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Haute Provence
Keiner kennt die Baronnies. Dabei duftet es dort herrlich nach Süden, und Schluchten erwarten Entdecker.
Die Baronnies grenzen südlich an die Montagne de Lure und den Mont Ventoux, den Beginn der eigentlichen Provence. In dem trockenen Hügelland finden Genießer alles, was die Provence so beliebt macht, und das ganz ohne Touristenandrang. Die Erosion hatte leichtes Spiel mit dem weichen Kalkgestein, aus dem sie ein Mosaik aus Schluchten und Graten modellierte.
Terrassen voller Lavendel, Sonnenblumenfelder, Olivenbaumhaine und Mandelbäume zaubern zwischen den Höhenzügen ihr Farbenspiel – zur vollen Geltung gebracht erst durch das besondere Licht der Provence, vom Mistral transparent gewaschen und von Künstlern auf der Leinwand eingefangen.
Ein ganz besonderes Schluchtspektakel liefert die Gorges de la Méouge, einen Katzensprung von Sisteron entfernt. Die meisten gehen nur zu den Wasserfällen und türkis leuchtenden Bassins am Schluchtausgang. Dabei schlängelt sich ein atemberaubender Pfad durch den Canyon. Zur Schluchtexkursion vom archaischen Dorf Antonaves aus gehört auf jeden Fall auch eine Besteigung des 1365 Meter hohen Pic de St-Cyr – mit Alpensicht vom Feinsten.
Zwischen immergrünen Buchsbäumen und mediterranen Sträuchern hindurch steigt man auf den waldfreien Grat. Und im Frühling erstrahlen die Höhenzüge in einem üppigen Blumenmeer.
Anreise: D 124 a nach Antonaves, zwischen Sisteron und Serres.
Buchtipp: Dauphiné West, Iris Kürschner, Bergverlag Rother, erscheint Frühsommer 2006, 12,90 Euro.
Karte: IGN Top 25, Blatt 3339 OT Sisteron/Laragne, 1 : 25000, 8,85 Euro.
Info: Office de Tourisme, Tel. 00 33/04/92 65 09 38, www.ot-laragne.fr.
20.03.2008
© Outdoor Ausgabe 04/2006
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Autor: Iris Kürschner
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