Bergwanderung über die Kampenwand zum Geigelstein im Chiemgau

Die längste Tour in der Umgebung von Aschau führt über die Kampenwand bis nach Sachrang. Mit guter Kondition lässt sie sich in einem Tag bewältigen; entspannter geht sie jedoch als Zweitagestour.

Chiemgau, Deutschland Deutschland

Foto: Heiko Mandl
Länge 23,03 Kilometer
Dauer 11:05 Std.
Schwierigkeitsgrad medium
Höhenunterschied 1853 Meter
Höhenmeter absteigend 1726 Meter
Tiefster Punkt 612 m ü. M.
Höchster Punkt 1729 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch
Sehr abwechslungsreiche, aber lange Bergwanderung über 18 Kilometer. Die Wege sind gut befestigt, und die vielen Einkehrmöglichkeiten bieten ausreichend Möglichkeiten zur Rast und Stärkung.

Einkehr
Berggasthof Kampenwand (1470 m), Roßalm (1680 m), Priener Hütte (1410 m), Liftstüberl (1170 m)

Übernachtung
Berggasthof Kampenwand (1470 m, Tel. 08052/4543), Priener Hütte (1410 m, Tel. 08057/428), Liftstüberl (1170 m, Tel. 08052/2709)

Ausgangspunkt
Gemeindeparkplatz an den Prientalpassagen.

Beste Zeit
Dank der gut befestigten Wege kann man die Wanderung gut von Ende Mai bis Ende Oktober und sogar bis Anfang November unternehmen.

Karte
Freytag & Berndt, Wanderkarte 09 Chiemsee–Traunstein–Ruhpolding-Chiemgauer Alpen und Seen, 1:50000, 5,95 Euro

Buchtipp
Chiemgau: Die schönsten Alm- und Gipfelwanderungen, Heinrich Bauregger, Rother Wanderführer 2007, 125 Seiten, 13,30 Euro.

Info
Tourist-Info Aschau im Chiemgau
Kampenwandstraße 38
83229 Aschau i. Ch.
Tel. 08052/904937
E-Mail: info@aschau.de
www.aschau.de

Tourist-Info Sachrang
Dorfstraße 20
83229 Sachrang
Tel. 08057/378
E-Mail: info@sachrang.de
www.sachrang.de

outdoor-TIPP
Wer die Tour abkürzen will, der fährt bis zum Berggasthof Kampenwand mit der Kampenwandbahn (Zeitersparnis ca. 3 Stunden). Betriebszeiten unter:
www.kampenwand.de

Route
Die Tour beginnt in Aschau im Chiemgau. Zuerst folgt man der Route Nr. 200. Es geht von Hub aus, zum Teil steil bergauf, über die Gori-Alm Richtung Steinling-Alm. Der Weg geht in diesem Abschnitt zweimal über die Skipiste und an der Liftstation vorbei. Von der Steinling-Alm führt die gut ausgebaute Panoramatour nach Südwesten hinüber zur Bergstation der Kampenwandseilbahn. Von dort geht es weiter bergab Richtung Dalsenalm. Je weiter man sich von der Kampenwand entfernt, desto schmaler wird der Pfad. Nach etwa 1,5 Stunden führt der Weg an den Dalsenalmen vorbei. Sie liegen einige 100 m ostwärts unterhalb des Wegs. Über baumfreies Gelände geht es dann rund 2 Kilometer hinauf zum Weitlahnerkopf (1615 m). Die letzten Meter vor dem Gipfel sind mit Drahtseil gesichert und können bei nassem Wetter sehr glitschig sein. Weiter geht es auf leicht ansteigendem Weg Richtung Roßalm. Sie ist die höchstgelegene bewirtschaftete Alm in den bayrischen Alpen. Durch Latschenfelder geht es flach weiter Richtung Geigelsteingipfel (1813 m); die letzten Meter Richtung Gipfelkreuz sind wieder steiler.

Bergab geht es dann weiter über Wiesen Richtung Priener Hütte. Dem gut ausgebauten Almwirtschaftsweg folgt die Tour Richtung Tal, vorbei an den Abzweigungen zur Schreck- und zur Ackeralm. Bei den bewirtschafteten Talalmen biegt die Tour von der ausgebauten Route nach rechts ab und trifft direkt neben der Hütte auf den alten Geigelsteinweg. Von hier aus weiter talwärts. Später biegt der Weg mit der Nr. 20 an der Stelle, wo der 13er-Weg hereinkommt, nach links in den Wald und führt zum Zielpunkt Sachrang (738 m).

20.08.2010
Autor: Heiko Mandl
© outdoor
Ausgabe 08/2010