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Know-How: So macht der Winter Spaß
Tipps für Outdoor-Touren bei Schnee und Eis
Zelten bei Minusgraden, Wandern mit Schneeschuhen, Berghütten zum mieten - alles was Sie für eine gelungene Wintertour brauchen, haben wir hier für Sie zusammengefasst.
Warme Bekleidung ist vor allem für abends, morgens und in den Pausen Pflicht.
Foto: Boris Gnielka
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Viele Outdoorer schütteln beim Thema Wintertouren entschieden den Kopf. Warum sollte man sich bei eisiger Kälte draußen herumtreiben?! Doch richtig ausgerüstet genießt man den Winter in vollen Zügen.
Wie sieht nun die passende Ausrüstung aus? Das hängt ganz vom Charakter der Tour ab: Für Tageswanderungen braucht man natürlich nicht die gleiche Ausrüstung wie für eine drei Wochen dauernde Skitour im Sarek Nationalpark, wo das Thermometer schnell unter minus 30 Grad fällt. Bei solchen Unternehmungen sollte man bei der Ausrüstung auf keinen Fall Kompromisse eingehen, sonst wird der Wintertraum schnell zum Albtraum.
Eines ist jedoch klar: Warme Bekleidung ist im Winter vor allem für abends, morgens und in den Pausen Pflicht. Als äußerste Schicht dient bei Wintertouren eine Funktionsjacke oder Mikro- beziehungsweise Mischgewebejacke, z.B. aus Gore-Tex, Texapore, Transactive. Über der langen Unterhose bzw. Funktionsunterwäsche braucht man im Winter unten herum eigentlich nur eine möglichst winddichte und schneeabweisende Hose (Gore-Tex & Co, Stretch-Materialien wie Schoeller oder mit dem Fjällräven G1000 vergleichbare Stoffe). Am Oberkörper hat sich im Winter vor allem winddichtes Fleece bewährt. Besonders geeignet für den Wintereinsatz sind glatte Oberflächen, an denen der Schnee nicht haften bleibt. Die Isolationsschicht kann im Winter auch aus Daunen- oder Kunstfaserjacken bestehen. Zwei unterschiedlich dicke Paar Handschuhe (ein Paar dünne Fingerhandschuhe zum Fotografieren, etc.), eine warme, windundurchlässige Mütze und eine Gesichtsmaske gehören bei Wintertouren ebenfalls gut zugänglich ins Gepäck. Das gilt auch für Sonnen- und Skibrille. Letztere schützt bei winterlichen Verhältnissen, vor allem bei Sturm die Augen besser als jede Sonnenbrille. Praktisch ist im Winter auch ein Stirnband.
Schneeschuhläufer sind am besten bedient mit festen Lederschuhen oder einem Schalenstiefel wie von Asolo, Koflach oder Scarpa. Ist man mit Skiern unterwegs, richtet sich das Schuhwerk nach der verwendeten Bindung. So genannte VBL-Socken schützen die Schuhe vor Feuchtigkeit von Innen und verhindern, dass sie am nächsten Morgen steif gefroren sind.
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Weitere outdoor-Tipps für den Winter:
Im Winter verbraucht der Körper reichlich Energie, also unbedingt viel Essen. Eine warme Suppe vor dem Hauptgang tut Wunder; tagsüber sollte man bei einer Wintertour heißen Tee oder auch Suppen in Thermoskannen dabei haben. Ebenfalls wichtig im Winter: Unbedingt viel trinken, denn dann zirkuliert das Blut besser. Tagsüber für Pausen die warme Jacke griffbereit verstauen, abends nach dem Zeltaufbau sofort in die warmen, trockenen Klamotten schlüpfen und etwas Heißes Zubereiten. Im Schlafsack bietet es sich bei winterlichen Temperaturen an, mit einer Schicht Bekleidung zu schlafen. Ausrüstung wenn immer möglich trocknen. Je mehr Feuchtigkeit in Bekleidung und Schlafsack steckt, desto schlechter isolieren sie. Bei kalten Füßen und Händen im Winter unbedingt eine Mütze aufziehen und den Oberkörper warm halten. Kühlt der Kernbereich des Körpers aus, zieht er das Blut aus Armen und Beinen zurück, um dort keine unnötige Wärme zu verlieren. Die Konsequenz: Kalte Füße und kalte Hände. Verfrorene nehmen im Wintercamp eine mit heißem Wasser gefüllte Flasche mit in den Schlafsack.
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