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Traumtrips zum Buchen
Einmal im Leben ... Auch Sie träumen sicher von einer Tour, die Sie unbedingt machen wollen: wenn das Haus abbezahlt ist, die Kinder größer sind oder ... outdoor-Redakteurin Gaby Funk stellt 20 Traumtrips zum Buchen vor. Aber was macht eigentlich eine Tour zum Traumtrip? Und lässt sich ein solcher Traum durch Buchen überhaupt erfüllen?
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- 201: Mongolei/ China
- 302: Ostgrönland
- 403: Brasilien/ Amazonien
- 504: Mauretanien
- 605: Taklamakan
- 706: Kanada: Nahanni
- 807: Nepal: Ice Col Trek
- 908: Kanada: Tatshenshini
- 1009: Feuerland und Antarktis
- 1110: West-Papua/ Neuguinea
- 1211: Kamtschatka
- 1312: Sarek
- 1413: Ruwenzori
- 1514: Bhutan: Snowman-Trek
- 1614: Bhutan: Snowman-Trek
- 1715: Karakorum
- 1816: Madagaskar
- 1916: Antarktis, Ellsworth Mountains
- 2017: Antarktis, Ellsworth Mountains
- 2118: Südafrika
- 2219: Burma
- 2320: Patagonien
- 24Übersicht
Die Eiswüste der Antarktis, der Dschungel und die Tierwelt am Amazonas, die Wüste Gobi ... – für uns Outdoor-Fans sind das nicht nur geografische Bezeichnungen, sondern viel mehr: Assoziationen, Träume vom Abenteuer in exotischer Landschaft, von der Begegnung mit Menschen aus einem fremden Kulturbereich und vom Wandern auf den Spuren all jener, die dort einst die Ersten waren – Marco Polo, Alexander von Humboldt, Sven Hedin, Alexandra David-Néel, Fridtjof Nansen, David Livingstone ... und den mehr oder weniger bekannten Abenteurern der Gegenwart.
Traumtrips lassen sich nicht so einfach realisieren – sonst hätte man sich diese Träume längst erfüllt.
Bewegung als Grundvoraussetzung
Zu einer Traumtour gehört für Outdoor-Fans immer körperliche Bewegung. Das liegt daran, dass man eine Landschaft erst dann richtig kennen lernt, wenn man sie beim Trekken, Paddeln, Biken, Reiten oder auf Ski mit allen Sinnen wahrnimmt. Die klassischen Outdoor-Fortbewegungsarten lassen einem im Gegensatz zur motorisierten Reise nämlich genügend Zeit zum Erkennen und Spüren von Details: die Beschaffenheit des Bodens oder die Felsstruktur, die feucht-schwüle, von allen möglichen Düften geschwängerte Luft der Tropen, die vom Wind aufgewirbelten Eiskristalle im Gesicht, das leise Rieseln des Sandes bei jedem Schritt ...
Und allen Wellness- und Trendsport-Propheten zum Trotz gehört bei einem Traumtrip für Outdoor-Fans auch immer die individuelle Herausforderung dazu: die sportlich-körperliche und der Aufbruch ins Unbekannte, also die Definition von Abenteuer schlechthin, wenn man den Abenteuerbegriff nicht nur auf die Erschließung von »weißen Flecken auf der Landkarte« bezieht, sondern auf den individuellen Aufbruch ins Fremde.
Herausforderung und Abenteuer
Ob jemand eine Tour als abenteuerlich und als Herausforderung erlebt, ist dabei völlig unabhängig vom Schwierigkeitsgrad, von der erreichten Höhe oder davon, ob zuvor schon mal jemand dort war. Heutzutage wandeln wir schließlich fast immer auf den Spuren unserer Vorgänger.
Schwierigkeitsgrade und Höhenmarken dienen dabei nur der persönlichen Orientierung und Selbsteinschätzung. Was einzig und allein zählt, ist die Intensität des persönlichen Erlebnisses. Doch die beruht – beim einen mehr, beim anderen weniger – auch auf der persönlichen Herausforderung, den Schwierigkeiten, die es auf dem Weg zum Ziel zu überwinden gilt. Es ist immer ein umwerfendes Gefühl, wenn man es schafft, einen Schritt weiter zu gehen: von der fünftägigen Schlittenhundetour zur dreiwöchigen Husky-Expedition, vom einfachen Himalaja-Trek zum technisch schwierigen.
Für viele liegt eine persönliche Herausforderung aber auch schon darin, sich auf exotische Kost einzustellen, auf – aus europäischer Sicht – haarsträubende hygienische Bedingungen oder auf die gesuchte und gleichzeitig auch gefürchtete Begegnung mit wilden Tieren.
Traumtouren: Kann man sie buchen?
Die Befriedigung und das Glücksgefühl nach einer Tour hängt also schon damit zusammen, ob man sich dabei anstrengen musste, vielleicht sogar über seine Ängste hinausgewachsen ist. Besonders dann, wenn einem schwierige Verhältnisse einiges abverlangt haben, wird man sich viele Jahre später noch gerne an diese Tour zurückerinnern. Oder an jenen intensiven Moment, als nach einem heißen, anstrengenden Tag der erste Schluck frisches, kühles Quellwasser durch die Kehle rann.
Die selbständige Planung und Durchführung einer Traumtour ist sehr zeitaufwendig, teils äußerst stressig und konfrontiert einen öfter mit schier unüberwindbaren Problemen: Beschaffung von Visum und Permits, Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Verhandeln mit einheimischen Trägern vor Ort, deren Sprache man nicht versteht ... – all das ist Teil des abenteuerlichen Aspektes einer solchen Fernreise, und man kann dabei viel lernen über Land und Leute. Das kostet aber auch sehr viel Zeit, die man heutzutage meist nicht hat.
Ein weiteres Problem stellt sich, wenn die bewährten Trek- oder Expeditionsgefährten keine Zeit haben mitzugehen und man diese Tour aus Sicherheitsgründen nicht allein machen kann. Bucht man diese Tour bei einem Spezial-Veranstalter, sind all diese Probleme gelöst. Dafür bezahlt man manchmal um einiges mehr als bei einer selbst organisierten Tour – aber nicht immer! Veranstalter bekommen bei den Fluggesellschaften und Agenturen vor Ort nämlich wesentlich günstigere Preise. Auch die Beschaffung teurer und spezieller Ausrüstungsgegenstände (z. B. eines Certec-Bags, einer Druckluftkammer für Höhen-Trekkings) wird dadurch hinfällig. Und wer schon mal mit nicht organisierten Trägern verhandelt hat, weiß, wie schwierig es sein kann, dabei nicht mit dem Zehnfachen des Normalpreises abgezockt zu werden.
Besser buchen oder »do it yourself«?
Alles selbst organisieren oder buchen – beides hat Vor- und Nachteile. Beim Buchen geht etwas von diesem Abenteuer-Aspekt verloren – das Erlebnis wird dadurch aber nicht geschmälert. Man setzt damit andere Schwerpunkte, konzentriert sich aufs eigentliche Ziel und kann mit allen Sinnen genießen.
Und manchmal lässt sich die Traumtour auch nur durch Buchen verwirklichen, nämlich dann, wenn man nicht zu den wenigen Glücklichen gehört, die sich den drei- oder vierfachen Jahresurlaub eines Normalsterblichen für die komplette »Do it yourself«-Durchführung ihres Traumtrips nehmen können.
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14.02.2003
© Outdoor Ausgabe 02/2003
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