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Manaslu-Region
10.06.2005
Der Manaslu-Trek im Norden Nepals hat eine Ausstattung, die kein Hotelzimmer der Welt bietet. Die Aussicht wechselt täglich, der Roomservice ist mobil. Michael Kern hat eingecheckt.
Der Trek führt in das weitgehend und lange Zeit gesperrte Gebiet nördlich der alten Königsstadt Gorkha. Die Gegend ist relativ dünn besiedelt und von ursprünglicher bäuerlicher Kultur geprägt. Ohne Tross und Führer von einer anerkannten Trekkingagentur lassen die Behörden aus gutem Grund keine Touristen in das Gebiet hinein: Die Infrastruktur ist dafür nicht geeignet. Die Länge des Treks beträgt etwa 240 Kilometer, bis auf wenige Passagen (die es dann aber in sich haben) ist der Weg relativ einfach zu begehen.
Anreise:http://Es gibt nur wenige Direktflüge von Deutschland nach Kathmandu. Die meisten Fluggesellschaften operieren mit einem Zwischenstopp auf der arabischen Halbinsel, Kosten etwa 700 – 800 Euro.
Politische Lage:
Die politische Lage in Nepal ist wirr und ändert sich laufend. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass Reisen nach Nepal »besonderen Unwägbarkeiten ausgesetzt sind«. Jüngst erst hat König Birendra die Regierung aufgelöst und den Ausnahmezustand verkünden lassen. Die aufständischen Maoisten haben mit einer zeitlich unbegrenzten Transportblockade geantwortet, die das Reisen auf dem Landweg mit einem gewissen Risiko behaftet. Ausgebrannte Busse, wie sie oft zu sehen sind, sprechen eine deutliche Sprache. Touristen waren bislang nicht Ziel der Maoisten. www.auswaertiges-amt.de.
März bis Juni sowie September bis November.
Agenturen: In Kathmandu wimmelt es nur so von Trekking-Agenturen. Es ist empfehlenswert, sich an eines der renommierteren Unternehmen zu halten (zum Beispiel Thamserku- oder Asian-Trekking). Eine der wenigen deutschen Adressen ist Himalaya Fair Trekking (Seitnerstr. 22a, 82049 Pullach im Isartal, Tel.: 0 89/60 06 00 00). Zu empfehlen ist auf jeden Fall auch der Expeditionsveranstalter Amical Alpin (Jeichelweg 50, 77830 Bühlertal, Tel.: 0 72 23/91 17 86), der den Manaslu-Trek zwar nicht mehr im Programm führt, alle nötigen Schritte für eine »Sondergruppe« aber gern in die Wege leitet. Inklusive Flug muss man mit 2250 Euro pro Person rechnen.
Einreise/Visum:Für die Einreise nach Nepal ist ein Visum erforderlich, das direkt am Flughafen bei der Einreise erhältlich ist. Man zahlt
Ausrüstung:Mitgebracht werden müssen Daunenjacke, Mütze, Handschuhe sowie Schlafsack, Medikamente und zumindest eine leichte Extra-Isomatte. Die vor Ort gestellten Matten sind nicht gerade Isolationswunder. Zelte, Küchenmannschaft und Verpflegung stellt die Agentur.
Verpflegung:Wird mitgeführt und richtet sich stark nach dem Können des jeweiligen Kochs. Standard sind normalerweise reichliches Frühstück mit allen Schrecken der englischen Cuisine. Zum Mittagessen gibt es ein ordentliches Lunch und abends ein reichhaltiges Dinner mit mehreren Gängen.
Gefahren:
Auch wenn das Trinkwasser stets desinfiziert ist: Mit der Hygiene ist es in Nepal allgemein nicht weit her, mit Durchfall muss gerechnet werden. Nicht zu spaßen ist zudem mit der Höhenkrankheit. Kopfschmerzen und Übelkeit künden zu große Höhe an; Gleichgewichtsstörungen und rasselnder Atem sind Symptome, die sofortigen Abstieg – und sei es im Schein der Taschenlampe – unumgänglich machen.
im Zelt
Transport vor Ort:Zumeist fährt die gesamte Gruppe ab Kathmandu mit agentureigenem oder gechartertem Bus zum Startpunkt und wird am Endpunkt ebenso wieder abgeholt.
Bücher:In den Shops von Kathmandu gibt es vereinzelt englische Literatur zum Manaslu-Trek. Deutschsprachige Bücher sind zur Zeit vergriffen.
Karten:In Kathmandu erhältlich: Manaslu-Karten von »Nepa Maps« im Maßstab 1 : 110000 und von »Shangri-La Maps« im Maßstab 1 : 120000.
weitere Infos:Königlich Nepalesische Botschaft, Guerickestraße 276, 10587 Berlin, Tel. 0 30/34 35 99 20 22, Fax -20 06.Deutsche Botschaft Kathmandu, Kingsway, Gyaneshwar, P.O. Box 226,
Tel. 00 97 7/1 41 27 86,
Fax 00 97 7/1 41 68 99.
Infos im Netz: www.nepal.de,
www.travel-nepal.com.
Geld: Landeswährung ist die nepalesische Rupie (1 Euro sind etwa 100 Rupien).
10.06.2005
© Outdoor 05/2005
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