11 Isomatten im outdoor-Test

Liegeprobe: 11 Isomatten im Test


Zur Fotostrecke (11 Bilder)

Isomatten Test
Foto: drakeimages.de

 

Isomatten Test

 

Isomatten Test
Foto: outdoor

 

Isomatten Test
Foto: outdoor

 

Isomatten Test
Foto: outdoor
Lange Zeit waren selbstaufblasende Matten das Nonplusultra des Schlafkomforts beim Zelten. Doch nun bekommen sie Konkurrenz von Hightech-Luftmatratzen. outdoor hat elf Modelle gegeneinander antreten lassen.
Zu den getesteten Produkten

Trotz ihres hohen Liegekomforts hatten Luftmatratzen für Outdoor-Touren schon lange ausgedient. Sie waren zu schwer und zu voluminös, in kühlen Nächten kroch von unten die Kälte in den Schlafsack. Doch jetzt erleben sie ihre Renaissance. Denn moderne Leichtluftmatratzen sind nicht nur extrem leicht und kleinst verpackbar, sie isolieren auch gut. Beste Voraussetzungen, um die bisherigen Platzhirsche, die sogenannten selbstaufblasenden Matten, in den Ruhe­stand zu schicken. Wirklich?

Kampf der Konzepte

Welches gewinnt, klärt der outdoor-Test: Vier Luftmatratzen von 100 bis 170 Euro und sieben selbstaufblasende Matten zwischen 30 und 80 Euro treten zum Duell an. Schnell zeigt sich: Luftmatratzen polstern besser. Kein Wunder, schließlich beträgt ihre Dicke im Schnitt über sechs Zentimeter – rund das Doppelte der Konkurrenz. Da spürt der Schläfer selbst von kräftigen Wurzeln oder größeren Steinen wenig. Aber an das etwas schauklige Schlafgefühl müssen sich vor allem Leute gewöhnen, die zu Hause eine harte Matratze besitzen. Außerdem drückt im Sitzen das Gesäß bis zum Boden durch – unangenehm bei Kälte.

Die selbstaufblasenden Modelle bügeln Unebenheiten nicht ganz so effektiv glatt. "Aber im Sitzen dämpfen sie besser", sagt outdoor-Tester Ralph Wildermuth. Auch ­unruhige Schläfer, die nachts rotieren wie Brathähnchen, kommen besser mit ihnen klar.

Bettmachen kann so simpel sein

"Einfacher geht’s kaum", freut sich outdoor-Teste­rin Katharina Baus. Für drei der vier Luftmatratzen braucht man dagegen ordentlich Puste. Eine Ausnahme bildet die Light Pump Mat von Mammut mit integrierter Handpumpe: Sie liegt nach gut anderthalb Minu­ten prall gefüllt da. Für alle vier Luftmatratzen gilt, dass sie bei sinkenden Temperaturen an Druck verlieren –vor dem Zubettgehen also unbedingt noch einmal den Stand prüfen.

Andererseits wiegen die Luftmatratzen im Schnitt fast 40 Prozent weniger als die Kontrahenten und beanspruchen nur knapp die Hälfte an Platz im Rucksack. Am eindrucksvollsten demonstrieren das die beiden leichtesten Modelle im Test: die Synmat UL von Exped (460 Gramm, 1,9 Liter) und die Neo Air von Therm-a-Rest (520 Gramm, 2,4 Liter). Für outdoor-Redakteur Boris Gnielka steht deswegen fest: "Gewichtsbewusste Outdoorer nehmen das schlechtere Handling der Leichtluftmatratzen in Kauf."

Bei kraftigem Frost stoßen die Luftmatratzen aber schnell an ihre Grenzen. Die selbstaufblasenden Modelle isolieren durchschnittlich um knapp fünf Grad tiefer in den Minusbereich, die Trekking 38 von Robens bringt es sogar auf einen Limitwert von eisigen ­minus 13 Grad. Doch unabhängig von der Konstruktion lassen sich fast alle Testkandidaten von Frühjahr bis Herbst nutzen, die vier wärmsten selbstaufblasenden Matten von Robens, Lestra, Nordisk und Yeti eignen sich für wenig verfrorene Outdoorer sogar fürs Wintercampen.

Video: Kaufberatung Isomatte

Zur Darstellung des Videos benötigen Sie aktiviertes JavaScript sowie den Adobe Flash-Player.


Alle Isomatten in diesem Test

  • 1
  • 2

Inhaltsverzeichnis

17.06.2011
Autor: Frank Wacker
© Outdoor
Ausgabe 06/2011