Reiserucksäcke im Test

Mit Reiserucksack auf Tour: Sechs Modelle im outdoor Test


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Reisen mit Bus, Bahn oder Flugzeug stellen andere Anforderungen an das Reisegepäck als Trekkingtouren. Moderne Reiserucksäcke sollen in beiden Einsatzbereichen überzeugen. Ob das stimmt, zeigt der outdoor-Test.
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Keine Frage, für Mehrtages­touren in Skandinavien ist ein klassischer Trekking­rucksack die erste Wahl. Plant man dagegen eine Fernreise, etwa nach Asien, Afrika, Südamerika, Neuseeland oder Australien, greift man besser zu einem sogenannten Reiserucksack. Mit ihm kann man beides: Auf Trekkingtour gehen und per Bus, Bahn oder Flugzeug von einem Nationalpark zum nächs­ten reisen.

Sechs Modelle zwischen 200 und 240 Euro hat outdoor in den letzten Monaten beim Reisen und auf Tour getestet. Ihr Volumen reicht von 55 bis 95 Liter – genug für längere Trips und das eine oder andere Souvenir.

Reiserucksäcke mit top Ausstattung

Alle sechs besitzen ähnlich komfortable Tragesysteme wie ihre Trekkingbrüder und überzeugen im outdoor-Test durch sehr gute Trageeigenschaften: Selbst mit Lasten um die 20 Kilo tragen sie sich noch bequem, schaukeln nicht auf und bieten eine gute bis sehr gute Belüftung. Zusätzlich locken sie mit ­einer fürs Reisen optimierten Ausstattung. So lässt sich bei fünf der Kandidaten das Tragesystem hinter einer Reißverschluss­abdeckung verstecken. Deuter wiederum stattet seinen Rucksack mit einem Transportsack aus, der auch als Regenhülle dient. ­Beide Lösungen verhindern, dass sich die Schulterträger oder der Hüftgurt in Transportbändern verfangen, was im schlimmsten Fall zum ­Totalausfall des Gepäckstücks führt. Beim ­Yukon von Tatonka fällt die Abdeckung ­allerdings zu knapp aus: Der Zipper lässt sich nur mit viel Kraft schließen, wenn man das Haupt­fach bis zum Anschlag vollstopft.

Vier der Reiserucksäcke kommen mit einem abnehmbaren Tagesrucksack – ideal für alle, die viel Handgepäck haben, längere Tageswanderungen machen oder gerne Souvenirs einkaufen. Die vier Daypacks bieten im Schnitt 16 Liter Stauraum. Am meis­ten Volumen bietet der Tagesrucksack von Bach (22 l). Pfiffig: Die Daypacks und das abnehmbare Deckelfach des Salta von Eagle Creek lassen sich an den Schulterträgern des großen Rucksacks fixieren und als Brusttasche tragen. "Nicht sexy, aber praktisch", findet outdoor-Aus­rüstungsredakteur Boris Gnielka. "So hat man die Wertsachen im Blick und den Reiseführer oder die Kamera in Reichweite."

Beim Packsackdesign gibt es zwei Varianten. Möchte man den Rucksack wie ­einen Koffer packen, machen beispielsweise der Bach Overland oder der Gemini von Macpac richtig Spaß: Sie kann man durch die riesige Frontöffnung ganz aufklappen und die Reisegarderobe sauber hineinlegen. Außerdem lässt sich der Inhalt im Innern fixieren, so dass nichts übereinander fällt. Extra Fächer schaffen Ordnung, was einem die lästige Suche nach Ladegeräten, Socken oder Unterwäsche erspart. Nicht ganz so gut funktioniert das beim Deuter Quantum oder dem Eagle Creek Salta. Dafür lassen sie sich auch von oben beladen – gut für jeden, der am liebsten einfach alles von oben in den Packsack stopft.


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Die Reiserucksäcke im Test:

27.01.2012
Autor: Frank Wacker
© outdoor
Ausgabe 01/2012