So schlagen sich die neuesten Funktionsjacken im outdoor-Test

Im outdoor-Test: Regenjacken für Wanderer


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Funktionsjacken im Test
Foto: Benjamin Hahn

 

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Funktionsjacken im Test
Foto: Beniamin Hahn

 

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Jedes Jahr kommen neue Funktionsjacken auf den Markt. outdoor hat acht der ­spannendsten Regenjacken-Neuheiten ausgesucht und auf Herz und Nieren getestet - vom günstigen Leicht­gewicht bis hin zum Topmodell.
Zu den getesteten Produkten

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Ob Wanderer, Klettersteiggeher oder Bergsteiger: Ohne eine wasserdichte, atmungsaktive Funktionsjacke zieht kaum ein Outdoorer los, denn nur sie bietet hundertprozentigen Wetterschutz. Die richtige zu finden ist aber nicht einfach. Die Läden konfrontieren Outdoor-Einsteiger mit einer riesigen Auswahl, und selbst Experten erkennen kaum, ob eine Jacke wirklich dicht hält.

Oft steckt der Teufel im Detail, wie outdoor-Tests immer wieder zeigen. Wenn eine Regenjacke leckt, liegt es selbst bei preisgünstigen Jacken in der Regel nicht am Material, sondern an mangelhaft abgeklebten Nähten, zu mickrig ­dimensionierten Reißverschlussabdeckungen oder daran, dass Ärmelbündchen oder Saum Feuchtigkeit nach innen saugen. Außerdem läuft manchmal Nässe über die Kapuze oder den Kragen der Regenjacke ins Jackeninnere.

"Auch die Atmungsaktivität verschiedener Materialien lässt sich beim Kauf schwer beurteilen", sagt outdoor-Tester und Fachverkäufer Christoph Haas. Ein und dasselbe ­Material kann unterschiedlich leistungsfähig sein, weil es die Hersteller mit unterschiedlichen Oberstoffen oder Futtern verarbeiten. Außerdem sind die Werte zur Atmungs­aktivität einer Regenjacke mit Vorsicht zu genießen: Die Hersteller verwenden oft unterschiedliche, nicht miteinander vergleichbare Messverfahren.

Um für Licht im Dschungel zu sorgen, ging outdoor den acht interessantesten neuen Funktionsjacken an den Kragen, um sie im Labor und auf Tour gründlich zu testen.

 

Funktionsjacken im Test
Foto: Benjamin Hahn Die Dreilagenjacke Berghaus Mount Asgard Jacket bietet top Wetterschutz für Bergsteiger und Wanderer, die ­mit jedem Gramm geizen.

Bunte Mischung: 8 Regenjacken im Test

Das Spektrum der Outdoor-Regenjacken reicht vom spartanischen Leichtgewicht (159 Euro) bis hin zu robusten oder üppig ausgestatteten Vertretern für bis zu 490 Euro. Auch in Sachen Materialkonstruktion unterscheidet sich das Testfeld: Es besteht aus vier Zweilagen-, drei Dreilagenjacken und einem 2,5-Lagenmodell.

Zuerst wandern die acht Test-Regenjacken in die Waschmaschine und werden zehnmal gewa­schen - was dem Dauergebrauch von rund einem halben Jahr entspricht. Anschließend geht es in die Regenkammer, die einem mehrstündigen, sturmgepeitschten Wolkenbruch gleicht. "Hier zeigt sich schnell, ob eine Regenjacke leckt", erklärt outdoor-Redakteur Gnielka. Doch dieses Mal läuft alles glatt: Die acht Testjacken überstehen die outdoor-Power­beregnung ohne ernsthafte Blessuren, allenfalls punktuell dringt bei ein paar Regenjacken durch Saugeffekte ­etwas Wasser ein, oder die Bündchen werden feucht.

"Der Windschutz mancher Kapuzen und Kragen könnte besser sein", bemängelt outdoor-Redakteurin Katharina Hübner dagegen während des Praxis­tests auf der Schwäbischen Alb, als eine eisige Brise über die Hochebene fegt. Bestnoten ­bekommen zum Beispiel die Regenjacken von Berghaus und Jack Wolfskin: Ihre wuchtigen Kragen und die riesigen, steifen Kapuzenschilde bilden ein Bollwerk gegen Wind.

Diese beiden Regenjacken lassen sich auch gut bedienen: Zipper und Schnürzüge laufen wie geschmiert, ihre griffigen Klemmverschlüsse (Tankas) kann man auch mit Handschuhen gut greifen, und an die Taschen kommt man auch, wenn man einen Rucksackhüftgurt trägt. Bei anderen Regenjacken verdeckt dieser die Taschen oder drückt auf den Inhalt. Zum Teil erschweren auch hakelige Zipper oder winzige Tankas die Handhabung der Regenjacken. Dafür liegt der Tragekomfort im gesamten Testfeld auf erfreulich hohem Niveau.

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30.04.2012
Autor: Frank Wacker
© outdoor
Ausgabe 04/2012