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Duell der Giganten
Die neuen GPS-Geräte: Mit Touchscreen-Display und zig Extras buhlen die Hersteller Garmin und Magellan um die Gunst der Wanderer. Welcher gewinnt?
Beim Auto ist die Navigation mit GPS längst Standard. Doch auch immer mehr Wanderer und Trekker vertrauen heute auf die Orientierung mit Satellitenhilfe. Statt Karte und Kompass übernimmt ein handygroßer, elektronischer Pfadfinder die Führung. Verlaufen? Ausgeschlossen!
Doch nicht allein deshalb boomt GPS. Die neueste Gerätegeneration hält nie dagewesene Features und Finessen bereit. Ein starker Empfang, eine exzellente Kartendarstellung dank hochauflösender Displays und das spielerische Handling sollen selbst bekennende GPS-Muffel bekehren. Ob‘s gelingt?
Um das herauszufinden, ließ outdoor je zwei absolute Top-Geräte sowie zwei Preis-Leistungs-Schlager der Mittelklasse zum Duell antreten: Garmins Spitzengerät Oregon 400t gegen Magellans Newcomer Triton 2000 (529 bzw. 599 Euro) sowie das bewährte Garmin Vista HCx gegen das neue Magellan Triton 500 (279 bzw. 289 Euro).
Die Aspiranten mussten ihr Navigationskönnen auf zahlreichen Wanderungen im dichten Forstwegdschungel der Fränkischen Schweiz unter Beweis stellen. Auch Bergtouren durch wegloses Felsterrain und rassige Bike- und Skitouren in den Alpen standen auf dem Testprogramm.
Erfreuliches Ergebnis: In puncto Empfang und Genauigkeit liegen alle Konkurrenten auf hohem Niveau. Waren bei früheren Tests Empfangsprobleme in dichten Wäldern und eng eingeschnittenen Tälern der Normalfall, ermitteln die neuesten Geräte selbst unter schwierigsten Bedingungen zuverlässig den Standort. Der Gerätepreis spielt hierbei keine Rolle, auch die günstigen Modelle zeigen die Position bis auf drei Meter genau an.
Ein hervorragender Empfang allein macht aber noch kein gutes GPS-Gerät. Ebenso wichtig ist ein übersichtliches Display, das den Standort mitsamt Umgebung detailliert und gut ablesbar anzeigt. Hier bestechen die Bildschirme der Magellan-Modelle und des Garmin Oregon 400t mit hoher Auflösung und einer sehr feinen Kartendarstellung. Zumindest bei stark bewölktem Himmel und trübem Wetter.
In heller Umgebung – wie bei diffusem Sonnenschein – mangelt es den Hightech-Bildschirmen jedoch oft an Brillanz, Kartendetails können nur mit Geduld identifiziert werden. Zwar lässt sich die Ablesbarkeit durch volles Aufdrehen der Hintergrundbeleuchtung meist auf ein akzeptables Niveau heben, doch steigert das den ohnehin hohen Strombedarf der feinpixeligen Displays.
Kein Wunder also, dass Garmin für das Oregon 400t die Verwendung leistungstarker Akkus oder teurer Lithium-Batterien empfiehlt. Nur damit lassen sich Laufzeiten von bis zu 15 Stunden erzielen. Die sonst üblichen Alkali-Mangan-Zellen reichen für Tagestouren kaum – was auch für die beiden Magellan-Modelle gilt. Zum Vergleich: Das Mittelklassemodell Garmin Vista HCx hält mehr als dreimal so lang durch wie das Magellan-Spitzenmodell Triton 2000. Liebhaber langer Wander- und Trekkingtouren nehmen dafür das etwas weniger feine Kartenbild gerne in Kauf, zumal das helle Display des Vista HCx oft keine Beleuchtung benötigt.
In Sachen Bedienungsfreundlichkeit verdienen sich die Spitzenmodelle von Garmin und Magellan Bestnoten. Mit ihrer Touchscreen-Bedienung lassen sich nicht nur die vielen Basisfunktionen – GoTo-, Routen- und Tracknavigation – im Nu aufrufen, sondern auch Extras wie Kompass und Höhenmesser auf Anhieb bedienen. Apropos Höhenmesser: Hier liegen die beiden Garmin-Geräte eindeutig vorn: Sie liefern von den absolvierten Höhenmetern bis zur Druckgrafik für die Wettervorhersage ähnlich viele Daten wie eine Multifunktionsuhr. Bei den Magellan-Höhenmessern beschränken sich die Angaben auf Höhe und Umgebungsdruck.
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26.02.2009
© Outdoor Ausgabe 02/2009
Autor: Uli Benker
Test: Garmin Vista HCx
Test: Magellan Triton 500
Test: Garmin Oregon 400t
Test: Magellan Triton 2000
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