Wärmende Kunstfaserjacken im Test 2014

Warm durch den Winter: Kunstfaserjacken im Test

outdoor-Kunstfaserjacken Test 2014
Foto: outdoor-magazin.com
Isolationsjacken mit Kunstfaserfüllung sind leicht, klein verpackbar und punkten auch bei Nässe: acht Kunsfaserjacken im outdoor-Check.
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In nasskalten Wintern sind wärmende Jacken heiß begehrt. Nicht nur für die Pausen auf Tour oder für Spaziergänge vor der Haustür, sondern auch beim Stadtbummel oder beim Freikratzen der Autoscheiben. Hier schlägt die Stunde der mit Kunstfasern isolierten Wärmejacken.

Anders als Daunenjacken sind diese Kunsfaserjacken nicht nur leicht, sondern auch unempfindlich gegen Nässe, einfach zu pflegen – und relativ preiswert. Entsprechend groß ist das Angebot - aus dem outdoor zusammen mit der Redaktion von klettern acht Modelle ausgewählt hat, die entweder neu sind oder stark überarbeitet wurden.

Das Testfeld reicht dabei von 300-Gramm-Leichtgewichten bis hin zu 500 Gramm schweren Allroundern.

Jacken zwischen 300 und 500 Gramm - 200 bis 250 Euro

Dicke Expeditionsjacken sind nicht darunter – wohl aber eine Besonderheit: die mit einer wasserdichten Membran ausgerüstete Vaude. Bei ihr soll selbst in extremen Wetterlagen eine Funktionsjacke zum Drüberziehen überflüssig sein. Alle anderen Modelle – vor allem die ultraleichten von Arcteryx, Marmot und The North Face – lassen sich auch gut unter einer Funktionsjacke tragen. Wirklich nötig ist das jedoch nur bei richtigem Sauwetter.

 

outdoor-Kunstfaserjacken Test 2014
Foto: Mammut Top: Die Mammut Rime Pro Jacket, die mit sehr hoher Wärmeleistung, langem Schnitt und perfekt abschließender Kapuze punktet.

Ansonsten kommen sämtliche Testjacken ganz gut allein klar, schließlich sind sie winddicht und schützen zumindest bei Nieselregen und Schneefall mit wirksamen Imprägnierungen sowie gefütterten Kapuzen. Letztere sind auch ein wichtiger Posten in der Isolationsbilanz einer Jacke, gibt der Mensch doch sehr viel Wärme über den Kopf ab. Um den Verlust im Zaum zu halten, muss die Kapuze am Gesicht gut abschließen und bei Kopfbewegungen mitdrehen – was bei den meisten Testmodellen gut funktioniert, bei den Jacken von Berghaus, Mammut und Vaude sogar exzellent.

Auch Kragen und Ärmelbündchen können Einfallstore für Kälte sein. Nur wenn sie dicht anliegen, kann weder warme Luft entweichen, noch kalte hineinströmen. In diesem Punkt überzeugt das ganze Testfeld. Ebenfalls top: Bis auf die Vaude haben alle Jacken gefütterte Taschen gegen kalte Hände.

Neben den Details entscheiden auch Füllmaterial, Füllmenge und Konstruktion sowie der Schnitt über die Wärmeleistung einer Jacke. Unterm Strich am wärmsten sind die drei Modelle von Adidas, Houdini und Mammut. Besonders Letztere überzeugt die Testcrew: mit einem langen Schnitt, der auch die Nierengegend wärmt, sowie mit nützlichen Details wie den großen Innentaschen zum Warmhalten von Getränkeflaschen – die Mammut ist ein feiner Allrounder, der selbst vor Sprühregen und Griesel nicht zurückschreckt.

Wer hingegen mit einer Jacke für alle Fälle – auch kräftige Regengüsse – gerüstet sein möchte, findet im Vaude Rond Jacket einen Verbündeten. Steht das Jackengewicht im Vordergrund, empfehlen sich Arcteryx Nuclei Hoody und The North Face Thermoball Hoody. Sie passen gut unter eine Funktionsjacke, lassen sich bei trockener Kälte aber auch solo tragen.


11.01.2014
Autor: Boris Gnielka
© outdoor
Ausgabe 1/14