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Tourenski Ausrüstung im Check
Voll auf Touren - alle Tipps für Skitouren
Neue Ski und leichtes Equipment versprechen ungeahnte Tourenfreuden – im Anstieg wie auch bei der Abfahrt. Ob‘s stimmt, hat das Testteam ausprobiert.
Es ist später Nachmittag, und die Sonne reflektiert auf dem Firn. Der Anstieg wird mit jeder Runde zäher, die Beine müder, der Hals trockener, und der Brustkorb hebt und senkt sich im schnellen Rhythmus. »So ein Tourenski-Test ist kein Zuckerschlecken«, murmelt Christoph und stapft weiter. Kein Wunder, nach drei Tagen hier auf dem Kaunertaler Gletscher rauchen selbst den Konditionstieren unter den Fahrern am Ende des Tages die Oberschenkel. Die Erlösung ist nahe. Es geht über eine kleine Kuppe in die schattige Nordflanke.
Man meint, aus den Tropen schlagartig in die Arktis versetzt worden zu sein, so stark ist der Temperaturwechsel. Hier endet der Anstieg des Testparcours, und die Abfahrt beginnt. Denn im Schatten warten immer noch schön gruppierte Hänge mit jungfräulichem Neuschnee – perfekt für die Testfahrer, um sich auf den Ski einzustimmen. Dann wechselt das Geläuf in ein ruppiges, windverpresstes Stück, das hohe Ansprüche an das Fahrkönnen, aber auch an die Laufruhe des Ski stellt. Zum Abschluss geht‘s hinunter durch eine harte Steilrinne in Richtung Piste, hier sind erstklassiger Kantengriff und ein präzises Steuerverhalten gefordert. »Auf dieser Runde spürt man ganz genau, wo die Stärken und Schwächen der einzelnen Modelle liegen und, vor allem, für welchen Tourengeher-Typ sie am besten geeignet sind«, erklärt Testroutinier Michael Knab.
Denn Tourengeher ist nicht gleich Tourengeher. Während der eine gerne ausgedehnte Skidurchquerungen unternimmt und zum Beispiel über die Haute Route von Chamonix nach Zermatt gehen möchte, betrachtet ein anderer das Tourengehen eher als Fitnesstraining und stürmt entlang der Pisten im Sauseschritt nach oben. Wieder andere sehen Anstiege eher als Pflicht, um sich mit Freude in eine lange Tiefschneeabfahrt stürzen zu können.
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