Sind das die neuen Supershells? - 10 Softshelljacken im outdoor-Test

Überflieger: 10 Softshelljacken im Test


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Softshelljacke Test
Foto: DanielGeiger.net

 

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Gute Softshelljacken sind enorm komfortabel und draußen so ziemlich jeder Situation gewachsen – da könnte selbst Supermann ins Grübeln kommen. Welche Modelle zurzeit die stärkste Leistung zeigen, klärt der outdoor-Test.
Vergleichbare Produkte im Test

Softshells genießen unter Outdoor­sportlern einen hervorragenden Ruf. Die weichen Jacken gelten als wahre Alleskönner – nicht nur, aber vor allem auf Wander-, Berg- und Trekkingtouren. Top-Modelle verwöhnen mit flauschigem Futter und weichem Griff und bieten auch beim Klettern volle Bewegungsfreiheit – das könnte auch Supermann gefallen. Zumal sie bei hohen Temperaturen und intensiven Belastungen, etwa beim Bergsteigen, viel Feuchtigkeit nach außen abgeben und mit ihrem Klimakomfort überzeugen. Gleichzeitig schützen sie vor Auskühlung, Wind und Nässe. Nieselregen zum Beispiel sollten sie schon eine Weile abhalten, auch mal einen kleinen Schauer. Nur eines müssen Softshells nicht sein: absolut wasserdicht, denn dafür sind sie nicht ausgelegt.

Sieht man also von ergiebigen Regen­fällen oder schweren Wolkenbrüchen ab, kann man eine gute Soft­shelljacke die ganze Tour über anlassen. Das alte, umständliche Jacke-an-Jacke-aus-Spiel sollte damit Geschichte sein, und die wasserdichte Funktionsjacke kann die meiste Zeit über als Notreserve im Rucksack bleiben. Aber werden die aktuellen Softshelljacken dem Ruf, der ihnen vorauseilt, gerecht? outdoor hat es getestet.

Zehn Softshelljacken hat outdoor für den Test angefordert. Alle sind für Wander-, Berg- und Trekkingtouren zwischen Frühjahr und Herbst ausgelegt und besitzen eine angenähte, verstellbare Kapuze. Preislich liegen sie zwischen 140 und 250 Euro.

 

Softshelljacke Test
Foto: DanielGeiger.net Supershells? Die gibt es, sind aber eher die Ausnahme.

Den Softshells auf den Zahn gefühlt

Die Kandidaten müssen sich einem knackigen Prüfprogramm unterziehen. Sechs Wochen lang kommen sie täglich zum Einsatz, bei gemütlichen Sonntagspaziergängen ebenso wie bei ambitionierten Rucksacktouren. Außerdem bestritt die Testcrew mit ihnen Radtouren, Kletterwochenenden und ausgedehnte Joggingrunden.

Großen Wert legten die fünf Tes­ter auf den Trage- und Klimakomfort, schließlich hat man eine Softshelljacke oft stundenlang am Leib, auf Trekkingtouren sogar tagelang. Dann muss vor allem die Bewegungsfreiheit stimmen, das Material weich auf der Haut liegen und die Kapuze gut sitzen, auch wenn man mal zur Seite guckt, nach oben oder unten. Erfreulicherweise nehmen die meisten Testsoftshells diese Hürde mit Bravour. Nur die Modelle von Millet und Vaude schränken etwas ein: Sie spannen beim Hochgreifen unter den Achseln.

Ein ähnlich gutes Bild zeigte sich auch bei der Klimakomfortprüfung. Bei steilen Anstiegen mit schwerem Rucksack auf dem Rücken überzeugte die Mehrzahl der Testjacken. Am stärksten punkteten Modelle, die über Ventilationsöffnungen unter den Achseln oder ihr winddurchlässiges Material kühlende Frischluft an den überhitzten Körper leiten. Im Test sind das allen voran die Softshelljacken von Haglöfs und Norrona.

 

Softshelljacke Test
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Norrona absolute Spitze

Die Norrona Falketind Flex schafft es auch im Check von Handhabung und Ausstattung auf die Spitzenposition. Die Tester freuten sich über leichtlaufende Reißverschlüsse und weit zu öffnende Ärmelbündchen, die sich bei Sonnenschein bis über die Ellbogen streifen lassen. Besonders gelungen: die Taschen. Sie sitzen so weit oben, dass sie nicht durch einen umgeschnallten Rucksack- oder Kletterhüftgurt verdeckt werden – im Test eine Seltenheit.

Viele Modelle verfügen nur über zwei Schubtaschen knapp über dem Jackensaum – genau dort, wo der Hüftgurt des Rucksacks drüberläuft. Als bequemes Schubfach für die Hände oder als Stauraum für Handy, Schlüssel, GPS oder Kamera fallen diese Taschen zumindest auf Rucksack- oder Klettertouren aus. Einige Hersteller wie Marmot oder Jack Wolfskin bieten wenigstens noch eine kleine Brust- oder Ärmeltasche zusätzlich. Den Königsweg aber schlägt Adidas ein: Die Terrex Swift Climaproof besitzt sowohl bequeme Schub- als auch geräumige Brusttaschen.


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10.06.2011
Autor: Boris Gnielka
© Outdoor
Ausgabe 06/2011