Schwarzwald: Bernauer Hochtalsteig

Wälder, Wiesen, Gipfel: Die Panoramawanderung über dem höchsten Tal des Schwarzwalds lockt mit fantastischer Alpensicht und Einkehr in der urigen Krunkelbachhütte. Zu Recht trägt sie den Titel "Premiumtour".

Schwarzwald, Deutschland Deutschland

Länge 15,33 Kilometer
Dauer 05:25 Std.
Schwierigkeitsgrad medium
Höhenunterschied 768 Meter
Höhenmeter absteigend 765 Meter
Tiefster Punkt 897 m ü. M.
Höchster Punkt 1351 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download
Anspruch
"Premiumtour", "Genießerpfad" – trotz dieser Bezeichnungen erfordert der Bernauer Hochtalsteig als mittelschwere Tageswanderung mit fast 700 Höhenmetern etwas Kondition vom Wanderer.



Anfahrt
Mit dem Auto oder mit dem Linienbus nach Bernau fahren.


Ausgangspunkt
Wanderparkplatz Ankenbühl in Bernau-Kaiserhaus.


Einkehr
Auf halber Strecke kann man in der Krunkelbachhütte rasten. Hüttenwirt Werner Jünger serviert hier deftigen Eintopf und selbstgebackene Kuchen. Unbedingt probieren: Enzianschnaps oder Heidelbeerwein. krunkelbach.de



Beste Zeit
Mai bis Oktober.


Karte
Wanderkarte "Bernauer Hochtal" mit mehr als 20 Wandertipps, Maßstab 1:30.000, fünf Euro, erhältlich bei der Tourist-Info.



Infos
Tourist-Info Bernau, Rathausstr. 18, 79872 Bernau im Schwarzwald, Tel. 07675/1600030, E-Mail: touristinformation@bernau-schwarzwald.de, bernau-schwarzwald.de



outdoor-Tipp
Wer noch überschüssige Kräfte hat, legt ab der Krunkelbachhütte (1294 m) einen Abstecher auf das Herzogenhorn ein. Mit 1415 Metern ist es einer der höchsten Berge des Schwarzwalds. Am Gipfel mit seinem riesigen Gipfelkreuz belohnt die herrliche Panorama-Aussicht auf die umliegenden Schwarzwaldberge, die Vogesen und die Alpenkette für den steilen Aufstieg.



Route
Vom Wanderparkplatz Ankenbühl geht es über eine Bergweide zum Holzmättle (875 m). Von dort steigt man auf einem schmalen, teils felsigen Waldweg zum Hohfelsen (1075 m) auf. Über eine Weidefläche führt die Tour weiter zum Riggenbacher Eck auf 1125 Metern. Bei der Neumannshütte bietet sich ein herrlicher Blick auf das Bernauer Hochtal. Über Waldpfade gelangt man zum Aussichtspunkt »Am kleinen Spießhorn« auf 1330 Meter. Dort lädt eine »Himmelsliege« (eine Bank, auf der man sich besonders bequem zurücklehnen kann) zum Rasten ein. Ein Viscope zoomt die Gipfel der umliegenden Berge heran und blendet deren Namen ein. Bei guter Sicht ist die gesamte Alpenkette sichtbar, inklusive der 140 Kilometer entfernten Bergriesen Jungfrau, Mönch und Eiger. Weiter wandert man über den Gipfel des 1349 Meter hohen Spießhorn. Am Gipfelpavillon bietet sich ein herrlicher Blick bis zum Dom in St. Blasien. Dann bergab auf einem Wurzelpfad, bald öffnet sich das Panorama zum höchsten Gipfel des Schwarzwalds, dem 1493 Meter hohen Feldberg. Über eine Weidefläche gelangt man nun zur Krunkelbachhütte (1294 m). Wer ordentlich Kondition besitzt, wandert nach der Hütteneinkehr hinauf zum Gipfelkreuz des 1415 Meter hohen Herzogenhorn. Alle anderen wandern direkt von der Hütte über einen Serpentinenpfad durch Buchenwälder und über Bergwiesen bis zum Scheibenfelsen (1052 m). Dann geht der Hochtalsteig in den Bernauer Panoramaweg über. Auf der Sonnenseite des Tals geht es zurück zum Parkplatz Ankenbühl.



18.05.2016
Autor: Birgit-Cathrin Duval
© outdoor
Ausgabe 05/2016