Rund um die Zugspitze: Am Brand, 2130 m

Diese Schneeschuhtour folgt dem Aufstieg zum Gatterl, dem leichteren Ehrwalder Zugang zur Zugspitze und Teilabschnitt des berühmt-berüchtigten Zugspitzlaufs. Auf dem Weg zur Bergschulter »Am Brand« mit herrlicher Aussicht lockt eine auch winters bewirtschaftete Alm zur Einkehr.

Tirol, Österreich Österreich

Dauer 4 Stunden
Höhenmeter 650
Distanz 7 Kilometer
Karte & Höhenprofil

 

Zugspitze Kapelle
Foto: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG

 

Zugspitze Kapelle
Foto: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG

Rundtour • 4 Stunden • 650 Höhenmeter • 7 Kilometer

Anspruch
Der Zustieg zu dieser Tour ist relativ leicht, und man folgt einem im Sommer stark frequentierten Weg. Wenn viel Schnee liegt, wird die Wanderung allerdings gehtechnisch anspruchsvoller, und querungstaugliche Schneeschuhe sind empfehlenswert. Die Hänge sind gegen Ende der Route so steil, dass man diese Tour bei mittlerer Lawinengefahr besser nicht gehen sollte. Darüber hinaus empfiehlt es sich, eine Lawinenverschüttetensuchausrüstung mitzunehmen. An wärmeren Tagen steigt mit fortschreitender Tageszeit die Gefahr von Lawinen, besonders aus den Gatterlköpfen.

Anfahrt
Vom Zentrum von Ehrwald den Schildern zu den Ehrwalder Almbahnen (1108 m) folgen und mit einer Gondel hinauf zur Bergstation/Ehrwalder Alm (1493 m) fahren.

Ausgangspunkt
Bergstation der Ehrwalder Almbahnen/Ehrwalder Alm (1493 m).

Einkehr
Hochfeldernalm (1732 m), 0043/(0)699/10872502.

Übernachtung
In Ehrwald.

Beste Zeit
Januar bis März, wenn die Seilbahn fährt. Ab Mitte Februar sollte man eine frühe Gondel nehmen, um rechtzeitig (ggf. Lawinengefahr) wieder im flacheren Gelände zu sein.

Karte
Alpenvereinskarte Nr. 4/2 Wetterstein – Mieminger Gebirge/Mittleres Blatt, 1:25000, 9,80 Euro.

Buchtipp
Dieter Seibert: Wanderführer »Rund um die Zugspitze«, Bergverlag Rother, Ottobrunn, 12,90 Euro.

Info
Tourismusverband Ehrwald-Zugspitze, Kirchplatz 1, A-6632 Ehrwald,
Tel. 0043/5673/20000-208, www.ehrwald.at

outdoor-Tipp
Ab November ist die Kunsteisbahn in Ehrwald für je zwei oder vier Stunden am Tag für die Öffentlichkeit zugänglich – jedoch zu so unterschiedlichen Zeiten, dass man lieber vorher anruft. 0043/(0)5673/3525 oder -2718, Im Netz: info@familienbad.at, www.familienbad.at

Von der Bergstation der Ehrwalder Almbahnen (1493 m) wandert man einen Ziehweg mit Loipe bergauf in Richtung Osten. An einer Verzweigung geht es links Richtung Hochfeldern-?alm weiter, und unterhalb des Jugendgästehauses quert man südostwärts bis zu den Schildern der Pestkapelle (1615 m). Hier gilt es sich zu entscheiden: Der kürzeste Weg zur Hochfeldernalm (1732 m) führt zunächst links (nordostwärts) am Rand der Piste steil hinauf, dann quert man noch ein kleines Stück nach rechts. Gemächlicher und ungestörter ist die Route zur Hochfeldern-alm, wenn man dem Ziehweg bis zu einem Sattel weiter folgt.

Gen Osten geht es oberhalb des Gaistals weiter, und bei der ersten Gelegenheit verlässt man den Weg und wandert nordwärts gerade hoch zu der Alm (der Ziehweg führt in zwei Kehren dorthin). Anschließend rechts (östlich) der vom Issentalköpfl ?(1917 m) herunterführenden Piste nordnordostwärts aufsteigen in einen Bacheinschnitt (1820 m). Dem unsichtbar unterm Schnee vergrabenen Sommerweg folgen, der unterhalb des Südhangs der Gatterlköpfe verläuft, und weiter ostnordostwärts Richtung Gatterl.
Nach einem kurzen Latschendurchgang peilt man den Felssporn des Mittleren Gatterlkopfs an und quert bergauf über eine Freifläche zu weiteren »Latschengassen« (ab hier ist mit Lawinengefahr zu rechnen, und der Hang wird allmählich steiler). Nach einer weiteren Durchquerung einer Latschengruppe oder deren Umgehung oberhalb (abhängig von der Schneelage) führt die Tour – für den Spurenden zunehmend anstrengend – direkt unter besagtem Felssporn entlang. Den abschließenden Steilhang dahinter quert man rechtshaltend in einer Mulde, bis man plötzlich auf der Bergschulter Am Brand steht. Der Abstieg erfolgt entlang der Aufstiegsroute.

Karte

 

Am Brand Karte

Mehr Informationen zu dieser Tour

09.12.2009
Autor: Christian Schneeweiß
© Outdoor
Ausgabe 12/2009