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Fluss- Durchquerungen
Über Brücken gehen kann jeder, durch Flüsse waten können nur waschechte Outdoorer. Die Tipps, wie sie sicher ans andere Ufer kommen:
Selbst in Europa stehen Wanderer gelegentlich vor Flüssen ohne Brücke. In Schweden, Norwegen und auf Island sind Watpassagen sogar die Regel und in den Wanderkarten markiert. Vor Ort kennzeichnen dann manchmal Steinmännchen oder Holzstäbe die optimale Stelle zum Queren. Aber Flüsse ändern sich, und Sie müssen prüfen, ob sich der Platz noch immer eignet.
Die Vorbereitung
Ruhiges Wasser darf Ihnen maximal bis zum Bauchnabel reichen, wild schäumendes bis zu den Knien. Beim Suchen nach der geeigneten Watstelle gehen Sie im Zweifel flussaufwärts. Haben Sie die Stelle gefunden, ziehen Sie Schuhe samt Socken aus und stattdessen Trekkingsandalen, Turn- oder Kanuschuhe an. Waten Sie barfuß, riskieren Sie Verletzungen, die Sie aufgrund des oft eiskalten, betäubenden Wassers erst am anderen Ufer bemerken. Binden Sie das Schuhpaar an den Senkeln zusammen und hängen Sie es sich um den Hals oder an den Rucksack. Öffnen Sie Brust- und Hüftgurt des Rucksacks, um ihn im Notfall abstreifen zu können – sonst zieht er sie unter Wasser. Deshalb gehen Sie auch aus den Schlaufen der Trekkingstöcke.
Augen auf und durch
Gehören Sie zu einer Gruppe, waten Sie nacheinander, die am Ufer Wartenden beobachten und helfen im Notfall. Unsichere Personen begleiten Sie durch den Fluss. Gehen Sie in kleinen Schritten leicht schräg flussaufwärts, und stützen Sie sich fest auf die Trekkingstöcke.


