Bayern: Land der Abenteuer und Eldorado für Outdoor-Sportler

Von Bikeparks, Hochseilgärten und Kajakkursen

Outdoor Bayern Sport
Foto: Bikepark Samerberg/CT Photos
Ob zu Lande, im Wasser oder in der Luft: Acht Tipps für alle, die draußen den Kick suchen.

Bikepark: Springen, Droppen, Steilkurven fahren: Diese fünf Parks bieten alles, was Biker wollen:

  1. 1. Samerberg - Zwanzig Kilometer südlich von Rosenheim geht es ab: Die Hauptstrecke am Samerberg bietet 2 Kilometer Freeride mit 18 Jumps, bis zu 20 Prozent Gefälle und einigen spannenden Alternativrouten. Info: bikepark-samerberg.de
  1. 2. Hindelang: Zwei Abfahrten mit einem Höhenunterschied von 520 Metern, dazu ein Parcours - insgesamt warten 9 Kilometer Fahrspaß im Bikepark Hindelang. Der schwarze Kurs ist nur für Spitzenleute! Info: bikepark-hindelang.de
  1. 3. Geißkopf: Das Bike-Mekka im Bayerischen Wald bietet zehn verschiedene Strecken, vom Kinder- und Trainingsparcours über Jumptrails bis zum »Evil Eye 2.0«: schmal, hoch und nur für nervenstarke Profis. Info: bikepark.net
  1. 4. Lenggries: Zehn Kilometer südlich von Bad Tölz locken im Bikepark Lenggries sieben Strecken mit viel Flow, darunter auch einige für Einsteiger. Eher für Könner: der Downhill mit Drops bis zu fünf Meter. Info: bikepark-lenggries.com
  1. 5. Ochsenkopf: Zwei Komma drei Kilometer Freeride: Am Ochsenkopf im Fichtelgebirge gibt es nur eine einzige Strecke, aber die fordert volle Konzentration. Perfekt: Fahrtechnisch schwierige Passagen kann man umfahren. Info: fichtlride.de

 

Outdoor Bayern Klettern
Foto: Wolfgang Ehn

Klettersteig

Steilvorlage ins Glück: In den Bayerischen Alpen entführen Eisenwege in die Vertikale.


Wer es hart mag, sollte den »Mauerläufer« probieren, Bayerns zur Zeit wohl schwierigsten Klettersteig. Vier Stunden lang führt er von der Bergstation der Alpspitzbahn durch die Nordwand des Bernadeinkopfs (2143 m), verlangt ständig Armkraft und bietet nur wenig Ruhepunkte. Der Blick hinunter taugt nur für Schwindelfreie, eine Seilleiter und eine Seilbrücke sorgen für zusätzlichen Nervenkitzel. Etwas leichter fällt da schon ein Klassiker unter Bayerns Klettersteigen, der legendäre »Hindelanger« am Nebelhorn bei Oberstdorf. Auch er fordert Kondition, ist aber weniger steil und bietet immer wieder auch zahmere Passagen.

Infos: Geführte Touren auf dem Hindelanger Klettersteig zum Beispiel auf bergschulen.de

 

Outdoor Bayern Hochseilgarten
Foto: Wolfgang Ehn

Hochseilgarten

Es gibt Fallen, in die man gerne tappt. Jedenfalls, wenn sie so viel Spaß machen wie die Bärenfalle.

Sechzehn Parcours, auf denen man mit bis zu fünfzehn Meter Luft unter den Füßen Hindernisse überwindet und sogar Sprünge wagt – die Bärenfalle ist Bayerns größter Hochseilgarten. Vorkenntnisse benötigen die Gäste nicht, nur ein wenig Mut und eine offenes Ohr bei der Sicherheitseinweisung. Neuester Höhepunkt: der Flying- Fox-Parcours »Fliegender Bär«, bei dem man in Höhen bis zu zwanzig Meter sieben Strecken an der Seilrutsche hinabsaust. Verborgen in der Bergwelt am Alpsee zwischen Oberstaufen und Immenstadt, eignet sich die Bärenfalle aber auch sehr gut als Startort für viele Wanderungen und Bergtouren.

Infos: zu Anreise, Öffnungszeiten und Familienangeboten unter kletterwald-baerenfalle.de

 

Outdoor Bayern Sandboard Sport
Foto: Stadt Hirschau /SRT

Sandboard

Der Monte Kaolino ist ein guter Tipp für alle, die auch im Sommer Bretterspaß haben wollen.

Knapp zwei Kilometer von der Stadt Hirschau in der Oberpfalz erhebt sich 120 Meter hoch der Monte Kaolino: 35 Millionen Tonnen feinster Quarzsand, übrig geblieben vom Kaolinabbau in der Region. In den 1950ern richtete die Stadt einen Freizeitpark am Monte Kaolino ein, unter anderem mit einem Dünenbad, einem Hochseilgarten und einer Sommerrodelbahn. Und: einer 35 Grad steilen Abfahrtsstrecke, auf der sogar die Deutschen Meisterschaften im Sandski und Sandboardfahren ausgetragen werden. Doch auch Freizeitfahrer lieben den Kaolino. Und wie es sich für ein Skigebiet gehört, geht es hinauf mit der Seilbahn.

