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Wandern in Irland
Küsten und Berge - 3000 Kilometer Wanderwege – die Wunschinsel der Hiker
Wandern ist in Irland eine verhältnismäßig junge Sportart, aber inzwischen wird die Ausschilderung geeigneter Wanderwege kontinuierlich durchgeführt. Der erste Wanderpfad Irlands, der “Wicklow Way”, wurde erst 1982 offiziell markiert.
Für den Urlaubswanderer bieten diese Wege großartige Vorteile, weil sie nie überlaufen sind, man kommt in Kontakt mit anderen Wanderern, bei dem sich nicht selten ein angenehmes Gespräch ergibt, während man von den Einheimischen immer auf herzliche Weise willkommen geheißen wird.
Das Wandern in der Gruppe erlaubt es dem Reisenden, entspannt den Urlaub zu genießen und durch die Länderkenntnisse der Reiseleitung, ist sicher gestellt, dass die besonderen Highlights der jeweiligen Region besucht werden. Beim bewährten Wikinger-Reisestil setzt man auf Reisen in kleinen Gruppen, in denen die Wikinger-Gäste ihren Spaß an Bewegung und ihre Begeisterung für Natur und Kultur teilen können.
Die Wege selbst sind sehr vielfältig: Die Auswahl reicht von Treidelpfaden entlang eines Kanals oder Flusses bis zu Wanderungen rund um die gebirgigen Halbinseln des Südwestens. Ihnen allen gemeinsam, mit ganz wenigen Ausnahmen, ist die Tatsache, dass sie von ihrer Beschaffenheit her für jeden Wanderer mit durchschnittlich guter Kondition zu bewältigen sind. Sie fordern weder außergewöhnliche Kondition, noch einen besonders ausgeprägten Orientierungssinn oder besondere Kletterkünste. Die normale Steighöhe übertrifft selten 300 Meter, es sei denn, um einen gut ausgeschilderten Pass in dieser Höhe zu überqueren. Meist winden sich diese Wege durch herrliche Berglandschaften. Die meisten Gebirgsketten Irlands befinden sich dicht am Meer mit atemberaubenden Ausblicken. Täler und Bergpässe liegen auf verhältnismäßig niedriger Höhe. Jedoch sollte man sich nicht täuschen lassen, denn die meisten Berge beginnen auf Meereshöhe.
Die Wanderpfade sind mit den international anerkannten Zeichen ausgeschildert: mit einem gelben Pfeil und Wanderer-Piktogrammen. Wo es notwendig war, wurden Übergänge und Trittsteige angebracht. Auch wenn man einen Wanderweg lediglich mit Hilfe der Wegweiser begehen kann, empfiehlt es sich dennoch, immer entsprechende Wanderkarten oder Taschenbuchführer bei sich zu tragen. Auf diese Weise wird die Freude an der ausgewählten Strecke durch Hinweise auf äußerst interessante historische, archäologische und natürliche Sehenswürdigkeiten viel größer sein. Außerdem sind solche Wanderhilfsmittel fast unerlässlich für den nie auszuschließenden Fall der Verdeckung durch Vegetationsüberwucherung oder fehlende Wegweiser, bedingt durch Sturmschäden. Die Reiseleiter, die Wandergruppen begleiten, haben natürlich entsprechende Ortskenntnisse, können auf besondere Aussichtspunkte aufmerksam machen, wissen wo der beste Platz für eine Rast ist und in welchem Pub man den Abend besonders gemütlich ausklingen lassen kann.
Das gemäßigte Klima in Irland garantiert für das Wandern sehr gut geeignete Voraussetzungen. Im Sommer wird es kaum einen Tag ohne leichten Wind geben, der die Morgennebel vertreibt, so dass die Sonne die Flüsse, Seen und Bäche zum Glitzern bringt und die Grün- und Braunschattierungen der Berghänge aufleuchten läßt. Da es selten kalt und ebenso selten bedrückend heiß wird, ist die Temperatur in Irland für das Wandern ideal.
Ausbau und Instandhaltung der Wanderwege obliegt dem National Waymarked Ways Committee des Tourismusministeriums (Department of Arts, Sport and Tourism). Alle hier aufgeführten Wege werden alljährlich überprüft, um einen ausreichenden Ausschilderungsstandard zu gewährleisten.
Die Wanderwege werden in Zusammenarbeit zwischen den örtlichen Behörden, Fáilte Ireland (Irische Fremdenverkehrszentrale), Coillte (Forstwirtschaftsbehörde), privaten Grundstückseigentümern und freiwilligen Mitarbeitern ausgearbeitet. Wanderer werden gebeten, alle Wege rücksichtsvoll zu benutzen, Tore zu schließen, Trittsteige zu verwenden, auf dem angezeigten Pfad zu bleiben, Ackerland nicht zu betreten und Bodenerosion zu vermeiden. Einige Wanderwege sind ideal für ein Wochenende, eine Tagestour, eine Nachmittagswanderung oder auch nur für einen kurzen Rundgang.
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19.11.2006
© Outdoor
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