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Boulder
Nasse Zeiten
Im Bikebereich gehört der US-Hersteller Scott (Tel. 08131/31260) zu den Großen. Nun möchte er mit kleinem Sortiment im Outdoormarkt Fuß fassen.
Grund genug für outdoor, das 350 Euro teure Scott-»Boulder«-Biwakzelt zu testen. Scott verarbeitet großflächig das neue drei-lagige Funktionsmaterial »Event«. Event ist extrem
atmungsaktiv – das zeigt die Messung des Wasserdampfdurchgangs: Der gemessene Wert lag knapp zehn Prozent über dem von Drei-Lagen-Gore-Tex »XCR«.
Etwas langwierig sind Auf- und Abbau des Ein-Personen-Shelter: Die zwei gleich langen Gestängebögen, die eine Kuppel in Kopfhöhe bilden, bewegen sich aufgrund der Kanten an den Verbindungshülsen nur stockend durch die engen Kanäle. Auch die in der Länge verstellbaren Gestängefixierungen laufen sehr schwergängig, zudem bleibt die Abdeckung der »Kopf-Kuppel« am vorderen Gestängebogen hängen und lässt sich nur schwer wieder lösen.
Steht die Hütte, freut man sich über die große, den Einstieg erleichternde Öffnung – aber nur bei trockenem Wetter, denn sonst regnet es in das Biwakzelt. Auch sonst überzeugt das Scott Boulder bei Regen nicht: Trotz Belüftungsöffnungen im Kopfteil sammelt sich viel Kondenswasser im Innenzelt. Das liegt am wasserdichten, nicht atmungsaktiven Gewebe im Kopfbereich und an der schlechten Belüftung, wenn das kleine Überdach regensicher fixiert wird. Auch läuft an einer nicht abgeklebten Bodennaht Wasser in den Biwaksack.
Am ehesten taugt das Scott Boulder in warmen Klimazonen als Mückenschutz. Beim Preis von 350 Euro und dem Gewicht von 1320 Gramm bietet sich da aber schon ein Ein-Personen-Zelt an.
| Test-Werte | |
|---|---|
| Preis: | 350 € |
| Gewicht: | 1320 g |
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