Trekkingstiefel-Test 2013: Acht Wanderschuhe für Extremtouren

Hart im Nehmen: Trekkingschuhe im Test


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Trekkingstiefel Test 2013
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Trekkingstiefel im Test
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Trekkingstiefel im Test
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Sie gehen durch dick und dünn, trotzen den Elementen und bieten Halt. Doch welcher ist der König unter den Trekkingstiefeln? Acht Trekkingschuhe auf dem Prüfstand.
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Touren fernab der Zivilisation stellen Schuhe auf eine harte Probe. Der holprige Boden walkt die Sohle und den Schaft durch, Geröll und Wurzeln scheuern am Material; in Bächen, Schlammlöchern oder bei Dauerregen zeigt sich, wie es um die Wasserdichtigkeit steht. Hitze und Kälte - mit beidem müssen die Trekkingschuhe fertig werden, und das bei möglichst gutem Fußklima, auch auf langen Tagesetappen.

Die Sohle der Trekkingschuhe muss griffig und verwindungsfest sein, der Schaft Stabilität bieten. Denn mit der kompletten Zeltausrüstung inklusive Verpflegung für mehrere Tage bringt der Rucksack schnell 20, 25 Kilo oder mehr auf die Waage. "Da braucht der Knöchel einen bombensicheren Halt", rät Outdoor-Fachverkäufer Christoph Haas, der selbst mit monströsen Rucksäcken loszieht. Klassische Wanderstiefel überfordert diese Aufgabe. Hier schlägt die Stunde der sogenannten Trekkingstiefel.

Wirklich gute Trekkingschuhe herzustellen ist allerdings eine Kunst, schließlich sollen sie trotz ihrer dicken, festen Obermaterialien und der stabilen Sohlen noch komfortabel sein. Kein Wunder, dass sich vor allem alteingesessene, traditionelle Schuhfirmen wie Meindl, Hanwag oder Lowa mit ihrem jahrzehntelangen Know-how dieser Herausforderung stellen - und sechs der acht Testkandidaten von diesen drei Herstellern stammen.

Die Preise der Trekkingschuhe liegen zwischen 240 und 280 Euro. Ihre Obermaterialien bestehen größtenteils aus dickem, zähem Leder, ein wasserdichtes, atmungsaktives Gore-Tex-Futter verspricht Nässeschutz und angenehmes Klima.

 

So testet outdoor
Foto: Boris Gnielka Dichtigkeitsprüfung im Gehsimulator bei Gore.

Trekkingschuh-Klassiker oder Newcomer?

Mit im Test sind bewährte Trekkingschuh-Klassiker, die dank regelmäßiger Weiterentwicklung seit Jahren Maßstäbe setzen wie der Hanwag Alaska, der Lowa Tibet oder der Meindl Island. Nicht umsonst gewannen alle drei schon den outdoor Editor’s Choice Award, die wertvollste Auszeichnung der Redaktion. Ob ihnen neuere Trekkingschuhe den Rang streitig machen können? Das klärt sich unter anderem auf Touren in Skandinavien, den Alpen und in den heimischen Gefilden. Doch nicht nur in der Praxis geht es den acht Trekkingschuhen ans Leder - auch im Labor der Firma W. L. Gore werden sie in die Mangel genommen: Die Stiefel legen im Gehsimulator rund 500 Kilometer im knöcheltiefen Wasser zurück, um ihre Dichtigkeit unter Beweis zu stellen. "Da zeigen sich Konstruktions- und Verarbeitungsmängel schnell", sagt Gore-Mann Jürgen Kurapkat. Doch die Hersteller haben ihre Hausaufgaben gemacht: Alle acht Trekkingschuhe meistern den Wasserbad-Marathon. Auch im Praxiseinsatz kommt die Testcrew selbst bei Dauerregen mit den Trekkingschuhen trockenen Fußes ans Ziel. Trotzdem ragen beim Thema Nässeschutz zwei Trekkingschuhe heraus: Der Meindl Taiga und der Hanwag Tatra Top besitzen einen besonders hohen Schaft, der eine Extraportion Schutz bietet. Allerdings kommt nicht jeder damit klar: "Ich fühle mich an den Waden etwas eingezwängt," beschreibt outdoor-Tester Ralf Wildermuth seine Erfahrungen mit den hohen Trekkingschuhen.

Im Ganzen bekommt das Trekkingschuh-Testfeld in puncto Tragekomfort aber gute bis hervorragende Noten – vorausgesetzt, man nimmt sich einige Tage Zeit zum Einlaufen der Schuhe. »Die dicken Materialien brauchen eine Weile, bis sie weicher werden«, erklärt Ausrüstungsredakteur Boris Gnielka. Am geschmeidigsten trägt sich einer der Newcomer, der Lowa Ticam. "Fühlt sich so angenehm an wie ein leichterer Wanderstiefel", ist sich die Testcrew einig. Außerdem rollt er geschmeidig ab und dämpft ordentlich – ein Vorteil auf felsigem Untergrund. Doch die drei Klassiker (Meindl Island, Hanwag Alaska, Lowa Tibet) schneiden fast genauso gut ab.

Starke Trekkingschuhe mit gutem Klima

In Sachen Knöchelhalt geben sich die getesteten Trekkingschuhe keine Blöße. Am stabilsten sind unter anderem die drei Klassiker unter den Trekkingschuhen. Zwei von ihnen, der Hanwag Alaska und der Lowa Tibet, haben zudem die verwindungsfestesten Sohlen - ideal für Treks mit schwerstem Gepäck. Auch der Klimakomfort im Feld stimmt - was die Messungen der Trekkingschuhe im Gore-Labor bestätigen. Stundenlang dampfen dort künstliche Schwitzfüße in den Stiefeln, um das Schuhklima zu ermitteln.
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10.05.2013
Autor: Frank Wacker
© outdoor
Ausgabe 2/2013