Europas stille Winkel: Julische Alpen in Slowenien

Wandern in Slowenien: Triglav & Julische Alpen

Triglav Nationalpark Wandern Slowenien
Foto: www.slovenia.info / Ales Zdesar
Am südöstlichen Ende des Alpenbogens zieht mit den Julischen Alpen einer der ursprünglichsten Gebirgsstöcke Europas noch recht überschaubare Wandererzahlen an. Alle Infos zur Wanderregion und Tourentipps hier.

Verteilt auf Slowenien und das italienische Venetien bilden weite Täler und klare Seen Kontraste zu imposanten Wänden, Graten und Gipfeln. Das helle Kalkgestein in den Julischen Alpen erinnert vielerorts an die Dolomiten, zu den Aushängeschildern der "Julischen" gehören türkis leuchtende Bäche und Flüsse. Nicht zuletzt aufgrund des Ersten Weltkriegs sind die Julier mit Wegen und Steigen gut für Wanderer erschlossen, Bergbahnen aber findet man nur selten. Der Triglav-Nationalpark im Nordwesten Sloweniens stellt den wildesten Teil der Julischen Alpen unter Schutz und begeistert Besucher mit Schluchten, Wäldern und Artenreichtum. Geradezu ein Muss für fitte Bergwanderer ist die Überschreitung des Triglavs (2864 m), des höchsten Berges Sloweniens. Auch eine Wanderung entlang des Flusses Soca lohnt sich. Auf italienischem Grund lockt 40 Kilometer Luftlinie westlich des Triglav der Monte Cimone (2379 m).

Julier - Tourentipps:

Tour 1: Den höchsten Gipfel Sloweniens, den Triglav, kann man schon aus 100 Kilometern Entfernung sehen. Versierte Alpinwanderer gehen ihn via Bambergweg und Pragweg (mit Klettersteigpassagen und Schneefeldquerung) an. Der Startpunkt liegt am Parkplatz am Ende des Vratatals im Norden des Gipfels. Wem neun Stunden Gehzeit zu viel sind, der übernachtet auf 2515 Metern im Triglav-Haus (1850 Hm).

Tour 2: Von der Quelle des Gebirgsflusses Soca folgt ein gleichnamiger Weg dem opalfarbenen Aushängeschild des Triglav-Nationalparks bis zur Ortschaft Bovec. Die technisch einfache, mit 25 Kilometern aber recht ausgedehnte Tour führt durch besonders ruhige Winkel des Tales. Den Fluss überqueren Wanderer immer wieder auf Hängebrücken.
(400 Hm, 5 Stunden)

Tour 3: Der Monte Cimone (2379 m) beim italienischen Tarvisio bietet Prachtpanoramen auf die Julischen Alpen. Diese Gipfeltour beginnt bei einem Parkplatz an der Straße zum Altipiano di Montasio, führt über Steiganlagen aus dem Ersten Weltkrieg hinauf zum Gipfel. Wenn man sie als Runde gehen will, beinhaltet die Tour eine Klettersteigpassage.
(940 Hm, 6,5 Stunden)

Mehr Infos: Julische Alpen, Helmut Lang, Bergverlag Rother, 14,90 Euro
oder auf www.julijske-alpe.com

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29.03.2016
Autor: Redaktion
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Ausgabe 02/2016