Infos: zum Angebot des Freizeitparks und seinen Veranstaltungen auf montekaolino.eu

 

Outdoor Bayern Kannu fahren
Foto: Jens Klatt

Kanufahren

Die Loisach bei Garmisch ist der perfekte Bach für Wildwasserfans.

Sie umfließt die Zugspitze im Nordwesten, die Loisach. Kanufahrer schätzen vor allem den Abschnitt durch die Griesenschlucht kurz vor Garmisch-Partenkirchen, denn das Gefälle liegt hier bei sportlichen zwölf Prozent. Neulinge im Boot müssen aber erst einmal kleinere Brötchen backen und einen Kurs belegen. Die Wildwasserschule Garmisch-Partenkirchen bietet Schnuppertage auf der Strecke zwischen Garmisch-Gröben und Farchant an, wo die Loisach sich etwas ruhiger zeigt. Nach zwei Stunden Materialkunde und Paddeltechnik geht es nachmittags los: die ersten fünf Kilometer echtes Wildwasser!

Infos: zur Wildwasserschule Garmisch- Partenkirchen unter ww-gap.com

 

Outdoor Bayern Sommerrodeln
Foto: Alpsee Bergwelt/Nicolas Galauch

Rodeln

Der Alpsee Coaster fährt bei jedem Wetter. Das Tempo bestimmt man selbst.

Zwischen fünf und zehn Minuten dauert die Abfahrt mit dem Alpsee Coaster, Deutschlands längster Ganzjahresrodelbahn. Auf dem Weg liegen achtundsechzig Kurven, dreiundzwanzig Wellen, sieben Sprünge und vier Brücken. Das maximale Gefälle der drei Kilometer langen Strecke liegt bei knapp dreißig Prozent. Ganz Mutige fahren sie mit bis zu vierzig Stundenkilometern, wer es langsamer mag, bedient die beiden Bremshebel. Im Winter montiert der Betreiber Schutzhauben aus Plexiglas auf die Rodel. Man findet den Coaster in der Alpsee-Bergwelt zwischen Immenstadt und Oberstaufen an der Alpenquerstraße B 308.

Infos: Details zum Alpsee Coaster unter alpsee-bergwelt.de

 

Outdoor Bayern Paragliding
Foto: Wolfgang Ehn

Paragliding

Gehen Sie mal so richtig in die Luft! Am besten zu zweit am Tegelberg.

Gut 1800 Meter hoch ist der Tegelberg, zu seinen Füßen liegen das Alpenvorland und Schloss Neuschwanstein. Wer sie aus einer ungewöhnlichen Perspektive erleben will, der sollte einen Tandemflug vom Tegelberg mit dem Gleitschirm buchen. Bequem wie in einem Sessel schwebt man hoch über den Dingen, gesteuert von einem erfahrenen Piloten. Bei guter Thermik kann der Flug über eine halbe Stunde dauern, der Blick reicht bis zu den Eisriesen der Ötztaler Alpen. Dem Schloss Neuschwanstein schaut man in den Innenhof, wo geduldig die Besucher warten. Von oben werden sie das Schloss nicht sehen.

Infos: Anfragen und Anmeldung für Tandemflüge am Tegelberg unter abschweb.net

 

Outdoor Bayern Klettern
Foto: Chiemsee-Alpenland Tourismus

Klettern

Aus eigener Kraft eine Wand bezwingen: Nach einem Schnupperkurs mit Blick auf den Chiemsee sitzen die Basics.

Noch ein Mal tief durchatmen, eine letzte Kontrolle, ob das Seil sicher mit dem Gurt verbunden ist, dann die Hände an den Fels legen. Kühl fühlt er sich an, fest, irgendwie vertraut. Erst zaghaft, dann immer selbstverständlicher finden die Fußspitzen Halt auf kleinen Vorsprüngen, suchen die Hände den nächsten Griff. Und dabei geht’s immer in eine Richtung: nach oben! Beim Schnupperklettern auf den Bergen der Region erleben Besucher die Region Chiemsee- Alpenland aus der Vertikalen heraus. Unter der Anleitung eines staatlich geprüften Bergführers tasten sich Kletterneulinge Stück für Stück an einen Sport heran, der Körper wie Geist fordert. In einer kleinen Gruppe mit bis zu vier Personen lernen die Teilnehmer einen Tag lang die notwendigen Kommandos und außerdem Sicherungsmittel wie Klemmkeile und Friends kennen. Und jetzt nichts wie ran an den Fels! Denn an diesem Tag steht nicht eine ausgefeilte Technik im Vordergrund, sondern vor allem eins: der Spaß am Klettern. Den erlebt übrigens auch, wer auf einer der 1000 Kletterrouten der Region hoch hinaus will.

Infos und Buchung: Kletterkurse in der gesamten Region bucht man ganz einfach unter: chiemsee-alpenland.de

Mehr Informationen:

Noch mehr Kicks auf: bayern-einfach-anders.de

12.04.2015
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Ausgabe /2015, 2015