Dreijahreszeiten-Schlafsäcke im Test 2012: Sechsmal Daune, dreimal Kunstfaser
Allround-Schlafsäcke von 150 bis 600 Euro im Test
Jedes Jahr gibt es neue Schlafsäcke auf dem Markt, die noch leistungsfähiger sein sollen. Doch welcher ist der beste? Neun Allrounder auf dem Prüfstand. Zu den getesteten Produkten
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Den seinen gibt’s der Herr im Schlaf - diesen Bibelvers sollten nicht nur passionierte Langschläfer beherzigen. Denn Schlafen entspannt, lädt die körpereigenen Batterien auf und macht müde Outdoorer munter. Voraussetzung für die nächtliche Frischzellenkur: ein guter Schlafsack.
Der Schlafsack zählt zu den wichtigsten Ausrüstungsgegenständen. Doch den richtigen Schlafsack zu finden, ist nicht einfach – zu widersprüchlich sind die Anforderungen: Der Schlafsack muss vor Kälte schützen, darf sich in lauen Sommernächten aber auch nicht in einen Schwitzkasten verwandeln. Außerdem soll der Schlafsack leicht und klein verpackbar sein, weil man ihn tagsüber im Rucksack trägt.
"Am besten schaffen diesen Spagat so genannte Dreijahreszeiten-Schlafsäcke", sagt outdoor-Redakteur Boris Gnielka. Neun dieser Dreijahreszeiten-Schlafsäcke im Preisbereich von 145 bis 630 Euro hat outdoor getestet. Sechs sind mit Daune gefüllt, drei mit Kunstfasern. Im Schnitt wiegen die Schlafsäcke nur knapp über ein Kilo und lassen sich laut Hersteller bis durchschnittlich minus drei Grad einsetzen – genug für frostige Frühjahrs- und Herbstnächte.
Weil die langjährige Testerfahrung zeigt, dass diese Herstellerangaben aber nur sehr grobe Anhaltspunkte liefern, ermittelt das outdoor-Labor in einem aufwendigen Prüfverfahren genauere Werte, bis zu welchen Tiefsttemperaturen Schlafsäcke wirklich eingesetzt werden können.
Schlafsack-Test: Wo geht Wärme verloren?
In einem ersten Schritt misst das Labor die Isolation der Schlafsack-Füllung. Hier geben sich die neun Test-Schlafsäcke keine Blöße und liefern für diesen Einsatzbereich gute bis sehr gute Werte. Doch das ist erst die halbe Miete, denn auch die Konstruktion des Schlafsacks spielt eine große Rolle bei der Wärmeleistung.
"Die Konstruktion des Schlafsacks überprüfen wir mit Hilfe einer Wärmebildkamera", verrät Gnielka und deutet auf einen handflächengroßen, bunt leuchtenden Monitor: die Wärmebildaufnahme eines der neun Test-Schlafsäcke.
Der Schlafsack liegt in einer minus fünf Grad kalten Klimakammer, in seinem Innern steckt ein beheizter Dummy. Gelbe und rote Stellen zeigen: Hier entweicht Wärme aus dem Schlafsack, dagegen sprechen bläuliche Flächen für eine gute Isolation.
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