Kocher im Test 2013: Gaskocher zwischen 30 und 100 Euro

Gaskocher im Test 2013


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Gaskocher im Test
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Klein, leicht und unkompliziert: Gaskocher sind des Outdoorers erste Wahl. Welches Modell ist das beste? 10 Gaskocher im Test.
Vergleichbare Produkte im Test

Ob ein schneller Kaffee für zwischendurch, die heiße Suppe zur Mittagsrast oder ein kreatives Frischluft-Menü zum Sonnenuntergang - mit einem guten Outdoor-Kocher gelingt das alles im Handumdrehen. Gaskocher sind hier erste Wahl, denn sie brennen, ohne zu stinken, wiegen wenig, lassen sich klitzeklein verpacken, kosten nicht die Welt und sind kinderleicht bedienbar: an die Kartusche docken, aufdrehen, anzünden - fertig.

Doch vor dem Brutzelspaß muss man sich entscheiden: Welcher Gaskocher soll es sein? Ein extrem leichter Kompaktbrenner, der direkt auf die Kartusche geschraubt wird, oder ein standfester Gaskocher, der über eine flexible Leitung an den Gastank dockt und auch große Suppentöpfe sicher trägt?

outdoor hat sechs Kompakt- und vier Standkocher auf Verbrauch, Leistung, Stabilität und Einsatzbreite getestet und klärt, welcher der richtige Gaskocher für Sie ist.

 

Gaskocher im Test
Foto: Hersteller Testsieger bei den Kompaktkochern: der Soto Micro Regular Stove (95 Euro).

Wahre Kraftpakete: Kompaktkocher zum Aufschrauben

Kompaktkocher gelten als Einstiegsdroge in die Welt der mobilen Outdoor-Küche. Das liegt zum einen am günstigen Preis - ab 35 Euro beginnt das Kochvergnügen. Zum anderen am kleinen Packmaß und Gewicht: Zwischen 69 und 112 Gramm wiegen die sechs Modelle im Test, sie alle passen zusammengeklappt in eine Tasse, fallen also selbst im Tagesrucksack kaum auf. Der Optimus Crux verschwindet sogar im konkav gewölbten Kartuschenboden - ein klappbarer Brennerkopf und ein Klemmtäschchen machen‘s möglich. Diesen Minimalismus können sich die Kocher nur leisten, weil sie die Kartusche als Standfuß nutzen. Das führt jedoch zu einem hohen Schwerpunkt und fordert eine ruhige Hand beim Rühren im Topf, will man seine Suppe nicht von der Wiese schlürfen. Aufpassen muss man vor allem bei den instabilen Topfauflagen des Optimus Crux und MSR Micro Rocket, die schon mit 2-Liter-Töpfen bedrohlich wackeln. Anders Coleman F1 Spirit und Edelrid Kiro Ti, die im Test selbst 3-Liter-Pötte souverän tragen. Der Edelrid punktet zudem mit einem angenehm langen Flammenregler und exakter Regulierung.

Gaskocher im Praxistest: Mit Thermometer und Stoppuhr

Die wahre Größe eines Kochers zeigt sich erst bei Brennleistung und Gasverbrauch. Um beides zu ermitteln, mussten die Kocher einen Liter Wasser von 14 °C zum Kochen bringen. Und zwar sowohl mit voller, warmer, als auch mit halbleerer, –18 °C kalter Kartusche. Letzteresm simuliert nicht nur den Wintereinsatz, sondern auch lange Kochsessions: Im Betrieb kühlen Gaskartuschen ab, was zu geringem Gasdruck und somit reduzierter Brennleistung führt. Während die meisten Testmodelle mit Eiskartusche fast doppelt so lange brauchen wie mit warmer (statt 4 bis 5 Minuten 9 bis 10), bleibt der Soto Micro Regular davon fast unbeeindruckt und braucht statt 4,5 gut 6 Minuten. Auch beim Verbrauch liegt er vorne, kostet aber auch 95 Euro. Wem das zu viel ist, der greift zum Edelrid – für 45 Euro.

 

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Foto: Hersteller Testsieger bei den Gaskochern mit externer Kartusche: der MSR Windpro (105 Euro).

Bleiben am Boden: Gaskocher mit externer Katusche

Wer auf Grammzählerei pfeift und lieber einen stabil stehenden Brenner für komfortable Kochsessions sucht, liegt bei einem Gaskocher mit Standfüßen richtig. Im Vergleich zu Multifuel- oder Benzinbrennern wiegen sie immer noch wenig: zwischen 170 und 200 Gramm im Testfeld. Auch kosten sie mit 50 bis 105 Euro nur ein Viertel bis die Hälfte der Allesfresser – und kaum mehr als kompakte Gaskocher. Die vier standfesten Testmodelle erfreuen aber nicht nur mit tragfähigen Auflagen für bis zu fünf Liter große Töpfe, sie punkten auch mit exakter Regulierung – mit Ausnahme des Optimus Vega, dessen Regler unangenehm "nachfedert". Ein weiterer Vorteil dieser Komfortkocher ist die frei stehende Kartusche. Sie lässt sich auf den Kopf stellen, was verhindert, dass die Kartusche im Dauerbetrieb auskühlt und die Kocherleistung – wie bei den Kompaktkochern – nachlässt. MSR und Optimus erklären den Kopfstand sogar zum Normalfall und liefern Standfüße für den Kartuschenkopf mit. Bei Edelrid Opilio und Primus Express Spider kann man den Gastank auch ohne Vorrichtung umdrehen, allerdings liegt dann auch der Flammenregler auf dem Boden ...

Alle Testergebnisse des Gaskocher-Tests 2013 im Überblick auf Seite 2

Fotostrecke: Wild Campen: Trekking im Pfälzerwald

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Zelten in der Pfalz Foto: Ben Wiesenfarth
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Alle Gaskocher in diesem Test:

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Inhaltsverzeichnis

23.01.2013
Autor: Boris Gnielka
© Outdoor
Ausgabe 1/2013