Abenteuer in Skandinavien - Wandern, Trekking, Kanu, Einsamkeit

Skandinavien - Touren, Treks und Tipps

Skandinavien
Foto: Mattias Frederiksson
Skandinavien bietet endlose Touren, traumhafte Trekkingmöglichkeiten und einsame Paddelabenteuer. Wir haben die besten Tipps und die schönsten Reviere zusammengetragen.
Loading  

 

Foto: Boris Gnielka

Norwegen: Hardangervidda

Auf Trekkingtour in Südnorwegen: Die Hardangervidda in Norwegen ist die größte Hochebene Europas. Sie zu durchqueren, kann ein raues Vergnügen sein, denn sie ist für ihre Wetterkapriolen bekannt. Die Nähe zur Atlantikküste macht die Hochebene zum 1A-Wolkenfänger. Wen das nicht schreckt, der entdeckt ein Trekkingrevier der Extraklasse.

Mehr über das Traumrevier Hardangervidda

 

Wandern im Rondane-Nationalpark in Norwegen
Foto: Sissi Richter

Norwegen: Wandern im Rondane-Nationalpark

Umgeben von Zweitausendern, funkelnden Seen und weitem Fjell, auf dem wilde Rentiere äsen, begeben sich Wanderer in eines der schönsten Wandergebiete Norwegens. Die Regierung hat im Jahr 1962 das Gebiet unter Naturschutz gestellt und den ersten Nationalpark Norwegens gegründet. Zehn lohnende Aussichtsgipfel auf kleinstem Raum, eine gemütliche Hütte als Zuflucht – wandern in Norwegen kann so leicht sein: Vier Touren im Detail.

Rondane-Nationalpark: Vier Touren im Detail

 

Weites Land: Dovrefjell in Norwegen
Foto: Ben Wiesenfarth

Norwegen: Dovrefjell

Vier Tage lang durch den Dovrefjell-Nationalpark: Ausgedehnte Hügelketten, schroffe Felszacken, Flüsse, Seen und glitzernde Schneefelder. Und mitten in der kargen Hochfläche ragt der höchste Berg des Dovrefjell hoch hinauf: die 2286 Meter hohe Snøhetta. Outdoor-Redakteurin Kerstin Rotard durchquert das norwegische weite Land.

Zur Tourenbeschreibung und allen Tipps

 

Naturpark Norwegen Jotunheimen
Foto: Ben Wiesenfarth

Norwegen: Die Querung des Nationalparks Jotunheimen

Nirgendwo in Nordeuropa ragen so viele mächtige Gipfel in den Himmel wie im Jotunheimen-Gebirge in Norwegen. Wanderer, die durch das Fjell zu Füßen der Gipfel ziehen, werden sich schnell in den verwegenen Charme des als Nationalpark geschützten Gebietes verlieben. Wie man mit vollem Gepäck quer durch Norwegens Wildnis wandert hat outdoor-Redakteurin Kerstin Rotard im Jotunheimen-Nationalpark in Norwegen ausprobiert. Hier stellen wir ihre West-Ost-Querung vor.

Die West-Ost-Querung im Detail

 

Skandinavien Trekkingtour Norwegen
Foto: Hansi Heckmair

Norwegen: Hjörundfjord

Die zerklüfteten, über 1500 Meter hohen Sunnmøre-Alpen umgeben den 35 Kilometer langen Meeresarm etwas südlich der Küstenstadt Ålesund und bieten immer wieder spektakuläre Tiefblicke. Das hat auch der norwegische Wanderverein DNT erkannt und einen einwöchigen Trek um den Fjord gelegt: die Hjørundsfjord-Runde. 120 Kilometer und 4000 Höhenmeter gilt es auf der Tour zu bewältigen. Aber das Zusammenspiel von Gebirge und Meer begeistert stets von Neuem und lässt anstrengende Passagen schnell vergessen. Auf den Abschnitten im Hinterland warten wilde Täler und weltvergessene Almen, und immer wieder locken Gipfel zu kleinen Abstechern.

Traumrunde am Hjørundfjord - alle Infos

 

Kanu Schweden Dalsland
Foto: Manuel Arnu

Schweden: Paddeln im Dalsland

Mit mehr als 400 Seen bietet das Dalsland ein ein Paradies für Kanufahrer. Sie verteilen sich über 200 Kilometer nördlich von Götebourg bis hin zur Grenze Norwegens. Vor allem Einsteiger fühlen sich in dieser sanften Wildnis Südschwedens wohl. Wir stellen eine der schönsten Viertagestouren vor.

