Das ist Yoga - Grundlagen, Tipps und Yoga-Übungen

Die wichtigsten Yoga-Stile im Überblick

Power Yoga? Oder doch lieber Kundalini? Oder dazu schwitzen beim Bikram Yoga? Ob Ashtanga oder Vinyasa, wir erklären die wichtigsten Yoga-Stile.

Alle Yoga-Richtungen umfassen Yoga-Übungen, Atem-Übungen und Meditation. Doch manche Yoga-Stile sind anstrengender als andere - und manche sind moderner als andere. Im Laufe der Zeit sind unterschiedliche Yoga-Schulen aus der alten Yoga-Tradition erwachsen.

Im 20. Jahrhundert gab es verschiedene Yoga-Meister ("Gurus"), die die uralte überlieferte Yoga-Tradition an das moderne Leben angepasst hat. Je nach Auffassung dieser Yoga-Meister entstanden unterschiedliche "Yoga-Stile". Deshalb gibt es heute verschiedene Yoga-Arten, die zwar alle aus der gleichen Basis entstanden sind, aber unterschiedliche Ausprägungen zeigen. Hier geben wir den Überblick über die wichtigsten in Deutschland verbreiteten Yoga-Arten.

Hatha Yoga - ist der allgemeine Oberbegriff für alle Yoga-Arten, die einen Schwerpunkt auf Asanas (Yoga-Stellungen), Pranayama (Atem-Übungen) und Meditation legen. Manche Yoga-Stile gehen eher traditionell ans Werk und beginnen die Yogastunde grundsätzlich mit Mantrasingen und Pranayama (zum Beispiel Integraler Yoga nach Swami Sivananda), manche machen daraus ein Fitness-Programm mit Musik (zum Beispiel Power Yoga).

Ashtanga Yoga (auch: Vinyasa) nach K. Pattabhi Jois ist ein Yogastil der kraftvollen Bewegungen, die fließend ineinander übergehen. Die Reihenfolge der Asanas (Yoga-Übungen) ist festgelegt. Vinyasa- oder Flow-Yoga sind Ableger des Ashtanga, bei denen auch dynamisch geübt wird, aber meist mit mehr Freiheit in der Asana-Abfolge.

Iyengar Yoga nach B. K. S. Iyengar legt das Haupt-Augenmerk auf die korrekte und präzise Ausführung der Asanas. Mit Hilfe von Block, Gurt und anderen Hilfsmitteln ist es möglich, Asanas an die Fähigkeiten der Person anzupassen. Die richtige Ausführung der Yoga-Stellungen befördert die therapeutische Wirkung der Yoga-Praxis. Auch Pranayama, also Atem-Übungen, und Achtsamkeit sind wichtige Themen.

Integraler Yoga nach Swami Sivananda verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und legt Wert auf Gesundheit und Wohlbefinden des Menschen anhand von Atem-Übungen (Pranayama), Körperstellungen (Asanas), Entspannung, Ernährung (mindestens vegetarisch), positivem Denken (Vedanta) und Meditation (Dyana).

Weitere Yoga-Stile oder Formen:

- Anusara Yoga
Auf Iyengar Yoga basierender Yogastil, der auf die Bedürfnisse der heutigen Menschen angepasst ist. Starkes Augenmerk liegt auf der korrekten Ausrichtung bei den Asanas.

- Bikram oder Hot Yoga
Bei überdurchschnittlich hohen Temperaturen ausgeübter Yoga. Schwitzen ist erwünscht.

- Jivamukti Yoga ist ein in den 80iger Jahren entwickelter Yogastil, der Elemente des Ashtanga und des integralen Yoga zu einer kraftvollen Mischung verbindet. Zentrale Ideen sind Shastra (Bildung), Bhakti (Hingabe), Ahimsa (Nicht schaden), N?da (Musik) und Dhyana (Meditation).

- Kundalini Yoga beschäftigt sich hauptsächlich damit, über Asanas, Pranayama und Meditation die Chakren und Energielevel im menschlichen Körper zu aktivieren und kanalisieren.

- Power Yoga beschreibt meist anstrengende und dynamische Asanas wie im Ashtanga oder Vinyasa-Yoga.

Es gibt noch zahlreiche weitere Yoga-Stile. Es lohnt sich, verschiedene Richtungen auszuprobieren, bis man den Stil findet, der am besten zur eigenen Verfassung und Persönlichkeit passt.

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