahlreichen Meeresfrüchten hingeben, etwa Entenmuscheln (Lapas), in Rotwein gedünstetem Tintenfisch (Povlo), gegrillten Garnelen (Camaro) oder Lagosta und Lagostinho (Langusten und Hummer). Auch Cavaco und Santola, Riesengarnelen und Taschenkrebs, kommen gerne auf den Tisch.

Weiter geht’s mit Fleisch: Kuh und Schwein werden hier gerne verarbeitet. Schafe und Ziegen gibt es praktisch nicht. Dafür mehr Kühe als Einwohner.

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Kühe gibt auf der Insel tatsächlich mehr als Einwohner.

Cozido de Furnas heißt das Leibgericht der azorianischen Fleischfreunde. Das ist eine Mischung aus Rind, Schwein und Huhn mit Kartoffeln, Gemüse und Blutwurst. Gegart wird es original unter der Erde. Das geht hier, denn die Azoren sind Vulkan-Inseln, unter denen es noch immer brodelt. Und am Ort Furnas werden tatsächlich riesige Metalltöpfe in die heiße, brodelnde Erde eingegraben und nach etwa 6 bis 8 Stunden dort wieder herausgehoben. Ein Ort, dem Vorhof der Hölle gleich. Eigentlich an einem malerischen See gelegen, doch der intensive Geruch von Schwefel, aus den blubbernden und dampfenden Löchern in der Erde entweichend, erweckt die Verbindung zum Höllenschlund. So ungefähr müssen wohl auch die abergläubischen Siedler gedacht haben, als sie erstmals die Insel betraten: „Hier wohnt der Teufel.“ Und tatsächlich: auch das Ergebnis der unterirdischen Küche, der Eintopf Cozido, ist teuflisch bekömmlich und ein höllisch-gutes Erlebnis für Gaumen und Sinne.

Foto: Philip Duckwitz

Für sechs bis acht Stunden bleiben die Kochtöpfe vergraben. Danach kann das fertige Cozido de Furnas ausgegraben und gegessen werden.

Baden in heißen Quellen, Wandern über kühle Höhen und atemberaubenden Aktivitäten in der Natur

Nach derart zahlreichen und vor allem kulinarischen Hochgenüssen ist es Zeit, die unverfälschte Natur auf São Miguel zu erleben. Das Element der Azoren ist Wasser. Daher ist das Surfen auch der beliebteste Wassersport. Und der Praia de Santa Barbara, der Strand bei Ribeira Grande, ist mit Abstand die bekannteste Destination zum Wellenreiten. Hier finden jährlich internationale Meisterschaften statt. Aber auch Yachting, Segeln und Kanufahren erfreuen sich hoher Beliebtheit.

Wer lieber an Land sportlich unterwegs ist, kann in regelrechten Reiterferien die Insel hoch zu Ross erkunden. Mountainbiking steckt dagegen eher noch in den Kinderschuhen, obschon die Wege recht gut ausgebaut sind. Quad-Touren sind möglich und sicherlich eine spaßbringende, wenn auch laute und nicht gerade umweltfreundliche Möglichkeit, sich in der Natur von São Miguel zu bewegen. Golfer kommen auf den zwei Golfanlagen der Insel voll auf Ihre kosten. Der 18-Loch-Furnas Golf Course und der 27-Loch-Batalha Golf Club liegen eingebettet in sanfte Natur und grüne Hügel. Der IGTM - International Golf Travel Market - betrachtet die Inseln als eines der besten und zugleich am wenigsten erschlossenen Ziele. Alle drei Anlagen haben internationalen Standard. Auf Faial spielt man zudem querfeldein Golfe Rustico.

Ich hingegen bevorzuge das Wandern. 32 Wanderwege unterschiedlicher Dauer und Schwierigkeitsgrade gibt es allein auf São Miguel. Hier lassen sich grundverschiedene Landschaften entdecken.

Foto: Philip Duckwitz

Wandern ist nur eine der zahlreichen Möglichkeiten, die São Miguel uns Outdoorern bietet.

