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So schlugen sich die Testkandidaten
In Sachen Ausstattung wussten alle zwölf Rucksäcke zu überzeugen. Anders sah es bei den Maximallasten aus.
Einige Modelle stoßen schon bei 20 Kilo an die Komfortgrenze, zu wenig in dieser Klasse. Doch bei sechs Rucksäcken gehen die Tragekonzepte voll auf. Die Hersteller wählen dabei ganz unterschiedliche Wege. Deuter arbeitet mit einem extrem versteiften und flexibel aufgehängten Hüftgurt. Bach ergänzt die klassischen Alustreben im Rücken durch einen U-förmigen Kunststoffrahmen. Tatonka setzt dagegen auf X-förmig angeordnete Alustreben. Der Gregory-Hüftgurt passt sich automatisch an die individuelle Hüftform an, während der Osprey-Hüftgurt nach dem Kauf im Ofen erwärmt wird, damit er sich bei der folgenden Anprobe ideal an die Körperkontur anpasst. Außerdem bieten einige Hersteller verschiedene Rückenlängen und Gurtgrößen an, um eine bestmögliche Passform zu gewährleisten.
Verschiedene Lösungen, identischer Effekt: Bei den Testmodellen der genannten Hersteller stimmen Komfort und Tragekapazität. Auch die sogenannte Lastkontrolle erreicht bei ihnen ein hohes Niveau: Der Rucksack sitzt wie festgeklebt am Rücken und schaukelt sich nicht auf. So behält der Wanderer auch auf ausgesetzten, schmalen Wegen das Gleichgewicht und bewegt sich in einfachem Gelände leichtfüßiger. Gleichzeitig bietet das Tragesystem genug Flexibilität, so dass der natürliche Bewegungsablauf kaum eingeschränkt wird. Das spart Kraft, weil man nicht bei jedem Schritt gegen den Rucksack ankämpfen muss.
Jenseits der 30-Kilo-Grenze fühlen sich jedoch nur noch drei Modelle wohl: der Bach Fat Maxx, der Deuter Aircontact Pro und der Tatonka Tana. Sie stellen die richtige Wahl für mehrwöchige Treks zu jeder Jahreszeit dar. Die beiden Osprey-Rucksäcke besitzen nicht ganz so viel Volumen und eignen sich für Lasten bis 22 Kilo – genug für bis zu zehn Tage lange Treks im Sommer, Frühjahr und Herbst. Das Modell von Gregory packt genau so viel Gewicht, bietet aber mit knapp 60 Litern recht wenig Volumen. Deshalb ist es vor allem für Treks bis zu einer Woche zu empfehlen.
Im Ausstattungs-Check zeigt kein Modell echte Schwächen. Alle Testrucksäcke besitzen die wichtigen Details (s. Kasten), Features wie Seitentaschen oder ein Frontzugang zum Hauptfach sind Geschmackssache; von ihnen sollte die Kaufentscheidung nicht abhängen. Da zählt einzig und allein der Tragekomfort. Weil jedoch selbst das variabelste Tragesystem nicht an jedem Rücken perfekt sitzt, erstellt outdoor zu jedem Testmodell ein Passformprofil: Ihm entnehmen Sie, für welche Staturen der Rucksack optimal ist. Ergänzend sollten Sie die in Frage kommenden Rucksäcke aber stets mit 20 bis 25 Kilo Last im Laden mindestens eine Stunde ausprobieren.
18.01.2008
© Outdoor Ausgabe 10/2007
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Autor: Frank Wacker
Test: Arc'teryx Naos 70
Test: Bach Fat Maxx
Test: Berghaus C7 Pro 70 + 10
Test: Deuter Aircontact Pro 65 SL
Test: Gregory Deva
Test: Jack Wolfskin Trailmaster
Test: Lowe Alpine TFX Summit 65 + 15
Test: Macpac Torlesse 75
Test: Osprey Aether 70
Test: Osprey Ariel 65
Test: Tatonka Tana 70
Test: Vaude Cimone 55 + 8
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