Paddeltouren auf 400 Seen - Infos & Tipps

 

Högakustenleden
Foto: Frederik Lewander

Schweden: Högakustenleden

Immer wieder begeistern auf dem 130 Kilometer langen Högakustenleden Steilufer und kleine Aussichtsgipfel mit Blick auf die Ostsee. Stockholm, die für skandinavische Verhältnisse so geschäftige Metropole, liegt 500 Kilometer weiter im Süden, und selbst anderen Wanderern begegnet man auf dem Högakustenleden nur ab und zu – hier geht alles in Ruhe. Auf und ab führt der Weg die Küste entlang, durch urwüchsige, sich selbst überlassene Wälder, zu stillen Seen und Buchten, und am neunten Tag durch eine geheimnisvolle Schlucht: die Slåttdalsskrevan, deren Wände wie ein riesiger Schraubstock wirken. Los geht der Högakustenleden am Hornöberget, einem Hügel auf der Nordseite der Högakustenbrücke, das Ende liegt im Norden in der Kleinstadt Örnsköldsvik. Angenehm: Etwa alle zehn Kilometer wartet auf dem Högakustenleden eine einfache Hütte. Bei gemütlicher Gangart braucht man dreizehn Tage für die Tour. Schneller geht natürlich auch, aber das wäre schade, denn wenigstens für den Skuleskogen- Nationalpark am Weg sollte man einen Extratag einplanen.

Etappen und weitere Infos zum Weg: www.hogakusten.com

 

Auf den Helags
Foto: Hakan Wike

Schweden: Auf den Helags

Mit seinen 1797 Metern ist der Helags Schwedens höchster Berg unterhalb des Polarkreises. Das ehrwürdige National-Geographic-Magazin hat seine Besteigung zu einer der zehn besten Gipfelwanderungen der Welt gekürt. Begründung: Man komme den Berg zwar ziemlich leicht hinauf, "aber wer sich auf den Weg über seine grünen Hänge macht, wo Rentiere grasen und gelegentlich ein Polarfuchs auf Beutezug geht, den erfasst die natürliche Magie des Ortes". Man findet den Helags 120 Kilometer westlich der mittelschwedischen Stadt Östersund an der norwegischen Grenze. Am schönsten ist es, ihn als Abstecher auf dem viertägigen Jämtlandleden mitzunehmen. Dieser 63 Kilometer lange Trek führt von der Storulvån Fjällstation zur Ramundberget Fjällstation, am zweiten Tag übernachtet man in der Helags-Hütte auf 1040 Meter Höhe. Von dort sollte man dann etwa drei Stunden für den Weg hinauf auf den Zauberberg einplanen.

 

Rafting im Oulanda-Nationalpark
Foto: Bernard van Dierendonck

Finnland: Oulanka

Es gibt mindestens zwei gute Gründe, den Oulanka-Nationalpark im Nordosten Finnlands zu besuchen. Der erste: Es verläuft dort die Bärenrunde, ein sechstägiger Trek, der auf 82 Kilometern das Besuchszentrum Hautajärvi im Norden mit dem Dorf Ruka im Süden verbindet (und kurioserweise gar keine Runde darstellt). Tief in die Waldwildnis führt der Weg, kreuzt Flüsse und leitet zu Seen, Mooren und Stromschnellen, und er bringt Wanderer zum legendären Oulanka-Canyon. Der zweite Grund für einen Besuch im Oulanka-Nationalpark: Es donnert dort der Fluss Kitka, der zu Raftingtrips bis hinauf zum fünften von sechs Wildwassergraden einlädt. Doch gleich, ob man sich fürs Raften oder fürs Wandern entscheidet, immer stehen die Chancen gut, Elche und Rentiere in freier Wildbahn zu sichten – und vielleicht sogar einen der finnischen Braunbären.

 

Reiseziel Island - Impressionen
Foto: www.iceland.is

Islands wilder Süden

Das Schöne an Island: Auf dem Weg zu einer Attraktion liegen fast immer weitere Attraktionen. Viele von ihnen warten direkt an der 1340 Kilometer lange Ringstraße, die einmal um die Insel führt - darunter auch die beiden Gletscherseen Fjallsárlón und Jökulsárlón im Süden des Landes. Der Jökulsárlón hat es mit seinen Eisbergen sogar schon zur Hollywood Filmkulisse gebracht, unter anderem in »Tomb Raider« und im James-Bond-Streifen »Stirb an einem anderen Tag«. Einen Stopp einlegen ist hier ein Muss, und nur 40 Minuten weiter westlich wartet schon der Skaftafell-Nationalpark, wo sich unter anderem der Hvannadalshnúkur erhebt, mit 2110 Metern immerhin der höchste Berg Islands. Vulkane, Gletscher und Wasserfälle prägen das Bild im Park, für Wanderer ein Paradies. Direkt am Visitor Centre starten neun sehr unterschiedliche Touren, vom Spaziergang zum Skaftafell-Gletscher bis zum zehnstündigen 30-Kilometer-Marsch.

