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Die schönsten Wege des Meraner Lands
Nirgendwo in den Alpen gehen Berge, Sonne und urbanes Leben eine so schöne Symbiose ein wie rund um Meran in Südtirol. outdoor präsentiert die Region und ihre besten Wandertouren.
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- 2Karte: Die Touren im Überblick
- 3Tour 1 - Schenna: Über den Hirzergipfel in den Sarntaler Alpen
- 4Tour 2 - Hafling: Falzeben – Kreuzjöchl – Falzeben
- 5Tour 3 - Dorf Tirol: Auf dem Weinweg durchs Dorf
- 6Tour 4 - Marling: Dem Wasser nach – Marlinger Waalweg
- 7Tour 5 - Lana: Vigiljoch – Naturnser Hochwart
- 8Tour 6 - Tisens: Internationaler Filzkunstwanderweg
- 9Tour 7 - Meran: Auf dem Meraner Höhenweg über der Stadt unterwegs
- 10Tour 8 - Deutschnonsberg: Felixer Weiher – St. Felix
- 11Tour 9 - Ultental: Hoch hinaus aufs Hasenohr (3257 m)
- 12Tour 10 - Schnalstal: Von Vernagt zum Tisenjoch
- 13Tour 11 - Schnalstal: Mastauntal und auf die Nockspitze
- 14Tour 12 - Naturns: Von Schnatz zur Kirchbachspitze
- 15Tour 13 - Algund: Kleine Spronser Seenrunde
- 16Tour 14 - Passeiertal: Auf dem Ur- und Höhenweg
- 17Tour 15 - Passeiertal: Tour auf die Hohe Wilde
- 18Tour 16 - Partschins: Zwei Tage auf dem Franz-Huber-Steig
- 19Meran: Stadt für Wanderer, Shopper, Sonnenanbeter.
- 20Ötzi: Der Steinzeitmann aus dem Eis gibt den Forschern immer noch Rätsel auf
- 21Therme Meran: Schwimmen und Relaxen mit Blick auf die Berge
- 22Von Irrgärten, Schlössern und Burgen und vom Schauspieler Natur
- 23Reiseinfo
An manchen Orten trennen nur ein paar hundert Höhenmeter Welten, sind Zypressen, Palmen und Zedern nur eine kurze Liftfahrt von Gletschern, Graten und Wasserfällen entfernt und mondäne Hochkultur von unverfälschtem Bergerlebnis. Meran ist solch ein Ort. Schon die Reichen und Schönen der K&K-Monarchie zog es dorthin, allen voran die Kaiserin Sissi, die zu Kuraufenthalten in die Stadt am Fuße der Texelgruppe kam. Noch heute verströmt Meran den Charme der Belle Époque. Das Kurhaus beispielsweise gilt als eine der schönsten Jugendstilbauten des Alpenraums. Dass Meran bei Sommerfrischlern so beliebt ist, liegt aber auch an seinem Klima: mit 300 Sonnentagen ist die Stadt eine der sonnenreichsten der Alpen. Im Frühling zieht schon früh warme Luft aus der Poebene hinauf, und im Hochsommer bleibt es vergleichsweise lange kühl. Dafür sorgen die Berge, die um die Stadt am Zusammenfluss von Etsch und Passer in den Himmel ragen. Direkt hinter der Stadtgrenze erheben sich die 3000er der Texelgruppe, ihr höchster Gipfel, das 3336 Meter hohe Roteck, ist nur zehn Kilometer vom Zentrum entfernt. Hautnah erleben Wanderer diese Berge auf dem Meraner Höhenweg, der in sechs Tagen in einer Höhe von 2000 Metern um das Massiv führt.
