Test: Stirnlampen 2016

Stirnlampen im Test: Batterie vs. Akku


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Stirnlampen Test 2016
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Stirnlampen Test 2016
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Stirnlampen Test 2016
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Stirnlampen Test 2016
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Stirnlampen Test 2016
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Stirnlampen verlängern den Tag um viele Stunden – wenn sie hell und lange genug leuchten. Welche das schaffen, klärt der Test von je fünf Akku- und Batterie-Stirnlampen.
Zu den getesteten Produkten
  • Hier finden Sie die beste Stirnlampe 2016.
  • Wir haben 10 Stirnlampen zwischen 35 und 95 Euro getestet
  • Im Testfeld haben wir sowohl Akku-Stinlampen, als auch Batteriebetriebene Stirnlampen gehabt.
  • Bis auf ein Modell konnten alle Testgeräte überzeugen. Klare Kaufempfehlung gibt es für das Modell von Princetontec.
Stirnlampe / Link zum Testbericht Preis Testurteil
Petzl Tikka XP (Batterie, Testsieger) 50 Euro Überragend
Petzl Reactik+ (Akku, Testsieger) 95Euro Überragend
Black Diamond Spot (Batterie) 45 Euro Sehr gut
Beal FF 210 (Akku) 80 Euro Sehr gut
Black Diamond Revolt (Akku) 70 Euro Sehr gut
Princetontec Sync (Batterie, Kauftipp) 30 Euro Gut
Silva Active XT (Batterie) 50 Euro Gut
Edelrid Tauri (Akku) 60 Euro Gut
LED-Lenser SEO 7R (Akku) 95 Euro Gut
Mammut T-Trail (Batterie) 35 Euro Befriedigend
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Bei den Batterie-Stirnlampen gelingt das nur der Black Diamond Spot und der Petzl Tikka XP richtig gut, der Mammut T-Trail hingegen weniger: Sie erzeugt einen schmalen, mäßig hellen Querstreifen, der weder den Fußraum erhellt, noch weiter als 40 Meter scheint. Deutlich besser schneiden die wiederaufladbaren Stirnlampen ab. Die meisten bohren über 100 Meter tiefe Löcher ins Dunkle – ohne den Nahbereich auszulassen. Das gilt vor allem für Petzl Reactik+ und Edelrid Tauri. Das scharf abgegrenzte Licht der LED-Lenser SEO 7R strahlt zwar enorm weit, lässt aber die Augen durch die harte Hell-dunkel-Grenze rascher ermüden.

Leuchtdauer der getesteten Stirnlampen

Doch nutzt der schönste Schein wenig, wenn er bald erlischt, was bei fast allen batteriebetriebenen Stirnlampen nach sechs Stunden Dauerfeuer passiert. Nur mit der Petzl Tikka XP lässt sich eine Nacht durchwandern – obwohl sie in den ersten Stunden am hellsten brennt. Auch die Akku-Stirnlampen schaffen hier sechs Stunden – die Black Diamond Revolt und Petzl Reactik+ kommen sogar auf zwölf – strahlt davor aber deutlich kräftiger als die Batteriegruppe.

 

Maximale Leuchtweite Batterie-Stirnlampen
Foto: outdoor

Damit man nicht plötzlich im Dunkeln steht, warnen alle getesteten Stirnlampen außer der günstigen Princetontec Sync mittels rot leuchtender LED vor dem drohenden Aus. Bei der Petzl Reactik+ lassen sich Akkustand und Restlaufzeit außerdem live auf dem Smartphone anzeigen – eine (abschaltbare) Bluetooth-Verbindung macht‘s möglich. Reicht einem die verbleibende Leuchtzeit nicht, kann man sie minutengenau vorgeben, woraufhin die Stirnlampe ihre Leistung anpasst. Damit nicht genug, regelt ein Sensor die Ausleuchtung in Abhängigkeit von Umgebungshelligkeit und Distanz zum anvisierten Objekt selbst – eine praktische Sache, denn so verbraucht die Petzl Reactik+ immer nur so viel Strom wie nötig. Außerdem wird man – etwa beim kurzen Blick auf die Uhr oder Karte – nicht geblendet.

Auch die LED-Lenser SEO 7R bietet einen Sensormodus – der jedoch träge reagiert. Nutzen muss man ihn nicht, denn bei allen Prüflingen lässt sich die Helligkeit (auch) per Hand regeln: entweder über zwei bis vier Leuchtmodi oder, wie bei den beiden Black Diamond Stirnlampen und der LED-Lenser SEO 7R, über einen stufenlosen Dimmer.

Vor allem auf Mehrtagestouren lohnt es sich, Strom zu sparen und deshalb die Leistung zu drosseln, etwa auf einfachen Wegen, beim Zeltaufbau oder Lesen. Dann können bei allen Stirnlampen (außer Edelrid und LED- Lenser) selbst auf Zehntagestouren Ersatzbatterien oder Powerbanks zu Hause bleiben.

 

Maximale Leuchtweite Akku-Stirnlampen
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Testfazit & Ergebnisse

Unterm Strich überzeugen bis auf Mammut alle Stirnlampen in unserem Test 2016, auch die günstige Princetontec Sync – die für Wander- und Trekkingtouren völlig ausreicht. Kaum teurer, aber noch vielseitiger und heller sind die Batterie-Stirnlampen von Black Diamond und Petzl, die sich sogar zum Joggen eignen.

Bei den Akku-Leuchten überstrahlt die innovative, aber auch teure Petzl Reactik+ alle anderen Kandidaten um Längen. Als günstige Alternativen bieten sich Beal FF210 und Black Diamond Revolt an, die ebenfalls eine klasse Leistung zeigen – und das bei vielen Outdoor-Aktivitäten.


Die getesteten Stirnlampen 2016:

07.12.2016
Autor: Boris Gnielka
© outdoor
Ausgabe 12/2016