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Highlights in Irland
Die wildesten Küstenstriche, die schönsten Wanderungen und die bezauberndsten Winkel der Insel – alles auf einen Blick.
Ring of Kerry, Killarney-Gebiet
Der gesamte Südwesten mit den Halbinseln Beara, Kerry und Dingle ist ein »Muss«:
Die Halbinsel Kerry bietet die größte landschaftliche Vielfalt und ist ein starker Touristenmagnet. Der Ring of Kerry ist eine wunderschöne Panoramastraße entlang der Küste. Für Radfahrer ist die Runde im Uhrzeigersinn zu empfehlen, da man dann auf der linken Straßenseite fährt und freien Blick auf die Küste hat.
Lohnend ist der Abstecher per Boot zu den Skellig Inseln, wo Seevögel, Seehunde und eine frühchristliche Mönchssiedlung zu sehen sind. Der Ort Killarney ist der ideale Ausgangspunkt für viele Attraktionen in der Umgebung. Hier beginnt auch der 215 Kilometer lange Kerry Way. Tolle Tagestouren sind im Gebiet des Killarney Nationalparks möglich. Ein Klassiker ist die Gap of Dunloe Tour.
Die Cliffs of Moher
In der Grafschaft Clare liegen die Cliffs of Moher, rund 200 Meter hohe Steilklippen, die senkrecht ins Meer abfallen. Bei gutem Wetter hat man eine fantastische Sicht auf die Aran Inseln. Eine schöne Tageswanderung von 18 Kilometern Länge führt vom Ort Liscannor entlang der Küste nach Doolin. Teilweise verläuft der Weg direkt an der Ab-
bruchkante der acht Kilometer langen Klippen. Bei wenig Zeit: Spaziergang vom Besucherzentrum zum O’Brian Tower.
Dublin
Kulturinteressierte sollten einen längeren Aufenthalt in Dublin einplanen. Das National Museum mit seinen zahlreichen Exponaten aus verschiedenen Epochen und das Trinity College gehören zum «Pflichtprogramm». Auf dem Gelände des Trinity College ist der Long Room in der Old Library der beeindruckendste Gebäudeteil. Hier kann man sich auch jeden Tag eine andere Seite des weltberühmten Book of Kells ansehen. Liebhaber irischer Musik haben seit dem Frühjahr 2000 in Dublin eine neue Attraktion, nämlich das Ceol-Musik-Center. Ein audiovisuelles Erlebnismuseum, das dem Besucher die Entwicklung und Tradition irischer Musik mit modernster Präsentationstechnik eindrucksvoll vermittelt!
Nahe bei Dublin gibt es Möglichkeiten für schöne Halb- oder Ganztageswanderungen z.B. eine Tour auf der im Nordosten von Dublin gelegenen Halbinsel Howth. Ein Wanderweg führt dort von einem kleinen Fischerort direkt an den Klippen entlang. Etwa 80 Kilometer nördlich der Landeshauptstadt, liegt eine der bedeutendsten archäologischen Fundstellen der Welt. Die ersten Menschen wohnten hier bereits vor 5000 Jahren. Sie bauten die beeindruckenden Ganggräber von Newgrange, Knowth und Dowth, wobei Newgrange, die Besterhaltene der drei Grabstätten ist. Über der begehbaren Grabkammer wurden 200 000 Tonnen Steine aufgeschichtet. So entstand ein elf Meter hoher Hügel mit einem Durchmesser von 85 Metern.
Connemara
Connemara zählt neben der Killarney Region zum beliebtesten Reiseziel Irlands. Berg- wildnis, düstere Hochmoore, Seen und eine Küste mit Sand- und Felsstränden prägen das Landschaftsbild. Für Rad- und Wandertouren gibt es viele Möglichkeiten. Radfahrtechnisch ist es einer der einfachsten Abschnitte an der ganzen Westküste. Obwohl man sich in einer Bergregion befindet, sind die Anstiege auf den Straßen moderat. Die Wandermöglichkeiten sind hervorragend. Auch wenn die Berge nur knapp über 700 Meter hoch sind, ist die Vorstellung vom lockeren Spaziergang eine Illusion. Es handelt sich nämlich nicht um markierte Wanderwege, sondern um mehr oder weniger gut erkennbare Pfade. Steile, schroffe Abhänge und das unberechenbare Wetter können für weniger geübte Wanderer gefährlich werden. Eine der schönsten Wanderungen im Bergmassiv der Twelve Pins ist die Glencoaghan Horse-
shoe Tour über sechs Gipfel.
Antrim Coast
Im Norden Nordirlands verläuft eine der schönsten, abwechslungsreichsten und spektakulärsten Küsten Irlands: die Antrim Coast.
Ab Portrush besteht der erste Küstenabschnitt aus weißem Kalk. Wind und Wasser schufen hier fantastische Formen. Von der Küstenstraße hat man nach jeder Kurve einen grandiosen Blick aufs Meer. Weiter östlich wechselt die Küste die Farbe. Dunkler Basalt prägt jetzt das Landschaftsbild. Auf einer steilen Klippe thront die Ruine von Dunluce Castle über der Landschaft. Nur wenige Kilometer entfernt davon, befindet sich der Giant’s Causeway mit rund 40 000 sechseckigen Basaltsäulen. Auf dem Weg Richtung Ballycastle gelangt man über eine Hängebrücke (Carrik-a-rede Rope Bridge) auf eine kleine Insel. Jeder Whiskyliebhaber sollte beim Giant's Causeway einen Abstecher nach Bushmills einplanen. In der ältesten Whiskydestillerie der Welt sieht man nicht nur den Herstellungsprozess, sondern es werden auch immer Freiwillige für einen ausführlichen Geschmacksvergleich gesucht
Rathlin Island ist ebenfalls einen Abstecher wert. Auf der bumerangförmigen Insel leben etwa 100 Menschen. Es gibt zwei Kirchen, einen Pub und ein Hotel. Keine andere Insel Irlands bietet so gute Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung wie diese. An den Klippen am West Lighthouse wurden 175 Vogelarten gezählt, knapp die Hälfte davon brüten hier.
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12.07.2001
© Outdoor Ausgabe 02/2001
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