Getestet: Smartphone-Cases, Schutzhüllen, GPS Logger

Handy auf Abwegen: Smartphone-Cases im Test


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Smartphone-Schutzhüllen Hardcases im Test
Foto: Ralf Bücheler

 

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Smartphones sind nützliche Helfer auf Tour - wenn sie funktionieren. Wir zeigen, wie Sie den Akku frisch halten, das Gerät vor Nässe bewahren und nach einem Bad wieder reanimieren. Plus: Sieben Smartphone-Cases im Test 2014.
Zu den getesteten Produkten

Für Outdoorer sind Smartphones ein echter Segen. Selbst einfache Smartphones ersetzen auf Tour GPS-Gerät, Taschenlampe, MP3-Player, Buch und Kamera. Sie sind Busfahrplan, Hotelführer und Wörterbuch in einem, vermitteln Outdoor-Know-how und dienen als Notrufsender - jedoch nur dann, wenn der Akku nicht vorzeitig schlappmacht. Vor allem mit eingeschaltetem GPS halten viele Smartphones nur einige Stunden durch. Stromsparen ist auf Touren ohne Steckdosenzugang also oberstes Gebot – und zudem einfach, lassen sich doch viele Smartphones in einen Energiesparmodus schalten, der etwa Bildschirmhelligkeit und Prozessorspeed reduziert. Auch das manuelle Abschalten von WLAN und Bluetooth schont den Akku, ebenso ein Wechsel in den Flug- respektive Offlinemodus. Am meisten spart jedoch, wer den GPS-Empfänger des Smartphones deaktiviert.

Sie möchten Ihre Route als Track aufzeichnen oder brauchen GPS zur Navigation? Dann sollten Sie sich einen externen Datenlogger wie den Holux RCV-3000 zulegen. Das nicht mal zigarettenschachtelgroße Gerät übernimmt den GPS-Empfang des Handys und speichert bis zu 200.000 Wegpunkte! Dennoch läuft der Winzling bis zu 20 Stunden mit einem Akkusatz und wiegt nur 53 Gramm. Seine Daten schickt der GPS Logger kabellos über Bluetooth aufs Smartphone, wo man den Routenverlauf am Display verfolgen kann. Reichen diese Sparmaßnahmen nicht, helfen nur noch ein Ersatz- oder externer USB-Powerakku - einige outdoor-Tipps dazu in der Slideshow:

Was tun gegen Nässe und Schmutz?

Auf Staub, Sand, Sturz und vor allem auf Feuchtigkeit reagieren viele Handys und Smartphones nicht selten mit Totalausfall. Doch bedeutet zumindest ein nässebedingter Defekt nicht immer den Tod des Gerätes - wenn man schnell und umsichtig reagiert: Falls das Handy nicht von allein ausgegangen ist, schalten Sie es sofort aus, um einen Kurzschluss und damit teure Reparaturen zu vermeiden. Anschließend entnehmen Sie - wenn möglich - den Akku und tupfen das Gerät mit einem Taschentuch ab. Den Akku danach nicht wieder einsetzen, sondern mit dem Gerät geöffnet auf die warme Heizung legen. Auf Tour tut's auch ein Sonnenbad oder Beutel Trockenreis, in den Sie das Handy legen. Nach zwei, drei Tagen sollte es wieder funktionieren. Wenn nicht, hilft nur noch eine Werkstatt weiter (z.B. www.doc-phone.de).

Schutzhüllen im Praxistest

Wer sich diesen Ärger ersparen möchte, sollte sein Handy nicht ohne Begleitschutz mit auf Tour nehmen. Der beginnt mit einem Ziplockbeutel und kleinen Entfeuchtungstütchen gegen Kondensnässe. Für den schlichten Transport im Rucksack-Deckelfach reicht das, doch nutzen lässt sich das Gerät damit nur schlecht. Deutlich besseres Handling und viel mehr Schutz bieten spezielle Smartphone-Cases, die bereits ab 25 Euro in zig Varianten zu haben sind: als Hard- oder Softcase, wasserdicht oder nur stoßfest, schwimmfähig oder nicht. Welches das richtige ist, bestimmt neben dem Handytyp auch die gewünschte Schutzwirkung - und der Geldbeutel: Schließlich kosten Top-Smartphone-Cases fast 100 Euro. Was die Soft- und Hardcases für Smartphones im Einzelnen leisten, zeigt der outdoor-Kurz-Check von sieben Smartphone-Schutzhüllen:


22.07.2014
Autor: Boris Gnielka
© outdoor
Ausgabe 3/14