Sommerschlafsäcke im Test 2013

Test: 10 Schlafsäcke für laue Sommernächte


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outdoor Kaufberatung Schlafsäcke
Foto: www.outdoor-magazin.com

 

Schlafsack im Test: Carinthia X-Light
Foto: Benjamin Hahn

 

Schlafsack im Test: Deuter Exosphere
Foto: Benjamin Hahn

 

Schlafsack im Test: Exped Ultralite 300
Foto: Benjamin Hahn

 

Schlafsack im Test: Grüezi-Bag Cloud Mumie
Foto: Benjamin Hahn
Sommerschlafsäcke sind perfekt für laue Nächte. Wir haben fünf Daunen- und fünf Kunstfaserschlafsäcke getestet. Hier die Ergebnisse + Kaufberatung Schlafsack und Isomatte.
Zu den getesteten Produkten

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Besitzen Sie einen Sommerschlafsack? Wenn Sie diese Frage mit Nein beantworten, sollten Sie sich den Kauf ernsthaft überlegen, schließlich bieten sie in lauen Nächten im Vergleich zu den stärker gefüllten, wärmeren Dreijahreszeitenschlafsäcken mehr Komfort. Außerdem sind Sommerschlafsäcke sehr leicht und lassen sich klein verpacken.

outdoor hat zehn Modelle von 50 bis 290 Euro getestet, die von den Herstellern angegebene untere Temperaturgrenze, der Limitwert, liegt zwischen zehn und zwei Grad. Fünf Schlafsäcke sind mit Kunstfasern gefüllt, fünf mit Daune. Schon beim Auspacken begeistern die Testkandidaten mit ihrem geringen Gewicht und Packmaß: im Schnitt 730 Gramm und knapp vier Liter. "Damit sind sie rund 40 Prozent leichter und kleiner verpackbar als Dreijahreszeitenmodelle", sagt Ausrüstungsredakteur Boris Gnielka. Dabei wiegen die Daunenschlafsäcke wiederum rund 40 Prozent weniger als die mit Synthetikfüllung.

Video: Kaufberatung Schlafsäcke

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Die Daunenschlafsäcke im Test bringen zwischen 385 und 680 Gramm auf die Waage, die Kunstfaserschlafsäcke im Test zwischen 695 und 1130 Gramm. "Der leichteste Schlafsack ist aber nicht immer der beste", warnt Boris Gnielka, denn bei der Wärmeleistung im Feld gibt es große Unterschiede. Diese ermittelt das outdoor-Labor in einem aufwendigen Verfahren anhand von Isolationsmessungen und Praxistests mit Wärmebildaufnahmen - das liefert genauere und besser vergleichbare Werte als die der Hersteller.

Schlafsäcke: Extra warm oder super leicht?

Die beiden wärmsten Kandidaten, der Daunenschlafsack von Exped und das Synthetikmodell von Lestra, lassen sich von wenig verfrorenen Naturen bis zum Gefrierpunkt einsetzen - ideal für Sommertouren im Hochgebirge oder in Skandinavien. Dagegen eignen sich die drei Federgewichte unter den Daunen- und Kunstfasermodellen nur für den Einsatz im gemäßigten Klima: Ihr Limit liegt bei rund zehn Grad. "Für alle, die schnell frieren, ist das selbst im Sommer schon zu knapp", erklärt Boris Gnielka.

Um die Wärmeleistung der Schlafsäcke besser vergleichen zu können, bewertet outdoor sie in Relation zum Gewicht. "Dann geben die Daunenmodelle den Ton an", fasst der Redakteur die Ergebnisse zusammen. Vor allem der Exped Ultralite 300 und der Mammut Sphere UL zeigen, was mit extrem leichten Geweben und hochwertiger Daune machbar ist. Beide sind aber so eng geschnitten, dass sie nur für schlanke Personen zu empfehlen sind, die körperbetonte Schlafsäcke mögen. Alle anderen müssen zu den geräumigeren Modellen von Jack Wolfskin, Yeti oder Mountain Equipment greifen und ein etwas schwächeres Wärme-Gewichts-Verhältnis in Kauf nehmen - das aber immer noch besser ausfällt als das der besten Kunstfaserschlafsäcke von Lestra und Carinthia. Der Cloud Mumie von Grüezi-Bag, das mit Abstand günstigste Synthetikmodell, bildet das Schlusslicht, liefert dafür aber einen sehr angenehmen Schlafkomfort. Dank seines luftigen, weichen Innenstoffs fühlt er sich selbst in heißen Nächten nie schwitzig an. Alle Testergebnisse im Überblick auf Seite 2 oder in der Fotostrecke (oben).

Wärmere Schlafsäcke? Gibt's hier:


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Alle getesteten Schlafsäcke im Überblick:

08.08.2013
Autor: Frank Wacker
© outdoor
Ausgabe 8/2013