The sky is the limit: Korsika

Korsika
Foto: www.corsicaferries.com
Korsika ist Südeuropas nahegelegenstes Outdoor-Paradies. Impressionen und Tipps für den perfekten Outdoor-Urlaub auf der Mittelmeerinsel gibt es hier.


Es ist der Mix, der Korsika so unvergleichlich macht: Wer den kurzen Sprung auf die nahegelegenste der Mittelmeerinseln macht, wird mit einer Natur belohnt, deren unglaubliche Vielfalt nahezu allen Outdoorfans paradiesische Spielwiesen bietet. Erlaubt ist, was macht Spaß macht: Radfahren, Wandern, Klettern, Freeclimbing, Canyoning an Land, Tauchen, Kajak- und Wildwasserfahren. Superlative reihen sich auf der gerade mal 183 km langen und 83 km breiten Insel aneinander. Mehr als 15 Berge mit über 2500 Metern Höhe ragen über dichte Wälder und Gletscherseen hinaus. Wer sie erwandern will, findet mit dem GR20 einen der berühmtesten Fernwanderwege Europas. Abenteuerparcours und Klettersteige, zum Beispiel am Col de Vergio oder im Restonica-Tal, locken Kletterfans aus der ganzen Welt auf "die Insel der Schönheit". Auch bei Touren- und Mountainbikerfahrern gilt Korsika aufgrund seiner als eine der attraktivsten Destinationen Europas. Kleine kurvige Straßen, historische Säumerpfade und zahllose Waldwege bieten Herausforderungen abseits des Mainstreams. Dass selbst die Rennradszene die Insel schätzt, zeigt der diesjährige Auftakt zur 100. Tour de France, deren ersten drei Etappen Korsika durchmessen.

Korsikas schroffe Bergwelt mit ihren Schluchten und reißenden Flüssen bildet einen faszinierenden Kontrast zu den mehr als 300 km langen Stränden der Insel. Diese kommen im Osten Korsikas als ein fast endloses Badeband daher und verstecken sich im Westen in lauschigen Buchten für Individualisten auf der Suche nach Abgeschiedenheit. Die Tauchgründe, zum Beispiel bei Bonifacio, Ponte-Vecchio oder Tizzano, sind wahre Schatzkammern voller Korallenriffe und versunkener Schiffswracks. Surfer zieht es bevorzugt in den Norden an das Cap Corse, zum Golf von Valinco im Westen, zum Golf von Porto Vecchio im Osten oder in die Meerenge von Bonifacio zwischen Korsika und Sardinien im Süden.

 

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Foto: www.corsicaferries.com Wanderer erleben die Insel im Frühjahr und auch im Herbst von ihrer schönsten Seite.

Das große Wandervergnügen

Er ist der Maßstab aller Dinge, der GR20-Fernwanderweg, der die Insel in Nord-Süd-Richtung über rund 200 km durchmisst. Wer hier wandert, braucht aber auch eine sehr gute körperliche Kondition, denn ein großer Tel der Wegstrecke verläuft in rund 2000 Meter Höhe entlang der Wasserscheide des Hochgebirges. 15 Tage sollte man schon mitbringen, wenn man das Wanderabenteuer in seiner Gänze zwischen Calenzana südöstlich von Calvi und Conca an der Südwestküste nördlich von Porto Vecchio erleben möchte.

Wildromantisch und anspruchsvoll, aber deutlich entspannter präsentieren sich die diversen Wanderwege "Mar e Monti" (Meer und Berge) und "Mare et Mare" (Meer und Meer). Sie durchqueren die Insel in Ost-West-Richtung, überschreiten dabei aber selten Höhen von über 1300 Metern und passieren auch kleine Ortschaften, die Unterkunft und Verpflegung bieten. Während der GR20 von Mitte Juni bis Ende Oktober erwanderbar ist, zeigen sich die kleinen "Geschwister" schon ab Frühjahr und auch im Herbst von ihren schönsten Seiten.

