Skandinavien: Wandern in Norwegen, Paddeln in Schweden, Trekking in Lappland

Magie des Nordens: Skandinavien


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Weites Land: Dovrefjell in Norwegen
Foto: Ben Wiesenfarth

 

Aurlandsdalen Norwegen
Foto: Fredrik Lewander

 

Aurlandsdalen Norwegen
Foto: Fredrik Lewander

 

Aurlandsdalen Norwegen
Foto: Fredrik Lewander

 

Aurlandsdalen Norwegen
Foto: Fredrik Lewander
Draußen in der Natur unterwegs zu sein gehört in Skandinavien einfach dazu. Von unzähligen Ein- und Mehrtageswanderungen über Paddeltouren bis hin zu Extremtouren nördlich des Polarkreises: Hier kommen Outdoorer voll auf ihre Kosten.

Der Reinebringen ist ein kleiner, ein ganz kleiner Berg. Nur 448 Meter hoch ragt er hinter dem Lofoten-Fischerdorf Reine wie eine Wand aus dem Meer auf. Doch der Ausblick von dort oben ist groß, ganz groß. Tief unten drängen sich die in Skandinavien weit verbreiteten, rot getünchten Fischerhütten am felsigen Strand. Tiefblaue Meeresarme drängen sich zwischen Berge, kleine Inseln bilden markante Farbtupfer, in der Ferne vermag man wie ein Schemen das norwegische Festland zu erkennen. Vergessen sind der kurze, aber schweißtreibende Anstieg, die Rutschpartien auf dem schlammigen Pfad, selbst das strauchige Dickicht am Anfang der Bergtour. Typisch Skandinavien: wilde Natur, gepaart mit großen Aussichten.

Aber was ist schon typisch für den Norden Europas? Schlechtes Wetter, mag mancher denken. Ganz verkehrt ist das nicht: Sogar im Sommer kann es ungemütlich werden. Gleichzeitig warten überall an der Küste, vom Skagerak bis zum Nordkap, wunderschöne Strände, die gerne frequentiert werden, sobald sich die Sonne zeigt. Die Skandinavier rechnen immer mit allem. Niemand geht auf Trekkingtour ohne Regenbekleidung und Wärmejacke, niemand wundert sich, dass er auf einem hohen Gipfel im T-Shirt schwitzen muss. Skandinavien ist ein Land voller Überraschungen – und das gilt nicht nur fürs Wetter.

 

Weites Land: Dovrefjell in Norwegen
Foto: Ben Wiesenfarth In der Wildnis Skandinaviens kann man nahezu überall sein Zelt aufschlagen.

Wer sich etwas Zeit nimmt, entdeckt die Schätze des Nordens, sieht Mitternachtssonne oder Elche, Nordlicht oder Lachswanderungen. Vor allem aber erlebt er die Vielfalt der Natur: die spektakulären Fjorde Westnorwegens, die malerischen Inselwelten vor der Küste, die raue Landschaft jenseits des Polarkreises, im Inland die besten ­Wandertouren Europas - und er spürt, was die Skandinavier unter dem Begriff "Friluftsliv" verstehen.

Das Outdoor-Leben in Skandinavien ist tief in der Kultur verwurzelt, schon Kinder lernen in der Schule, wie man sich in der Natur bewegt. Am Wochenende gehört es zum Lebensgefühl der skandinavischen Bevölkerung loszuziehen, zu Fuß, mit dem Boot oder dem Rad, zum Angeln, zur eigenen "Hytta", an einen der unzähligen Seen oder auf einen der vielen Berge Skandinaviens. Städte wie Stockholm, Tromsø oder Oslo leeren sich dann merklich, obwohl sie selbst schon Bestandteil des skandinavischen Outdoor-Lebens sind. Auf den Holmenkollen in Oslo mit seinen weltbekannten Langlaufrouten gelangt man mit der Straßenbahn, und in Stockholm startet man mit dem Kajak oder dem Segelboot in den Kanälen der Stadt, um hinaus zu den Schäreninseln zu kommen. Modernes Leben und Geschäftigkeit sind mit der Liebe und dem Verständnis für die Natur in Skandinavien eng verwoben. Vielleicht ist diese Kombination ein Grund dafür, warum Skandinavier immer so entspannt wirken.

Um die Vielfalt Skandinaviens vollständig kennenzulernen, müsste man in Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland wohl Jahre verweilen. Aber es ist auch ein Erlebnis, sich den ein oder ­anderen Leckerbissen Skandinaviens herauszupicken, sei es eine Trekkingtour durch die Hardangervidda, der ­Paddelgenuss in Dalsland oder ein Abenteuer auf Spitzbergen - drei von vielen Outdoor-Tipps, die wir Ihnen hier vorstellen:

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06.02.2013
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Ausgabe 06/2012