Wandern in der Pfalz: Zur Burgruine Drachenfels und um den Rauhberg

Die Burg Drachenfels, um 1200 erbaut, ist ein Paradebeispiel für die aus den Buntsandsteinfelsen herausgemeißelten Felsenburgen des Pfälzerwalds. Von der ehemaligen Raubritterburg haben Wanderer eine 360-Grad-Rundumsicht auf die nahezu lückenlose Waldlandschaft.

Pfalz, Deutschland Deutschland

Foto: Gerhard Eisenschink
Länge 15,06 Kilometer
Dauer 04:08 Std.
Schwierigkeitsgrad medium
Höhenunterschied 245 Meter
Höhenmeter absteigend 237 Meter
Tiefster Punkt 197 m ü. M.
Höchster Punkt 308 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch
Mittelschwere Wanderung durchs Mittelgebirge. Trittsicherheit im Bereich der Ruine Drachenfels nötig.

Ausgangs- und Endpunkt
Drachenfelshütte bei Busenberg.

Einkehr
Drachenfelshütte des Pfälzerwald-Vereins Busenberg, Tel. 06391/3877 und 06391/1875 (Öffnungszeiten: Mi. und Sa. ab 11 Uhr, So. ab 9 Uhr). Weißensteiner Hof, 76891 Busenberg (an der Zufahrtsstraße zur Burgruine Drachenfels gelegen), Tel. 06391/3559. PWV-Hütte »Am Schmalstein« in Bruchweiler-Bärenbach, Tel. 06394/5147 und 06394/780 (geöffnet: So. ab 10 Uhr, Mi. ab 13 Uhr).

Übernachtung
Hotelpension Tannenhof, Waldstraße 23, 76831 Busenberg, Tel. 06391/2377, www.hotelpension-tannenhof.de

Karten
Kompass Wandern/Rad Nr. 766: Naturpark Pfälzerwald, 1 : 50000, 6,95 Euro, oder Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, topografische Karte Dahn und Umgebung mit elsäss. Grenzgebiet, 1 : 25000, 5,90 Euro.

Buchtipp
Pfälzerwald und Deutsche Weinstraße, Barbara Christine und Jörg-Thomas Titz, Bergverlag Rother 2009, 144 Seiten, 9,90 Euro.

Info
Tourist-Information Dahner Felsenland, Tel. 06391/9196222,
www.dahner-felsenland.de

Route
Von der Drachenfelshütte (294 m), südlich von Busenberg, geht es auf dem WW blaue 1 hinauf zur Burgruine Drachenfels (367 m), einer der abenteuerlichsten Felsenburgen des Pfälzerwalds. Man sollte sich Zeit lassen, um die durch Leitern verbundenen Felskammern, -gänge, -treppen und -kanzeln zu erkunden und die beeindruckende Aussicht zu genießen. Die Burg wurde als typische Felsenburg auf einem 150 Meter langen Felsenschiff errichtet, das exponiert auf einer frei stehenden Erhebung liegt. Zwischen dem Ost- und dem Westfelsen sind im Halsgraben die Umrisse eines Drachen eingeritzt.

Der 1 folgend geht es auf schma­lem Weg hinunter in Richtung Busenberg. Kurz vor dem Ort führt der WW rote 5 und der WW schwarze 1 weiter hinab ins Wieslautertal und nach Bruchweiler-Bärenbach. Am Ortsanfang weiter auf dem WW rote 5 auf der asphaltierten Forststraße zum Wöllmersberg. Die lang gezogene Felsenreihe (Naturschutzgebiet) wird umrundet, dann geht es – weiter auf dem WW rote 5 – zum Rauhberg (357 m).

Nach der Umrundung des Bergs führt der Weg durch das Wollmersbachtal zurück nach Bruchweiler-Bärenbach. Wer will, kann kurz zuvor einen Abstecher zur bewirtschafteten PWV-Hütte »Am Schmalenstein« machen (1 km, Beschilderung folgen).

Von der Reinighofstraße wandert man in Bruchweiler-Bärenbach auf dem WW schwarze 1 wieder zur Drachenfelshütte zurück, wobei man sich am Fuß des Drachenfels am WW rote 5 orientiert.   

outdoor-Tipp

Entdeckungslustige erkunden den Heidenberg, der vom Wanderparkplatz an der Burgruine Drachenfels aus gut zu erreichen ist. Vorbei am Weißensteiner Hof bergauf wandern, dann rechts ab und auf steilem Pfad zum Heidenpfeiler (als »Schlüsselfels« beschildert). Der ungesicherte Pfad auf die vordere Spitze des fast 60 Meter hoch aufragenden Heidenpfeilers ist nichts für schwache Nerven, doch die weite Aussicht ist fantastisch.

Im Anschluss über den breiten Bergkamm des Heidenbergs (420 m) und zum 35 Meter hohen Buchkammerfels, dessen Kammern den Herren der Burg Drachenfels einst als Gefängnis dienten. Hinab auf schmalen Pfaden und breiteren Wanderwegen in Richtung Drachenfelshütte.

03.11.2009
Autor: Sylvia Lischer
© outdoor
Ausgabe 12, 10/2009, 2009