Skitest: Die besten Tourenski, Bindungen und Boots für den Winter 2014/2015

30 Tourenski, 8 Tourenbindungen und 9 Touren-Boots im Test


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Tourenski Skitouren Test
Foto: Ben Wiesenfarth

 

planetSNOW Tourenski Test Atomic Aspect
Foto: Atomic

 

planetSNOW Tourenski Test Atomic Descender
Foto: Atomic

 

planetSNOW Tourenski Test Black Diamond Carbon Aspect
Foto: Black Diamond

 

planetSNOW Tourenski Test Black Diamond Carbon Convert
Foto: Black Diamond
Immer breiter, immer leichter - das Angebot im Touren-Ski-Segment ist bunt wie nie zuvor. Wir haben die neuen Ski für Sie ausprobiert und verraten, welche zu Ihnen passen.
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"Das sind alles Tourenski?“ Testfahrer Christian Knab schüttelt verwundert den Kopf angesichts des bunten Ski-Spaliers, das sich im Testkeller aufreiht. Mal superbreit, mal wild aufgebogen, sind manche Modelle auf den ersten Blick nur an der montierten Aufstiegsbindung eindeutig der Tourenkategorie zuzuordnen. Einheitsbrei sieht wahrlich anders aus – und das beschränkt sich nicht nur auf die Ski, sondern schließt auch Schuhe und Touren-Bindungen mit ein.

Die Neuheitenflut bringt den Vorteil, dass es nun für jeden Tourengeher-Typ maßgeschneiderte Ausrüstung gibt – vom Leichtequipment für Bergstürmer bis hin zu Powdertools für Tiefschneefans.

Bei den Ski sind vor allem drei Faktoren maßgeblich: Breite, Gewicht und Rocker-Technologie. Um zu erfahren, wie sich gerade diese drei Punkte auf Fahreigenschaften und den Einsatzbereich auswirken, testeten die Redaktionen von planetSNOW, outdoor und klettern 30 Skimodelle in den Bergen rund um Obergurgl auf ihre Aufstiegs- und Abfahrtsperformance.

Mittlerweile voll etabliert hat sich die Rocker-Technologie. Sie stellt erst einmal nichts anderes dar als eine Skiaufbiegung, die sich weit von der Schaufel weit in Richtung Bindung zieht. Der Effekt ist enorm. Durch die Aufbiegung fahren sich Rocker-Ski im Gelände deutlich einfacher – speziell wenn die Verhältnisse anspruchsvoll sind. Black Diamond oder Völkl mit dem Nunataq gehen sogar noch einen Schritt weiter und ziehen den Ski auch hinter der Bindung in Richtung Heck hoch. "Full-Rocker" nennt sich das Ganze und macht die recht üppigen Freeride-Tourer im Gelände noch drehfreudiger.

Breitere Tourenski
Ein weiterer Fahrspaßgarant sind auch die deutlich gewachsenen Breiten der Tourenski. Ähnelten Tourenskimodelle noch vor ein paar Jahren eher ausgewachsenen Zahnstochern, so besitzen moderne allroundtaugliche Tourenski eine Mittenbreite von 82 bis 89 Millimeter unter der Bindung. Freeride-Tourer treiben es auf die Spitze und sind teilweise mit mehr als zehn Zentimetern unter der Bindung unterwegs. Das bringt Auftrieb in der Abfahrt und vermittelt Schwebegefühle.

Tourenski werden leichter
Das Gewicht der Tourenski fällt dagegen immer geringer aus. So wiegen zum Beispiel der Elan Alaska Pro und der Hagan Y-Drive nur 2300 Gramm pro Paar – ohne Einbußen in den Fahreigenschaften, wie sie bei reinrassigen Racemodellen auftreten. Ja sogar breite Freeride-Tourer wie der Black Diamond Convert Carbon knacken mittlerweile die 3000-Gramm-Marke. Kombiniert mit einer leichten Pinbindung und einem modernen Tourenschuh, lässt sich so ein Set zusammenstellen, das den Skitourenspaß auf ein ganz neues Level hebt. Vorausgesetzt, man weiß genau, was man draußen im Gelände unternehmen möchte.

Fotostrecke: Touren-Boots & Skistiefel (Modelljahr 2015)

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Skitouren Tourenski Boots Tourenboots Black Diamond Foto: Black Diamond
Skitouren Tourenski Boots Tourenboots Dynafit Foto: Dynafit
Skitouren Tourenski Boots Tourenboots Fischer Foto: Fischer

Auf den Einsatzbereich kommt es an

Denn im Einsatzbereich unterscheiden sich die Testmodelle gewaltig voneinander. So überzeugt zum Beispiel der Hagan Y-Drive aufstiegsorientierte Tourer, die auch vor langen Anstiegen nicht zurückschrecken. Allroundtourer, die einen vielseitigen Ski suchen, sollten dagegen zu einem Atomic Aspect, Blizzard Discovery, Völkl Inuk, Kästle TX 82 oder dem neuen K2 Way- back greifen. Diese Ski vereinen guten Aufstiegskomfort mit ausgewogenen Abfahrtseigenschaften. Wer echtes Surffeeling genießen möchte, greift zum Black Diamond Convert Carbon oder dem Kästle TX 97. Beide bieten einen Abfahrtsspaß, der echten Freeridern nicht nachsteht – bei akzeptablem Gewicht.

Ein ganz anderes Konzept verfolgt der Stöckli Stormrider Vario. Der Ski überzeugt mit guten Toureneigenschaften, zählt jedoch nicht zu den leichtesten. Dafür punktet er auf der Piste mit einer Carving-Performance, die einen Zweitski obsolet macht – eine weitere neue Facette im Reich der Tourenski. Mehr Infos zu den Testmodellen finden Sie in den Testberichten der jeweiligen Tourenski.


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Die Ski im Test:

21.10.2014
© outdoor
Ausgabe 12/2014