Reise-Basics: Die wichtigsten Infos für Ihren Outdoor-Urlaub in Skandinavien

Anreise mit dem eigenen Auto: Die klassische Art, Skandinavien zu besuchen, ist auch die flexibelste. Zur Wahl stehen entweder Fährverbindungen oder die mautpflichtige Überfahrt von Dänemark nach Schweden über die Storebæltund die Öresund-Brücke (Kombiticket für 74 Euro). Nach Finnland nimmt man die Autofähre der Finnlines ab Travemünde, alternativ über Schweden (Fähre Stockholm-Helsinki/Turku).

Flugzeug: Die schnellere und mitunter günstigere Alternative zum Auto ist das Flugzeug. Billigflieger wie Germanwings, Norwegian, Air Berlin, Ryanair steuern viele Ziele in Skandinavien direkt an, nur für Finnland ist die Auswahl recht dünn. Auf Islandflüge hat sich Wow Air spezialisiert (wow-air.de). Die Billigflieger sind aber nicht zwingend günstiger als beispielsweise Scandinavian Airlines (SAS) oder Icelandair. Man muss für das Retourticket mit Preisen zwischen etwa 150 und 400 Euro rechnen.

Zug: Eine Zugreise von Deutschland nach Skandinavien dauert ein gutes Stück länger als die Anreise mit dem Flugzeug. Unter Umständen ist sie aber auch günstiger. Sparangebote wie das Europa-Spezial Schweden gibt es ab 39 Euro für die Strecken Hamburg– Malmö und Berlin–Lund, von Hamburg nach Stockholm geht es ab 59 Euro.

Bus: Eurolines (touring.de) fahren von vielen Städten in Mittel- und Norddeutschland (unter anderen Köln, Frankfurt und Berlin) Ziele in Norwegen und Schweden an. Preisbeispiele: Von Köln nach Stockholm 130 Euro; von Köln nach Oslo 138 Euro.

Wetter in Skandinavien

Der Frühling hält in Skandinavien spät Einzug, und vor Anfang April empfinden Mitteleuropäer die Tage noch als recht kurz. Ab Anfang Juni dominiert die Sonne, die warmen Monate beginnen. Die meisten Sonnenstunden gibt es im Juli. September und Oktober stehen im Zeichen des Indian Summers – dann leuchten die Blätter, und die Sonne wirft lange Schatten. Danach sinken die Temperaturen, Schnee und Dunkelheit beherrschen zunehmend das Bild.

Unterkünfte und Ferienhäuser

Die meisten Touristen übernachten in Ferienhäusern. Sie besitzen in der Regel Bad, Küche und mehrere Schlafzimmer. Doch die Bandbreite reicht viel weiter: von der Erlaubnis, wild zu zelten, bis zu Luxushotels ist alles geboten, Hotels sind aber normalerweise teurer als in Deutschland. Günstiger sind da Pensionen, die im Schnitt etwa 100 Euro für das DZ kosten, oder Campingplätze, die oft auch kleine Hütten für mehrere Personen vermieten (camping.no, camping. se, camping.fi, camping. is, camping.dk). Zwei Personen mit Zelt und Auto zahlen pro Nacht ab 35 Euro.

Karten & Outdoor-Tipps

Wild Zelten
In Norwegen, Schweden und Finnland hat jeder das Recht, sich in der Natur frei zu bewegen, und darf bis zu zwei Tage lang wild an einem Platz zelten. Im Gegenzug darf man niemanden stören, nichts zerstören und keinen Abfall hinterlassen – nur so ist gewährleistet, dass das sogenannte Jedermannsrecht erhalten bleibt. Island hat kein Jedermannsrecht, Wildzelten wird aber normalerweise toleriert. Im vergleichsweise dicht besiedelten Dänemark ist es verboten.

Wanderkarten
Topografische Wanderkarten sind auf den meisten Touren unerlässlich. Für Norwegen eignen sich vor allem die Turkart-Karten von Nordeca, in Schweden sind die Fjällkartan oder die Terrängkartan Standard – alle erhältlich zum Beispiel bei geobuchhandlung.de. Die amtlichen topografischen EUREF-FIN-Karten von ganz Finnland (¬1:50.000) bekommt man etwa über Mapfox.de, von Island gibt es Wanderkarten im Maßstab 1:100.000, teils auch 1:50.000 (z.B. via nordland-shop.com). Dänemark: Topografische Karten gibt das Dänische Landesvermessungsamt (1:25.000/1:50.000) nur noch in digitaler Form heraus, einen topografischen Dänemark-Atlas 1:100.000 liefert in Printform geobuchhandlung.de

Ausrüstung

Fotostrecke: Best of Test: Die Top-Produkte des Jahres

60 Bilder
Editors Choice 2016 Foto: Benjamin Hahn Fotografie
Editors Choice 2016 Foto: Hersteller
Beal FF210 R Foto: Beal
13.04.2016
© outdoor