Im Sommer

Jotunheimen, Frankenweg, Salzach, Meck-Pomm

Von der Mandelblüte auf Mallorca bis zum Iglubau im Allgäu: Unsere Tipps für Ihr Outdoor-Jahr 2014. Hier die Top-Spots im Sommer.

 

Naturpark Norwegen Jotunheimen
Foto: Ben Wiesenfarth Durch die wilde Bergwelt im Nationalpark Jotunheimen.

1. Jotunheimen: Trekking

Skandinavien ist das Traumziel jedes Outdoorers, und die meisten steuern Norwegen an. Im Nationalpark Jotunheimen finden auch Skandinavienanfänger eine wilde Bergwelt, in der sie problemlos für ein paar Tage mit Zelt abtauchen können. Die gut ausgeschilderten Wege um den türkisgrün schimmernden Gjende- und den dunkelblau leuchtenden Russvatnet-See lassen Wanderern jede Möglichkeit, ihre Strecke frei zu wählen. Wen das Gewicht der Campingausrüstung nebst Kocher & Co. schreckt, der übernachtet in den gemütlichen Berghütten, die in Tagesentfernung voneinander liegen.

Lage: 270 km nördlich von Oslo
Beste Zeit: Juni - weniger Regen, aber schon angenehme Temperaturen
Hütten: DNT; Deutsche Vertretung: "Nach Norden" in Münster, www.huettenwandern.de
Info: Südnorwegen, L. Schneider, Th.-Kettler-Verlag, 19,90 Euro

2. Quer durchs Frankenland

Schattige Wälder, bizarre Felsen und Flüsse wie die gemütliche Altmühl – der Frankenweg macht gerade im Sommmer Spaß. Kaum einer wird jedoch die gesamten 520 Kilometer unter die Sohlen nehmen, sondern einen der acht großen Abschnitte wählen, die je 56 bis 76 Kilometer lang sind. Man wandert ein paar Tage und ruht zwischendurch in einer der vielen Ortschaften am Weg aus. Unterwegs gibt es viel zu besichtigen: von alten Burgen über Museen bis zu Fachwerkmarktplätzen. Wald- und Schluchtfans werden sich das erste Stück ab Untereichenstein mit dem Höllental aussuchen, Badefreunde das Fränkische Seenland am Ende des Wegs.

Lage: verläuft östlich von Nürnberg
Beste Zeit: außerhalb der Ferien
Start: Untereichenstein, aber Zustiege entlang des ganzen Wegs.
Infos: www.frankenweg.de

3. Canyoning an der Salzach

Was gibt es Erfrischenderes im Hochsommer als einen eiskalten Alpenbach? Eben! Noch dazu erfüllt eine Tour aus Sprüngen, Rutschpassagen und Abseilstellen alle Abenteurerwünsche, die man bei 30 Grad haben kann: Canyoning wirkt auf den ersten Blick extrem, aber mit Guide kann es jeder wagen. Eingehüllt in schützendes Neopren folgen Canyonisten dem Lauf eines Bachs oder Flusses, überwinden Felsstufen und tauchen tief ins steinerne Herz der Berge ein, während die Wände links und rechts immer höher wachsen. Golling an der Salzach bietet ein perfektes Revier, um nach einigen Sprüngen in Naturpools abzukühlen, zum Beispiel in der Strublklamm.

Lage: Golling
Beste Zeit: Mai bis Oktober; besonders erfrischend aber an Hochsommertagen mit 30 Grad
Voraussetzungen: Fitness, Schwimmkenntnisse; spezielle Ausrüstung wird gestellt
Angebot: z.B. bei www.canyoning.at

4. Paddeln in Mecklenburg-Vorpommern

Die Mecklenburger Seenplatte hat sich schon lange als Ziel für die Sommerfrische einen festen Platz erobert. Zu Recht! Denn hier reihen sich Seen, Teiche und Kanäle so harmonisch aneinander, dass man glaubt, bis an sein Lebensende einfach weiterpaddeln zu können, vorbei an Seerosen und unter dem bedächtigen Quaken der Frösche. Wie aber wäre es einmal mit einer Tour auf einem Fluss, der als "Amazonas des Nordens" gehandelt wird? Zumindest des deutschen Nordens: Die Peene durchfließt bei Malchin den Kummerower See und strebt dann durch beschauliche Städtchen hindurch der Ostsee entgegen. Wer sich sechs Tage Zeit nimmt, paddelt stressfrei und kann unterwegs baden, in idyllischen Buchten anlegen und über weite Moorflächen schauen, bevor der Anblick des eckigen, backsteinernen Steintors in der Hansestadt Anklam das Ende der Tour ankündigt. Lust weiterzupaddeln? Dann fährt man als Fortsetzung eben doch zum Plauer See und seinen Kanälen.

Lage: im Städteviereck Lübeck–Rostock–Stettin–Berlin
Beste Zeit: im August bei den höchsten Temperaturen
Schnupperrunde Peene: Anklam–Stolpe (8 km, per Bus zurück)
Info: Kanu-Kompass Mecklenburg-V., Th.-Kettler-Verlag, 19,90 Euro

22.06.2014
© outdoor
Ausgabe 1/14