Zu kürzeren Etappen oder Tagestouren laden die "Sentier de Pays" im Inneren Korsikas ein. Ein besonderer Themenweg ist der "Sentier de la Transhumance", der in sechs Etappen den alten Pfaden und Wegen der Schaf- und Ziegenhirten folgt. Er beginnt in Calenzana, so wie auch der GR20 und der „Mar et Monti Nord“, und führt südwestwärts über den 1370 Meter hohen Col de Capronale in die Schlucht Scala di Santa Regina.

Ein Tipp zum Übernachten: Entlang der meisten Wanderwege auf Korsika haben preiswerte Schutzhütten ganzjährig geöffnet, die aber in der Regel nur von Juni bis Oktober bewirtschaftet werden. Ein eigenes Zelt ist immer von Vorteil!

 

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Foto: www.corsicaferries.com Genießer schwören auf den korsischen Schafskäse, der seit Tausenden von Jahren in nahezu unveränderter Weise hergestellt wird.

Als Belohnung winkt mediterraner Genuss

Wer die Natur liebt, wird auch Korsikas Küche lieben. Allemal nach einer kräftezehrenden Wanderung oder einem Tag in den rauschenden Stromschnellen. "Kurzgereistes Essen" heißt die Devise der Lebensmittelproduzenten vor Ort, die heimische Produkte auf die Märkte, in die Geschäfte und in die Restaurants liefern. Auf die Tische kommt, was die Natur zu bieten hat: Wildschwein und Lamm, Schafs- und Ziegenkäse und natürlich die Esskastanien, die es in allen Variationen gibt, als Beilage, Marmelade, im Eis oder als Gebäck. Eine kulinarische Wissenschaft für sich ist der korsische Schafskäse, der seit Tausenden von Jahren in nahezu unveränderter Weise hergestellt wird.

Ein Hit: Der cremige Brocciu, der es als Frischkäse in unzählige Speisen schafft. Eine typisch korsische Geschmacksnote erfreut Genießer auch beim Fleisch der frei laufenden oder weidenden Tiere: Es wird abgeschmeckt mit den würzigen Kräutern der Macchia wie Rosmarin, Salbei, Basilikum oder Thymian. Die naturbedingt ausgezeichneten Produktionsbedingungen für gesunde Lebensmittel haben auch die Bio-Wirtschaft Korsikas kräftig angekurbelt. Auf mehr als 4000 Hektar Land produzieren die rund 90 Mitglieder der Bio-Vereinigung vornehmlich Wein, Wurst, Marmelade, Käse, Obst, Olivenöl und Honig.

Eine wahre Erfolgsgeschichte ist der Weinanbau, der mit rund einem Drittel Spitzenweinen für einen ebenso großen Anteil an der gesamten Landwirtschaft steht. Unzählige familiäre Kleinbetriebe produzieren mit Muskelkraft und überliefertem Wissen im Wettbewerb mit Großwinzern, deren Weine auf der ganzen Insel und in Teilen Europas erhältlich sind. Zu den korsischen Rebsorten, die einen lauen mediterranen Abend am Strand oder im Gebirge veredeln, gehören der weiße Vermentinu und seine roten Geschwister Barbarossa, Sciacarellu und Niellucciu. Wer bei der Suche nach einem korsischen Spitzenwein ganz sicher gehen will, achtet einfach auf die Bezeichnung A.O.C. Vin de Corse und den dazugehörigen Namen der Anbauregion. À votre santé!

 

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Foto: www.corsicaferries.com

Eine unglaublich vielfältige Natur, faszinierende Outdoor-Sportmöglichkeiten und kulinarische Genüsse sind der Mix, der Korsika so unvergleichlich macht. Die Insel ist eben Südeuropas nahegelegenstes Outdoor-Paradies.

Mehr Infos über Korsika und die Fähren, die Sie ins Outdoor-Paradies bringen, finden Sie auf: www.corsicaferries.com

20.03.2013
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