Fernwanderwege in Deutschland: Saar-Hunsrück-Steig

Wandern auf Naturpfaden: Der Saar-Hunsrück-Steig

Foto: Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH Wandern auf dem Saar-Hunsrück-Steig

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Wilde Felsen und gewundene Bäche, beschauliche Täler und weitläufige Aussichten, friedliche Wälder und mystische Hochmoore: Wanderer erwartet auf dem Fernwanderweg Saar-Hunsrück-Steig eine abwechslungsreiche Landschaft. Seit April 2015 führt der Weg von Perl bis Boppard. Infos, Etappen und Impressionen vom Saar-Hunsrück-Steig gibt es hier.

"Erlebe die Vielfalt" lautet das Motto des Fernwanderwegs Saar-Hunsrück-Steig, der in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Saarland verläuft. Was Wanderer jedoch nicht erleben ist Lärm und Hektik. Denn der Saar-Hunsrück-Steig ist ein naturnaher Weg, der so weit wie möglich Ortschaften meidet und dessen Strecke über 70 Prozent naturbelassenen Wald- und Graspfaden sowie Bachläufen folgt. Auf dem Saar-Hunsrück-Steig sollen Wannderer und Trekkingfans den Alltag hinter sich lassen.

Der Fernwanderweg Saar-Hunsrück-Steig wurde 2007 eröffnet und bereits 2009 als Deutschlands Top-Fernwanderweg ausgezeichnet. Nicht umsonst, denn neben dem vielseitigen Wegeverlauf und der durchgängig lückenlosen Beschilderung bietet der Saar-Hunsrück-Steig kulturhistorische Highlights wie die Grimburg, die Wildenburg oder den Keltischen Ringwall. Gestartet wird in Perl an der Mosel.

Im April 2015 wurde der Saar-Hunsrück-Steig um 192 km von Idar-Oberstein nach Boppard am Rhein verlängert. Der Wanderweg hat nun eine Länge von 410 km. Mit der Verlängerung kommen 12 weitere Etappen hinzu, so dass der Weg jetzt aus insgesamt 27 Etappen besteht.

Abseits des Hauptweges des Saar-Hunsrück-Steigs finden Wanderer sogenannte Traumschleifen. Diese 6-18 Kilometer langen Rundwanderwege sind entweder direkt vom Saar-Hunsrück-Steig aus zu erreichen oder in unmittelbarer Entfernung. Auch diese Wege sind größtenteils als Prädikatswanderwege ausgezeichnet und verlaufen wie der Saar-Hunsrück-Steig auf Naturwegen und Pfaden.

