Im Vergleich: Wanderrucksäcke mit 25 bis 40 Liter Stauraum

Wanderrucksäcke mit Netzrücken im Test 2014


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Der passende Wanderrucksack für jede Tour
Foto: Boris Gnielka

 

Der Wanderrucksack Vaude Brenta 30
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Der Wanderrucksack Gregory Z 30
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Der Wanderrucksack Jack Wolfskin Rambler XT 36
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Der Wanderrucksack Lowe Alpine Airzone Trek+ 35:45
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Rucksäcke mit Netzrücken gelten als besondern luftig, doch tragen sie sich auch bequem? - Der Test von zwölf Wanderrucksäcken 2014 zeigt's.
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Wer wandert schwitzt. Nicht nur bei brütender Sonne und steilen Aufstiegen, sondern auch bei kühlem Wetter in der Ebene – und vor allem dort, wo sich Körperwärme staut: an den Polsterflächen des Rucksacks. Je größer und stickiger sie sind, desto nasser das T-Shirt - und desto höher nicht nur der Flüssigkeits-, sondern auch Leistungsverlust, muss der Körper doch mehr Energie fürs Kühlen aufwenden, so das Ergebnis einer Studie des Hohenstein Instituts.

Auftraggeber der Studie war Deuter. 1984 präsentierte die Marke unter dem Namen "Aircomfort" den ersten Rucksack, der am Rücken ein luftiges Netz besaß. Damit, so Hohenstein, fließt bis zu 25 Prozent weniger Schweiß. Kein Wunder, dass viele Hersteller mit ähnlichen Rucksack-Modellen nachzogen. Doch bergen netzbespannte Rucksäcke auch Nachteile, liegt bei ihnen doch der Stauraum weiter von der Körperachse entfernt. "Das erhöht das Risiko von Druckstellen oder wackligem, schlecht kontrollierbarem Trageverhalten", erklärt Testredakteur Frank Wacker.

Mit der aktuellen Generation - immerhin 30 Jahre nach Erfindung des Rucksack-Netzrückens - sollte das passé sein. Grund genug für outdoor, sich die neuesten Wanderrucksäcke dieser Gattung genauer anzusehen.

Gut belüftet auf Tour: Die Rucksäcke im Praxistest

Acht netzbespannte Wanderrucksäcke um 30 Liter hat outdoor zum Test geladen, vier von ihnen auch als Frauenversion. "Die ideale Größe für ausgedehnte Tageswanderungen sowie kurze Mehrtagestouren mit Hüttenübernachtung", so Ausrüstungsexperte Frank Wacker.

Auf einer Zweitagestour durch den Schwarzwald mussten die Testrucksäcke - mit acht Kilo beladen und von neun Testern getragen - ihre Qualitäten beweisen. Ganz oben auf der Prüfliste: der Tragekomfort. Peinlich genau achtet die Testcrew auf den Sitz am Rücken, lauert Druckstellen auf und checkt flotten Schrittes sowohl Flexibilität als auch Stabilität.

"Ein guter Rucksack folgt ruckartigen Bewegungen ohne Verzögerung, klebt aber nicht wie ein steifes Brett am Rücken", erläutert Testredakteur Wacker. Ein schwieriger Spagat, den nur wenige im Testfeld so souverän meistern wie die Rucksäcke von Lowe Alpine, The North Face und Deuter. Letzterer überzeugt auch in puncto Ventilation auf ganzer Linie: Die ausgeprägte Kühlwirkung seines großflächigen Rückennetzes zeigt sich nicht nur auf den vielen windigen Bergrücken des Schwarzwaldes, sondern auch eindrucksvoll während eines kräftigen Schneesturms. In dieser Disziplin kann ihm nur der Tatonka das Wasser reichen - der jedoch mit dem Acht-Kilo-Testgepäck fast etwas überfordert wirkt.

Ganz im Gegensatz zum The North Face Banchee 35: Selbst als ihm die Tester 15 Kilo einladen, sitzt der Rucksack fest am Rücken, stützt die Last vorbildlich auf dem Beckenkamm ab. "Wäre er größer, würde ich damit auf Trekkingtour gehen", so ein Tester. Ähnlich stabil zeigt sich nur der Deuter Futura 32 (Frauenrucksack: Deuter Futura 30 SL), der mit seinen zwei anfangs irritierend markanten Polstern sehr gute zwölf Kilo auf die Lenden bringt. Auch in puncto Handling und Ausstattung überzeugt das Aircomfort-Urgestein: mit griffigen Schnallen, leicht laufenden Zippern, vielen Taschen und Fächern sowie wirksamen Kompressionsriemen. "Mit ihnen bringt man das Gewicht näher an den Körper, wodurch sich der Rucksack leichter anfühlt und besser kontrollieren lässt."

Testfazit und Ergebnisse auf Seite 2

Video: Rucksack-Kaufberatung

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23.04.2014
Autor: Boris Gnielka
© outdoor
Ausgabe 4/14