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Die besten Wander-Touren im Chiemgau
Kleinod im Voralpenland
Zwischen Chiemsee und dem Alpenbogen ruht der sanfte Chiemgau. outdoor zeigt die schönsten Touren im Chiemgau für Gipfelstürmer und Genießer.
Der Chiemgau ist ein Ort zum Verlieben: Blau schimmern klare Seen zwischen grünen Hügeln, und nach Süden hin wachsen grau die ersten Gipfel der Alpen aus der sanften Landschaft. Zu den ersten, die sich in sie verguckten, gehörten die Benediktinerinnen. Sie haben sich gleich einen der schönsten Flecken im bayerischen Alpenvorland gesichert und auf der Frauen-Insel eingerichtet, einem der drei idyllischen Eilande im tiefen Blau des Chiemsees. Das war im achten Jahrhundert. Später kamen Prominente: Schriftsteller wie Ludwig Ganghofer und Ludwig Thoma wurden zu Wahl-Chiemgauern, und sogar eine ganze Künstlerkolonie namens »Frauenchiemsee« hat sich hier gebildet.
Die schönsten Touren im Chiemgau
Tour 1: Gamsknogel (1753 m) & Zwiesel (1781 m) Tour 2: Hoher Staufen – Nordseite (1771 m) Tour 3: Von Aschau zur Kampenwand (1669 m) Tour 4: Über die Kampenwand zum Geigelstein (1813 m) Tour 5: Haindorfer Berg (1123 m)
Chiemgau: Ein Paradies zum Träumen
Ludwig Thoma schwärmte noch bis in seinen Lebensabend hinein vom Chiemsee und seiner Umgebung: »Der Chiemsee! Wenn ich die Augen schließe, und, sei es, wo immer, Wasser an Schiffsplanken plätschern höre, erwacht in mir die Erinnerung an die Jugendzeit, an Stunden, die ich im Kahn verträumte, den See rundum und den Himmel über mir.« Seinem Namensvetter, dem Märchenkönig Ludwig II. von Bayern, gefiel es im Chiemgau sogar so gut, dass er sich dort gleich ein Schloss gebaut hat: auf Herrenchiemsee, der größten der Inseln. Die Gartenanlagen mit ihren Fontänen und Figuren hat der Hofgärtendirektor Carl von Effner 1875 dem Park von Versailles nachgestaltet.
Worin liegt der Reiz des Chiemgaus? Berge gibt es auch anderswo, viel monumentalere sogar, mit viel wuchtigeren Panoramen. Und blaue Seen funkeln nicht nur hier. Aber es schwebt etwas Leichtes, Beschwingtes über dem Chiemgau, so als sei alles nur dafür geschaffen, genossen zu werden. Während im Frühsommer die Alpen noch unter einer Schneedecke auf die ersten Hitzetage warten, verwandeln sich die berühmten Gipfel der gut 50 Kilometer langen Chiemgauer Alpen schon in blühende Paradiese: Hochfelln, Hochgern und die Kampenwand – allen voran aber der Geigelstein, der zu Recht als Blumenberg der Region gilt. Der Pyramidengipfel des zweithöchsten Berges im Chiemgau ist im Frühjahr übersät mit verschiedenen Orchideenarten, und auch Edelweiß und der blaue Enzian kommen im Naturschutzgebiet häufig vor. Keiner der Gipfel knackt die 2000-Meter-Marke, und doch ist jeder von ihnen ein Wandertraum. Gut ausgebaute Wege führen auf die Gipfel, dazwischen sorgen viele bewirtschaftete Almen für Stärkung.
In der Höhe regiert die Stille
Von hoch oben erschließt sich der Zauber der Region besonders gut. »I gangert gern auf d‘ Kampenwand, wenn i mit meiner Wamp‘n kannt« – ein geflügeltes Wort unter den nicht gar so Sportlichen, wenn sie unten im Tal bei Aschau stehen und weit über ihren Köpfen die weiße Wand thronen sehen. Aber keine Bange: Im Zweifelsfall geht es per Bahn bis nah an den Gipfel. Sobald man sich vom Ausstieg und der nahe gelegenen Berghütte entfernt, schlängeln sich die Wege verlassen durch die grünen, felsdurchsetzten Hänge. Stille regiert. Die letzten Meter nach oben sind steil, oben quert man dann durch das Felsmassiv zum Gipfelkreuz. Das hat beinahe Klettersteigcharakter, für Schwindelfreie ein Vergnügen. Und der im Tal so imposante Chiemsee sieht vom Gipfel aus wie ein kleiner Schwimmteich. Im Süden aber begrenzen Bergpromis wie der Großglockner und Großvenediger den Horizont.
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