Das outdoor-Testverfahren im Detail

So testet outdoor


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So testet outdoor
Foto: Boris Gnielka

 

outdoor-Windtest Zelte
Foto: Boris Gnielka

 

So testet outdoor
Foto: Boris Gnielka

 

So testet outdoor
Foto: Boris Gnielka

 

outdoor-Praxistest Zelte
Foto: Boris Gnielka
Egal ob Zelte vor der Windmaschine oder Wanderschuhe im Gehsimulator: Mit hohem Aufwand testet outdoor Ausrüstung und Bekleidung – unter teils extremen Bedingungen.

Doch wofür? Genügt es nicht allein, Zelte, Jacken und Schuhe beim Wandern auszuprobieren? Nein. Regen ist nicht gleich Regen, Sturm nicht gleich Sturm. Die Ergebnisse vor der Windmaschine, bei der outdoor-Extremberegnung, dem Gehsimulator oder die Schlafsacktests sind dagegen wiederholbar. So können Produkte über Jahre hinweg miteinander verglichen werden. Doch erst wenn die outdoor-Testcrew Erfahrungen aus den Labortests auch auf Touren macht, wird grünes Licht gegeben und der Test gehört zum outdoor-Testprozedere.

Um etwa sicherzustellen, dass die Ergebnisse vor der Windmaschine der Realität entsprechen, mussten die gleichen Zelttypen wochenlang Winterstürmen in Nordschweden trotzen. Außerdem arbeitete outdoor in der Vergangenheit immer wieder mit der eidgenössischen Materialprüfanstalt (EMPA) in St. Gallen zusammen, um neue Prüfverfahren zu entwickeln. Zum Beispiel damit sich das Klima von Funktionsunterwäsche besser beurteilen lässt. Doch nicht für alle Produktkategorien lassen sich sinnvolle Simulationen entwickeln. Der Trage- und Klimakomfort von Bekleidung findet man nur in der Praxis heraus – genauso wie das Trageverhalten eines Rucksacks.

outdoor-Tests mit hervorragendem Ruf

Dank der extrem gründlichen, fundierten Vorgehensweise genießen outdoor-Tests einen hervorragenden Ruf: Die outdoor-Redakteure zählen zu festen Größen bei Awards, auf denen Ausrüstung prämiert wird – zum Beispiel dem OutDoor Industry Award. Er wird auf der OutDoor verliehen, einer der größten Outdoor-Messen weltweit. Sie sitzen in Gremien, die darüber beraten, wie gemeinsame Normen entwickelt werden können, um Produkte besser vergleichen zu können. Auch im Rahmen des "hauseigenen" Editors Choice Award werden jedes Jahr zahlreiche Top-Produkte ausgezeichnet.

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Der TV-Sender N-TV drehte einige Beiträge mit der outdoor-Testredaktion, beispielsweise diesen:

Video: N-TV

Und selbst REI, der größte US-Outdoorhändler, hat sich schon outdoor-Tests übersetzen lassen. Außerdem statten immer wieder Produktentwickler der outdoor-Ausrüstungsredaktion einen Besuch ab, um die Meinung über neue Prototypen einzuholen – um damit die Produkte noch weiter zu verbessern.

Boris Gnielka und Frank Wacker: die Ausrüstungsprofis

Bei den Tests kommt es vor allem auf die Erfahrung der outdoor-Redakteure an – die reichlich vorhanden ist: Boris Gnielka gehört seit über 10 Jahren zur outdoor-Ausrüstungsredaktion. Er testet Outdoor-Equipment am liebsten in den Bergen: auf einsamen Treks, Kletter- und Hochtouren. Frank Wacker testet seit mehr als 15 Jahren für outdoor - aus Leidenschaft, im Labor und auf Tour, gerne auch in heimischen Gefilden. Nach so vielen Jahren kann man beispielsweise einen Rucksack exakt einstufen und unterscheiden, ob es individuelle Probleme mit der Passform gibt oder das Testmodell schlecht konstruiert ist.

Unterstützung durch die outdoor-Testcrew

Unterstützt werden die Redakteure bei den Praxistests durch die outdoor-Testcrew. Sie besteht sowohl aus Outdoor-Enthusiasten der ersten Stunde, aber auch Anfängern gehören ihr an. outdoor achtet darauf, dass beide Geschlechter vertreten sind, aber auch unterschiedliche Staturen und Schuhgrößen. Denn je nach Passform werden Bekleidung, Schuhe, Rucksäcke und Schlafsäcke oft sehr unterschiedlich beurteilt.


05.12.2016
© outdoor