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Grand Canyon
19.07.2002
Der Grand Canyon zählt zu den größten geographischen Wundern unserer Erde. Auf dem Tonto Trail lernt man ihn aus nächster Nähe kennen. Folgen Sie Hans Schinabeck auf seinem Weg durch die Schlucht der Schluchten.
Der Tonto Trail führt rund 150 Kilometer auf dem Tonto Plateau am South Rim des Grand Canyon entlang.
Anreise:http://Die nächsten internationalen Flughäfen sind Las Vegas und Phoenix. Von dort aus Flüge zum Grand Canyon. Für die eigene Anfahrt gibt es Mietwagen direkt am Flughafen. Außerdem: von beiden Städten aus fahren Busse nach Flagstaff. Von dort organisiert die Navajo Hopi Line tägliche Busverbindungen zum Grand Canyon Village.
Beste Reisezeit:Vor Ort herrscht ein wüstenähnliches Klima, weshalb man nur im Frühjahr oder Herbst wandern sollte. Nach der Schneeschmelze findet man in den Seitentälern Wasser, die Temperaturen sind noch angenehm. Im Spätherbst ist die Wassersituation schwieriger. Im Sommer liegen die Temperaturen auf dem Plateau oft bei 40 Grad. Der Weg bietet keinen Schatten, zudem sind alle saisonalen Wasserlöcher trocken. Ein gefährliches Unternehmen, auf das sich nur wüstenerfahrene Wanderer einlassen sollten. Gehen Sie kein Risiko ein und befolgen Sie die Ratschläge der Ranger, sie kennen die Umstände und wissen, wovon sie reden. Es gibt jedes Jahr mehrere Unfälle mit tödlichem Ausgang.
Ausrüstung:Feste Wanderstiefel sind unentbehrlich. Im Frühjahr bringen Wetterumschwünge oft Regen, Hagel und Schnee. Daher ist sowohl kurze und lange Bekleidung sowie Regenbekleidung notwendig. Dazu braucht man Zelt, Schlafsack, Isomatte, Kocher, Brennstoff, Wassersack und Wasserfilter/Micropur.
Geld/Telefon:Mit Kreditkarten kann man fast überall bezahlen, Reiseschecks wie Bargeld benutzen. Umtausch von Euro ist eigentlich nur an internationalen Flughäfen möglich, der Kurs ist schlecht, und die Gebühren sind hoch. Am besten tauscht man bereits in Deutschland.
Am günstigsten telefoniert man mit »prepaid phone cards«, die für 5 US$, 10 US$ oder 20 US$ angeboten werden. Die Ländervorwahl nach Deutschland ist meistens 01149 oder entsprechend den Anweisungen des Operators nur 49. Nach dem Gespräch werden die Einheiten vom Betrag abgezogen. Die einzelnen Gesellschaften haben verschiedene versteckte Gebühren eingebaut, daher erst das Kleingedruckte auf der Karte lesen. Mit den Telefonkarten kann man den leidlichen Zirkus mit den Münzen leicht umgehen.
Trinkwasser:Die Wasserversorgung ist ein wichtiges Kriterium bei Touren im Canyon. Trinkwasser gibt es ganzjährig nur auf dem Bright Angel Trail bei Indian Garden und an der Phantom Ranch. Ansonsten muss sich jeder selbst mit Trinkwasser aus Wasserläufen/Wasserlöchern versorgen. Die Ranger raten zum Abkochen des Wassers.
Verpflegung:Die Verpflegung muss komplett mitgeführt werden. Unterwegs keine Versorgungsmöglichkeiten. Sowohl im Grand Canyon Village als auch in Tusayan gibt es einen Supermarkt.
Übernachtung:Im Park: Im Village mehrere Logdes, die Zimmer oder Cabins von ca. 50 US$ bis 300 US$/DZ anbieten. Reservierungen unter AmFac Parks & Resorts, 14001 E. Illiff, Ste. 600, Aurora, CO 80014, Tel. 001/303/297/ 2757, Fax 3175. Infos: www.grandcanyonlodges.com.
Außerdem gibt es den Mather Campground. Reservierungen unter www.reservations.nps.gov oder unter Biospheric, Tel. 1/8000/365/ 2267, außerhalb der USA unter Tel. 301/722/1257.
Außerhalb des Parks: Im kleinen Ort Tusayan, etwa 11 km südlich des Parks, gibt es Motels und einen Campground.
Während der Hauptsaison von Mitte März bis Mitte Oktober, sind die Trailsheads verschiedener Wanderwege mit Bussen zu erreichen. Der Bus bietet sich als Fortbewegungsmittel an, da er meist alle wichtigen Touristenpunkte anfährt. Infos und Kontakte zu privaten Transportmöglichkeiten zu anderen Ausgangspunkten wie South Bass, Grandview, New Hance oder Tanner Trail, erhält man bei den Rangern im Backcountry Office. Für eine Fahrt zum South Bass Trailhead muss man im Durchschnitt mit 125 US$ rechnen.
Karten:Grand Canyon Trails, Johann Schinabeck, Conrad Stein Verlag, 1997, 123 S., 22 DM. Handlicher Wanderführer mit vielen Infos. Tipps zur Tourenvorbereitung, mit mehrere Routenvorschlägen.
Official guide to Hiking the Grand Canyon, Scott Thybony, 1997, 68 S., 11,95 US$,. Kurze Trailbeschreibung mit topographischem Kartenausschnitt und Höhenprofil (engl.).
Hiking the Grand Canyon, John Annerino, Sierra Club Books 1993, 313 S, 15US$, englisch mit Übersichtskarte. Informationen und Trailbeschreibungen.
Grand Canyon National Park, Maßstab 1:73 530, topographische Karte, wasser- und reißfest, 19,80 DM. Topographische Karten, Maßstab 1:24 000, U.S.G.S. (United States Geological Survey), Auswahl nach einem Schnittplan für die jeweilige Wanderregion.
Die Eintrittsgebühr für den Park liegt bei 20 US$ für Privatautos. Wer mit dem Bus oder mit dem Fahrrad anreist, zahlt 10 US$ für 7 Tage. Der Südrand des Grand Canyon ist das ganze Jahr geöffnet, während der Nordrand je nach Schneelage meist von Mitte Oktober bis Mitte Mai geschlossen bleibt. Umfangreiche Infos und viele Internet-Links findet man unter www.thecanyon.com. Dort außerdem Adressen von Rafting-, Trekkingveranstaltern, usw. Im Visitor Center im Village gibt es detaillierte Informationen über den Canyon, Busverbindungen, Aktivitäten, Wetter und vieles andere, aus erster Hand.
Permits::Für Permits ist das Backcountry Office in der Nähe der Maswik Lodge verantwortlich. Jede Wanderung ins Backcountry mit Übernachtung kostet 10 US$ für die Wandererlaubnis plus 5 US$ Übernachtungsgebühr pro Nacht. Man kann das Permit im Voraus im Internet beantragen (www.thecanyon.com/ nps/backcountry.) Telefonische Auskunft unter 520/ 638/7875. Die andere Möglichkeit sind last minute permits vor Ort. Allerdings kann es passieren, dass schon alle Permits für die gewünschte Tour vergeben sind.
19.07.2002
© Outdoor Ausgabe 03/2001
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