Softshelljacken im Test 2013

14 Jacken für Herbst- und Wintertage im Test


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Jackentest Schwäbische Alb
Foto: Boris Gnielka

 

Jackentest Schwäbische Alb
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Jackentest Schwäbische Alb
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Softshelljacken Test
Foto: Hersteller

 

Softshelljacken Test
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Ob windig-kalt, nass-trüb oder sonnigwarm: Die neuen Softshells sollen bei jedem Winterwetter punkten. Geht das? Ergebnisse, Bilder und Videos vom Praxistest hier.
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"Wann wird's mal wieder richtig Sommer?" sang Rudi Carrell 1975. Heute müsste man die Frage eher auf den Winter beziehen. Denn statt Frost und Schneefall von November bis März gibt es heute einen bunten Mix aus warmen Plus- und strengen Minusgraden, Sprühregen, Wind und Wolkenbruch, etwas Sonnenschein sowie - ja, machmal auch Schneefall.

Waren früher Daunenjacken die Stars der Wintergarderobe, stehen heute eher Softshells im Rampenlicht, gelten sie doch als besonders vielseitige und komfortable Wetterschutzjacken. Ob sie halten, was sie versprechen, klärt dieser Test. 14 Wintersoftshells, darunter 8 Männer- und 6 Frauenjacken, müssen dazu den anspruchsvollen outdoor-Prüfparcours durchlaufen. Die Testjacken – alles topaktuelle Modelle – kosten zwischen 200 und 400 Euro, verfügen über eine verstellbare Kapuze und eine windabweisende Membran.

Warme, kuschelige Futter, wie man sie eigentlich von Winterjacken erwartet, besitzen nur zwei Modelle: Millet Touring Xtrem und Haglöfs Roca II Hood. Den anderen genügt eine dünne Fleeceschicht als Futter, zwei Modelle - Marmot Nabu und Patagonia Knifeblade – verzichten sogar ganz auf eine Isolierung. "Damit können die beiden Jacken ein breiteres Temperaturspektrum abdecken", erklärt outdoor-Testredakteur Frank Wacker. "Zumindest, wenn man bei Kälte unter der Softshell eine warme Fleecejacke trägt und sie bei höheren Temperaturen wieder im Rucksack verschwinden lässt."

Zweitägige Testrunde über die Schwäbische Alb

Allerdings geht das Konzept bei Marmot und Patagonia nicht ganz auf, das zeigen bereits die ersten Höhenmeter der zweitägigen outdoor-Testrunde über die Schwäbische Alb. "Ohne Belüftungsöffnungen unter den Achseln läuft man selbst in diesen dünnen Softshells viel zu schnell heiß", resümiert Tester Ralf Wildermuth die Eindrücke der Crew nach dem langen Aufstieg auf die Hochfläche.

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Wie es besser geht, zeigt vor allem das Millet-Modell. Es hält mit langen Achselreißverschlüssen, leicht winddurchlässigem Polartec-Powershield Material sowie einem feuchtigkeitsausgleichendem Hochflorfleecefutter das Klima auch bei Anstrengung im Lot. Das macht jedoch noch keine bequeme Jacke, denn dazu müssen Passform, Materialgefühl und Bewegungsfreiheit ebenfalls stimmen. Auch hier stellt die Millet ihre Mitstreiter in den Schatten – außer das neue Valkyrie Jacket von The North Face. Die zart mit Fleece gefütterte Jacke trägt sich genauso geschmeidig wie ihre französische Kollegin, macht ebenso jede Bewegung mit und liegt auch bei der Passform mit ihr auf einer Höhe, so das Fazit der Crew nach Dutzenden Tragevergleichen.

Dem Wetter auf der Spur

Für ein gutes Testurteil ist neben hohem Tragekomfort auch ein solider Wetterschutz nötig. Ein dichtes Material allein reicht dazu nicht aus, Details und Verarbeitung müssen ebenso stimmen. Das ist nicht bei allen Testsoftshells der Fall. So lässt sich beispielsweise der Kragen der Patagonia nicht richtig schließen. "Bei Wind unangenehm", schreibt Online-Redakteur Ralf Bücheler nach dem Marsch über die windige Hochfläche ins Testprotokoll - und teilt damit die Einschätzung der Gruppe. Bei allen anderen Jacken zeigen sich hingegen kaum Probleme. Im Gegenteil: In den meisten Softshells blieben die Tester warm und trocken.


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30.11.2013
Autor: Boris Gnielka
© outdoor
Ausgabe 12/13