Die Etappen des Saar-Hunsrück-Steigs

1. Etappe: Perl – Hellendorf (Länge: 16,9 km)
2. Etappe: Hellendorf - Tünsdorf - Orscholz – Mettlach (Länge: 16,5 km)
3. Etappe: Mettlach – Britten (Länge: 11,5 km)
4. Etappe: Britten - Bergen - Stausee Losheim (Länge: 11,6 km)
5. Etappe:Stausee Losheim - Scheiden - Waldhölzbach – Weiskirchen (Länge: 15,3 km)
6. Etappe: Weiskirchen - Steinberg - Reidelbach – Grimburgerhof (Länge: 18,3 km)
7. Etappe: Grimburgerhof – Reinsfeld (Länge: 11 km)
8. Etappe: Reinsfeld - Hermeskeil –Nonnweiler (Länge: 16 km)
9. Etappe: Nonnweiler - Börfink / Einschieder Hof (Länge: 13,5 km)
10. Etappe: Börfink - Erbeskopf – Morbach (Länge: 23,3 km)
11. Etappe: Morbach - Langweiler – Kempfeld (Länge: 17,2 km)
12. Etappe: Kempfeld - Herborn - Idar-Oberstein (Länge: 14,8 km)
13. Etappe: Idar-Oberstein (Altstadt) - Fischbach - Herrstein (Länge: 19,6 km)
14. Etappe: Herrstein - Forellenhof Reinhardtsmühle (Länge: 13,6 km)
15. Etappe: Forellenhof Reinhardtsmühle - Rhaunen (Länge: 12,3 km)
16. Etappe: Rhaunen - Laufersweiler - Sohren (Nord) (Länge: 19,0 km)
17. Etappe: Sohren (Nord) - Hahn - Altlay (Länge: 10,7 km)
18. Etappe: Altlay - Schauren - Blankenrath (Länge: 16,9 km)
19. Etappe: Blankenrath - Mittelstrimmig - Mörsdorf (Länge: 13,3 km)
20. Etappe: Mörsdorf - Bell - Kastellaun (Länge: 14,7 km)
21. Etappe: Kastellaun - Mannebach - Schmausemühle (Länge: 17,7 km)
22. Etappe: Schmausemühle - Morshausen (Länge: 10,2 km)
23. Etappe: Morshausen - Oppenhausen (Länge: 16,2 km)
24. Etappe: Oppenhausen - Udenhausen - Boppard (Länge: 17,9 km)
25. Etappe: Grimburgerhof – Stausee Kell (Länge: 11,5 km)
26. Etappe: Stausee Kell – Bonerath – Riveris – Waldrach – Kasel/Mertesdorf (Länge: 20,2 km)
27. Etappe: Kasel –Filsch – Trimmelter Hof (Länge: 15,3 km)

Saar-Hunsrück-Steig: Lage und Charakter

Die Mittelgebirgslandschaft des Hunsrücks liegt zwischen Mosel, Rhein, Saar und Nahe. Der Weg verläuft wahlweise von Trier oder Perl aus bis nach Boppard. Die Natur- und Kulturlandschaft im Naturpark Saar-Hunsrück ist sehr facettenreich: die Höhen des Hunsrücks, Weinberge, weite Waldflächen, artenreiche Wiesen, Fluss- und Bachtäler oder bizarre Felsformationen. Im östlichen Hunsrück erleben Wanderer sogar den Nationalpark Hunsrück-Hochwald hautnah.

Saar-Hunsrück-Steig: Beste Zeit

Bei Regen eignet sich der Saar-Hunsrück-Steig nur bedingt. Die naturbelassenen Graspfade und der weiche Waldboden können nach längeren Regenperioden aufweichen und deshalb schwer begehbar sein. An oder nach Regentagen empfiehlt sich deshalb bei der Begehung des Saar-Hunsrück-Steigs festes Schuhwerk.

Saar-Hunsrück-Steig: Einkehr und Unterkunft

Mehr als 70 wanderfreundliche Gastgeber, die als "Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland" zertifiziert sind, befinden sich am Steig oder in geringer Entfernung. Ein aktuelles Gastgeberverzeichnis befindet sich auf der Webseite des Saar-Hunsrück-Steigs.

Saar-Hunsrück-Steig: Karten und Literatur

Abenteuer Saar-Hunsrück-Steig, Wanderführer von Heidrun Braun, 13,80 Euro
Hikeline Wanderführer und Karte: Saar-Hunsrück-Steig, Maßstab 1:35.000, 13,90 Euro
Outdoor – Saar-Hunsrück-Steig. Reiseführer von Idhuna und Wolfgang Barelds, mit Karten, 12,90 Euro
Wanderkarte "Saar-Hunsrück-Steig", Maßstab 1:25.000, PUBLICPRESS, 8,95 Euro

Saar-Hunsrück-Steig: Weitere Infos

Projektbüro Saar-Hunsrück-Steig
Zum Stausee 198
66679 Losheim am See
Tel. 06872 / 9018100

Webseite des Saar-Hunsrück-Steigs: www.saar-hunsrueck-steig.de

05.04.2015
Autor: Svenja Binder / Ralf Bücheler
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