Die Alpecin-Skitour 2012

Skitouren-Guide Hanspeter Eisendle über die Tour und das neue Abenteuer Dolomitencross

Letztes Jahr ging es über die Alpen, nun begleitet outdoor vom 19. bis 24. März 2012 den Tourenski-Dolomitencross des Team-Alpecin. Dazu einige Infos von Skitouren-Guide Hanspeter Eisendle.
Foto: Stefano Goldberg Skitouren Team Alpecin Alpencross

Bewährter Guide: Bergführer Hanspeter Eisendle begleitet das Team.

Die Alpecin-Skitour führt in diesem Jahr quer durch die Dolomiten. Ist die Tour weniger anspruchsvoll als ein Alpencross?
Eisendle: Es ist ganz etwas anderes, aber keinesfalls weniger anspruchsvoll. Die Dolomiten sind geprägt von Hochflächen, von Scharten, steilen Rinnen und Karen – im Aufstieg wie bei den Abfahrten. Die Herausforderung besteht darin, sich auf den Hochflächen zu orientieren, etwa bei Nebel. Außerdem den Schneeverhältnissen angepasste Übergänge zu wählen und in steilen Abfahrtskaren den besten Schnee zu finden.

Wo verläuft die Tour?
Eisendle: Von West nach Ost. Wir starten unterm Langkofel im Grödner Tal. Vom Naturpark Puez-Geisler queren wir zum Naturpark Fanes-Sennes-Prags, um zum Schluss über Misurina an den Drei Zinnen vorbei nach Sexten zu gelangen.

Wo werdet ihr übernachten?
Eisendle: Es gibt in den Tälern der Dolomiten eine Vielzahl von gut geführten Gasthöfen. Die Sommerhütten sind meist geschlossen. Jedenfalls gehören für mich Unterkunft und Essen genauso zur Qualität einer Tour wie die richtige Aufstiegsspur und das Finden des besten Schnees für die Abfahrten.

Was sind die landschaftlichen Highlights der Tour?
Eisendle: Wer noch nie wirklich unter den Nordabstürzen der Drei Zinnen gestanden hat, der wird staunen, auch wenn es noch so viele Postkarten davon gibt. Und vom Gipfel des Dürrensteins über Prags sieht man vom nahen Alpenhauptkamms bis weit über die Dolomiten. Ich denke sogar, dass jeder Tag sein ganz spezielles und eigenes landschaftliches Highlight haben wird, das keinen Vergleich zu scheuen braucht.

Welche Anforderungen werden an die Teilnehmer gestellt?
Eisendle: Eine normale Grundkondition reicht aus. Bei den Abfahrten kann es ganz schön zur Sache gehen. Und damit sich in der weißen Einöde jeder irgendwie aufgehoben fühlt, ist auch ein gehöriges Quäntchen Teamgeist gefragt. Aber auch die richtige Ausrüstung spielt eine Rolle – so wenig wie möglich und so viel wie nötig ist der Schlüssel zum Erfolg!

Wie bereitet man sich am besten darauf vor?
Eisendle: So viel wie möglich auf Skitour zu gehen, ist die beste aller Vorbereitungen. Dabei sollte man schon den Großteil der Ausrüstung verwenden, die man dann bei der Durchquerung genau kennt und schätzt. Eine Blase ab dem ersten Tag z.B. kann den Blick auf die „bleichen Berge“ ganz schön trüben. Jeder sollte auch wissen, was er über die Standardausrüstung hinaus für das persönliche Wohl unbedingt braucht. Auf jeden Fall aber muss man die Lust spüren, sich auf ein klein wenig Ungewissheit und ungefilterter Bergnatur einzulassen.

Weitere Infos unter www.teamalpecin.de

Das Trainingslager und die Ausstattung des Teams mit dem neuesten Equipment findet vom 10. bis 12. Februar 2012 statt.

Tourbericht und Bilder 2012 hier:

Highlights vergangener Alpecin-Ski-Alpencross-Events:

02.01.2012
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Ausgabe 02/2012