Ich wandere ein Stück auf dem Vulkankamm rund um die Sete Cidades, die Zwillingsseen, und genieße die malerischen Ausblicke in die mondäne Kraterwelt, die sich mit Wasser gefüllt hat. Die Sete Cidades erstrecken sich im Westen der Insel über eine Fläche von über vier Quadratkilometern. Tatsächlich erscheint der eine See blau und der andere grün, wenn ich vom Aussichtspunkt Pico da Cruz auf 845 Metern hinunter auf das Wasser schaue. Daher heißt der eine See auch Lago Azul und der andere Lago Verde. Der Legende nach entstand die unterschiedliche Färbung, als sich eine Prinzessin und ihr Liebhaber, ein Schäfer, trennen mussten. Ihre Tränen bildeten die Farbe der Seen nach den Farben ihrer Augen. Noch besser als vom Pico da Cruz, an dem ich auch auf eine der wenigen Ziegenherden der Insel treffe, kann ich vom Miradouro da Vista do Rei - dem Königsblick genannten Aussichtspunkt 300 Metern über Seelevel - auf die Zwillingsseen schauen. Von hier aus komme ich auf einem ausgebauten, 7,5 Kilometer langen Wanderpfad entlang des Kraterkamms in einer gut zweistündigen leichten Wanderung hinab zum Ort Sete Cidades und dessen markanter Ortskirche. Die gesamte Kraterumrundung dauert hingegen etwa sechs Stunden.

Foto: Philip Duckwitz

Links im Bild ist der Lago Azul zu sehen. Rechts davon der deutlich grünere Lago Verde.

Rechterhand habe ich dabei stets den traumhaften Blick hinab auf die Seen, auf der linken Seite eröffnet sich mir der atemberaubende Atlantik-Ausblick, der steil hinab zu den brandungsgeladenen Ufern führt.
Einen grandiosen Blick über die Insel genieße ich andernorts auch von der Kirche oberhalb von Vila Franca do Campo, die „Ermida de Nossa Senhora da Paz“. Die markanten Treppen mit dem Kreuzweg und den blauen Kacheln, die den Weg Christi abbilden, lassen mich bis zur Spitze emporklimmen und der Weitblick ist die Belohnung.

Foto: Philip Duckwitz

Die Kirche „Ermida de Nossa Senhora da Paz“ oberhalb von Vila Franca do Campo. Die markanten Treppen bilden das Leben Jesu ab.

Eine Vulkaninsel wie São Miguel trägt in sich stets heiße Quellen, die an verschiedenen Stellen zum Vorschein kommen. In Furnas habe ich das bereits erlebt. Die heißen Löcher, an denen es dampft und in denen das Essen vor sich hin gart. Ich begebe mich ebenfalls im Ort Furnas zum Terra Nostra Park. Der 1775 vom Botaniker und US-Konsul Thomas Hickling angelegte botanische Garten lädt nicht nur zu einem Spaziergang auf seinen 12,5 Hektar ein. Inmitten von urwüchsigen Pflanzen - darunter die weltgrößte Kamelien-Sammlung mit mehr als 600 Exemplaren, beinhaltet er auch ein großes Becken mit Thermalwasser. Hier kann bei 38 Grad Celsius mitten im Park gebadet werden. Das von Eisen rostbraun verfärbte Wasser erfordert nach dem Bad ein längeres Abduschen, denn die eisenhaltige Substanz färbt auch die Haut braun. Doch das ist es allemal wert: vor allem mir als erholungssuchendem Reisenden bietet sich hier ein höchst entspannender Genuss nach einem lange Wandertag in der Natur. Ein ähnliches Erlebnis, aber in noch wilderer und ursprünglicherer Natur, eröffnet sich mir im Waldbad Caldeira Velha zwischen Ribeira Grande und Lagoa do Fogo, dem sehenswerten Feuersee. Über einen Wasserfall füllt das eisenhaltige Wasser mit fast 40 Grad Celsius Temperatur hier ein kleines Wasserbecken inmitten unberührter Natur und steil aufsteigender Felswände. Ich fühle mich wie in einem Dschungelbad.

Foto: Philip Duckwitz

Schneller als im Solarium wird man beim Bad in der Thermalquelle im Terra Nostra Park braun. Danach ist Duschen angesagt.

