Porträt: Simon Rauch - der Fischer vom Ammersee

Bayern Porträt: Berufsfischer Simon Rauch

Foto: bayern.by / Jan Greune Bayern-Porträt Simon Rauch
Fast jeden Tag aufs Wasser: Simon Rauch liebt seinen Beruf. Im Rahmen des Bayern-Specials erzählt er uns über seinen Alltag als Berufsfischer am Ammersee.

Der Ammersee ist seine Heimat. Schon als Sechsjähriger fuhr Simon Rauch mit hinaus auf Bayerns drittgrößten See und half seinem Onkel beim Kontrollieren und Leeren der Netze. Das Geschäft mit Räucherei, das der Fischereimeister mit seiner Frau in Dießen am Ammersee betreibt, befindet sich seit 1594 im Besitz der Familie. Heute verkaufen sie dort täglich Saiblinge und Forellen, und je nach Saison kommen Ammersee-Spezialitäten wie Zander, Hecht, Aal und Renke hinzu. »Die Renke war lange Zeit der Brotfisch der Ammerseefischer«, sagt Rauch. In den letzten Jahren würden sich die Bestände allerdings aus ungeklärten Gründen verkleinern.

Auch wenn die Fischerei heute nicht mehr so ein gutes Einkommen wie zu seiner Jugend gewährleistet, liebt Simon Rauch den Beruf. »Fast jeden Tag die Seenatur erleben, zu jeder Jahreszeit, das ist schon etwas Besonderes«, sagt der 70-Jährige. Er wird die bis zu 1200 Meter langen Netze auslegen, so lange er es kann. Und so lange gibt es auch noch die leckeren Fischbrötchen aus seiner Fischerhütte gleich am Seeufer.

Zur Person:

Name: Simon Rauch
Tätigkeit: Berufsfischer am Ammersee
Info: fischerei-rauch.de

Zur Region Ammersee:

Der Ammersee liegt rund 40 Kilometer südwestlich von München. Outdoor-Fans können dort angeln, surfen, segeln, paddeln oder gemütlich durch das Naturschutzgebiet wandern. Eine beliebte Tour ist beispielsweise die Wanderung von Herrsching zum Kloster Andechs. Aber auch die anderen Orte am Ammersee - Dießen, Utting, Inning und Stegen - sind lohnenswerte Ziele. Der Ammersee gehört mit seinen 46,6 km² zu den zehn größten Seen Deutschlands:

12.04.2015
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Ausgabe /2015, 2015