Rund um die Zugspitze: Seebensee, 1657 m

Ganz gemütlich geht es aus dem Ehrwalder Skigebiet in einen im Winter einsamen Gebirgskessel und zum zugefrorenen Seebensee. Darüber erheben sich die zerklüfteten Felsflanken der Mieminger Berge und gegenüber die kompakte Wettersteinwand – winterliches Bergidyll pur.

Tirol, Österreich Österreich

Dauer 3 Stunden
Höhenmeter 200
Distanz 7,5 Kilometer
Karte & Höhenprofil

 

Zugspitze

 

Zugspitze

Rundtour • 3 Stunden 15 Minuten • 200 Höhenmeter • 7,5 Kilometer

Anspruch
Die leichte Schneeschuhtour lässt sich ohne Orientierungsprobleme machen, es bleibt viel Muße für Landschaftsgenuss. Es kann aber Lawinengefahr von oben aus der Nordwestflanke des Vorderen Tajakopfs herrschen. Tipp: Weil man sich immer in alpinem Gelände bewegt, vorher auf jeden Fall den Lawinenbericht checken.

Anfahrt
Vom Zentrum von Ehrwald zu den ausgeschilderten Ehrwalder Almbahnen (1108 m) und mit einer Gondel hinauf zur Ehrwalder Alm (1493 m).

Ausgangspunkt
Bergstation der Ehrwalder Almbahnen/Ehrwalder Alm.

Einkehr
Berggasthof Alpenglühn (1502 m),
Tel. 0043/(0)5673/2349.

Übernachtung
In Ehrwald oder auf der Ehrwalder Alm (1493 m), 0043/(0)5673/2534.

Beste Zeit
Januar bis April. Die Seilbahn verkehrt nur bis März, im April kann man über den Wanderweg (zur Skisaison Piste) aufsteigen (zusätzlich 400 Höhenmeter, eine Stunde).

Karten
Alpenvereinskarte Nr. 4/2 »Wetterstein – Mieminger Gebirge/Mittleres Blatt« 1:25000, 9,80 Euro.

Buchtipp
Christian Schneeweiß: Bruckmann Basic »Schneeschuhgehen«, Bruckmann-Verlag München, 8,90 Euro.

Info
Tourismusverband Ehrwald-Zugspitze, Kirchplatz 1, A-6632 Ehrwald,
Tel. 0043/5673/20000-208,
www.ehrwald.at

outdoor-Tipp
Die Region um Ehrwald ist ein Paradies für Skilangläufer. Das Lermooser Becken ist von einem Netz von Langlaufloipen durchzogen, darüber hinaus zweigen in alle Himmelsrichtungen Loipen ab: Zum Beispiel nach Süden über Biberwier Richtung Fernpass zum Weißensee, nach Westen über Lermoos durch das Zwischentoren-Tal bis Heiterwang (hin und zurück eine Tagestour für Könner) und von Ehrwald zum Fuß des Thörlen-Plateaus. Im Osten dagegen beginnt die Ganghofer-Hochloipe an der Ehrwalder Alm auf 1500 Meter und führt ins Gaistal (10 km).

Von der Bergstation der Ehrwalder Almbahnen (1493 m; mit Restaurant) wandert man südostwärts auf einem Ziehweg bergauf. Entlang einer Loipe führt der Weg rechts in Richtung Seebensee (ausgeschildert) oberhalb der Kinderlifte vorbei am bewirteten Gasthof Alpenglühn. Kurz darauf überquert man den unter Schnee begrabenen Geißbach und hält sich dann rechts. Neben einer Loipe geht es nun südwestwärts hinauf durch Wald und von einem flachen Kamm kurz abwärts zu einer Fahrwegverzweigung (1585 m).

Variante: Zu dieser Fahrwegverzweigung kommt man auch, wenn man sich an der Seilbahn-Bergstation sofort südwärts hält. Auf einem Ziehweg unterhalb der Kinderlifte geht es über den Einschnitt des Geißbachs in den Fichtenwald (»Kotiger Weg« Richtung Seebensee). Im Wald gilt es, südwestwärts einen steilen Hang hinauf zu queren. Zum Schluss links auf einen Buckel zur Wegverzweigung. Von der Wegverzweigung geht es ohne Loipenspur auf dem Fahrweg kurz in Richtung Süden abwärts auf eine Ebene und südsüdwestwärts weiter.

Es lohnt sich an der Wegverzweigung auch noch ein Abstecher hinunter zum zugefrorenen Igelsee, zu dem der ostsüdostwärts führende Fahr-/Loipenweg führt. Der Blick von hier auf die vorspringenden Mieminger Berge wie den Igelskopf (2224 m) und die kompakte Wettersteinwand ist sagenhaft! De facto weglos, da der Sommersteig nicht erkennbar ist, stapft man dann Richtung Westen und erreicht die Hauptroute ein Stück südlich der Verzweigung.

Bei einer Wegteilung kurz darauf gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder hält man sich geradeaus auf einem Karrenweg (u. a. Richtung Brendlkar) und wandert unterhalb der Flanken der Mieminger Berge weiter. Unter den Abhängen des Tajakopfs führt die Tour dann Richtung Westen zur Seebenalm (1575 m; eventuell eigene Orientierung nötig; Lawinengefahr von oben). Alternativ folgt man an der Verzweigung dem Fahrweg weiter westwärts zur Seebenalm. Von der Seebenalm geht es auf dem Fahrweg (bei großer Lawinengefahr stellenweise von oben gefährdet) südwestwärts aufwärts zum zugefrorenen Seebensee.

Karte

 

Seebensee Karte

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09.12.2009
Autor: Christian Schneeweiß
© Outdoor
Ausgabe 12/2009