Auch die umliegenden Bergstöcke begeistern mit erhabenen Panoramen. Nur fünf Kilometer südlich der Stadt, durch einen Ausläufer des Ortlermassivs getrennt, liegt abgeschieden das Ultental. Von dessen über 2000 Meter hohem Nordkamm ergibt sich die vielleicht beeindruckendste Perspektive auf den Naturpark Texelgruppe, dessen Berge wie eine Mauer jenseits des grünen Etschtals stehen. Hinter dieser Wand aus Fels und Eis liegt das Tal der Passer, deren klare Fluten sich in einem Halbbogen östlich um den Bergstock schmiegen, um bei Meran in die Etsch zu münden. Verschiedene Touren führen von dem saftigen Talauen in die umliegenden Berge. Von dort oben hat man einen weiteren Gebirgsstock im Blick: Ganz im Osten, jenseits der Passer, thronen die Sarntaler Alpen, ein weiteres lohnendes Revier. Gleich hinter den Liftanlagen des Skigebiets »Meran 2000« beginnt die Wanderung auf den 2781 Meter hohen Hirzer. Vom Gipfel reicht die Aussicht über die Zillertaler Alpen und die Dolomiten bis zum Ortlermassiv. Wie auf vielen anderen Wanderungen im Meraner Land profitiert man auf diesem Trip von der exzellenten Infrastruktur der Region. Die Lifte um Meran, die im Winter die Skigebiete der Umgebung versorgen, vergrößern im Sommer die Reichweite von Tageswanderungen und nehmen manch knochenhartem Abstieg die Spitze. Wenn man dann im Abendlicht mit der letzten Gondel zurück ins Tal schwebt, warten in Meran und den umliegenden Orten schon die vielen Restaurants mit Südtiroler Köstlichkeiten, wie deftige Speckknödel oder italienische Pastagerichte.
Und wer tagsüber von den Höhen einen Blick nach Süden geworfen hat, in die Etschebene, und gesehen hat, wie sie in der Ferne im Dunst verschwimmt, will natürlich ein Gläschen von dem Wein kosten, dessen Rebstöcke das von der Natur verwöhnte Tal prägen. Dies ist die eigentliche Heimat der Rebsorte Trollinger, der als »Tirolinger« von den Römern an den Rhein gebracht wurde. Heute kennt man den Trollinger in Südtirol als Vernatsch.
Doch Meran war schon vor der Römerzeit besiedelt, davon können sich Wanderer im Schnalstal überzeugen, wo hoch über dem Talschluss der Ötzi gefunden wurde, der eigentlich genauso gut auch hätte »Schnalsi« heißen können: Die Gletschermumie wurde schließlich auf Schnalstaler Gemeindegebiet entdeckt.
Die Fundstelle befindet sich auf 3200 Metern am Tisenjoch, unweit der Similaunhütte. Vom Vernagtsee im Schnalstal wandert man in fünf Stunden und 1500 Höhenmetern dorthin. Wer mehr über das Leben in der Steinzeit erfahren will, der stattet auf dem Hinweg dem Freilichtmuseum Archeoparc bei Unser Frau in Schnals einen Besuch ab und besichtigt die Repliken steinzeitlicher Häuser. Auch Meran selbst bietet viele lohnende Ziele für eine eingehende Besichtigungstour. So zum Beispiel das Schloss Trauttmansdorff, in dem Kaiserin Sissi ihre beiden Kuraufenthalte 1870 und 1889 verbrachte. Heute beheimatet das Schloss neben dem so genannten Touriseum die botanischen Gärten.
In den schattigen Gängen der Laubengasse, der Gastro- und Shoppingmeile Merans, lässt es sich auch im Hochsommer angenehm flanieren, und nicht nur an Regentagen wartet auf der Südseite der Passer die Therme. Das Innere des eindrucksvollen Kubus aus Glas und Stahl wurde durch den Südtiroler Stardesigner Matteo Thun entworfen. Mit einer riesigen Außenanlage versehen, bildet sie eine Oase der Ruhe mitten in der Betriebsamkeit der Stadt. Vom Wellnessbad bis zur Gletschertour: Wanderer kosten die Schönheit der Ferienregion Meraner Land voll aus. Sie bietet eine unschlagbare Kombination aus städtischem Flair und Bergeinsamkeit. Ob gemütliche Talwanderung oder fordernde Alpintour, dieses Special stellt die attraktivsten Wege vor und zeigt, was es darüber hinaus zu entdecken gibt.
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08.05.2009
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