Hier, mitten im Atlantik, bietet sich bereits auf nur einer der neun Inseln eine atemberaubende Welt in mildem Klima zwischen ursprünglicher Natur, originärem Insulaner-Flair und gepaart mit einer skurrilen Vulkan-Landschaft. Um die Azoren kennen zu lernen, muss ich folglich wohl mindestens neun Mal zurückkehren. Denn jede Insel ist anders. Jede Insel birgt neue, unbekannte Erstaunlichkeiten. Die Menschen hier sind freiheitsliebend und eigensinnig, aber auch offenherzig und gastfreundlich. Nur schwer lassen sich die Azoren und die Azoreaner zu einer Landes- oder Volksgruppe einordnen: Sie sind nicht südländisch, obschon sie zu einem südlichen Land gehören, von dem sie am liebsten unabhängig wären. Sie sind keine kauzigen Eigenbrötler, wie man sie oft auf Inseln antrifft - zu viele Nationen sind hier durchgewandert und hängen geblieben, haben ihre Mentalität mitgebracht und das Gesicht der Inseln geprägt. Vielleicht ist gerade diese Vielfältigkeit der Azoren, welche die Menschen auf diesen Inseln mitten im Atlantik unverwechselbar werden lässt. Grund genug, hierher zurückzukehren und diese unverwechselbare Atmosphäre erneut in sich aufzusaugen.

Foto: Philip Duckwitz

Am Ende der Reise bleibt nur eines zu sagen: Wiedersehen macht Freude!

Kurz notiert: Reiseinfos Azoren

Wie kommt man hin?
Von Deutschland aus erreicht man die Insel São Miguel mit der Azoren-Fluglinie „SATA internacional“ ab Frankfurt und München zweimal wöchentlich. https://www.sata.pt

Darüber hinaus fliegt Ryanair günstig ab Lissabon nach São Miguel. Nach Lissabon gelangt man mit Ryanair von zahlreichen deutschen Städten wie z.B. Köln. www.ryanair.com . Dadurch eröffnet sich auch die Möglichkeit, einen Stoppover in Portugals Hauptstadt einzulegen.

Reiseveranstalter
Rundreisen mit Flug, Hotel und Ausflugsprogramm in kleinen Gruppen und deutschsprachiger Führung bietet der Länderspezialist für Reisen nach Portugal und Südeuropa an: Olimar Reisen
https://www.olimar.de/

Währung
Auf den Azoren gilt der Euro, da diese Teil Portugals sind.

Zeitunterschied:
Auf den Azoren gilt eine Zeitverschiebung von -2 Stunden gegenüber der MEZ

Telefon und Roaming
Als Teil der EU gelten auf den Azoren die gleichen Bedingungen wie in allen anderen EU-Ländern.

Unterkunft und Restauration
In Ponta Delgada, der Hauptstadt von São Miguel bietet das 4-Sterne- Hotel Royal Garden eine hochklassige Unterkunft nahe dem Stadtzentrum. http://www.azoreshotelroyalgarden.com/

In Furnas nahe den heißen Quellen und angrenzend an den Terra Nostra Park mit seinem Thermalbad bietet das Terra-Nostra-Park-Hotel eine ausgezeichnete Unterkunft
http://www.parqueterranostra.com/de-de/hotel.aspx

Alternativ bietet das ebenfalls in Furnas befindliche Furnas Boutique Hotel eine sehr stylische und moderne Unterkunft, wenn auch in kleinen Zimmern.
Die Küche dieses Hotels ist erstklassig und verarbeitet die Erzeugnisse der Insel zu hochklassigen Mahlzeiten, die einen Besuch in jedem Fall lohnen http://www.furnasboutiquehotel.com/

Gut speist man auch im Restaurant Paladare da Quinta in Rósario Lagoa: www.paladaresdaquinta.pt
Ein sehr stylisches Stadthotel, das erst kürzlich eröffnet hat ist das Hotel Azor im Zentrum von Ponta Delgada. Das Haus sieht von außen nicht so aus, als ob es einen hohen Standard birgt, der Gast wird aber bereits in der Eingangshalle und erst recht in den Zimmern überrascht.
http://azorhotel.com/

Sehenswertes & Aktivitäten
Europas einzige Tee-Fabrik Gorreana findet man im Ort Maia http://gorreana.pt/en/
Mehr Informationen zum einzigartigen Waldbad Caldeira Velha findet man auf Facebook
https://www.facebook.com/ciacaldeiravelha/
Die Likörfabrik „Mulher Caopote“ im Ort Ribeira Grande lohnt ein Besuch: http://www.mulherdecapote.pt/
Unbedingt besuchen sollte man auch die Ananasplantage Dr. Augusto Arruda:
Rua Doutor Augusto Arruda, Fajã de Baixo, 9500-454 Ponta Delgada, Portugal
Telefon: +351 296 384 438, tägl. geöffnet von 9-18 Uhr

Golfanlagen auf São Miguel findet man hier:
http://www.azoresgolfislands.com/pt/

Auch schön: Die Blumeninsel Madeira

06.02.2017
Autor: Philip Duckwitz
© outdoor