Tipps für eine gelungene Zelttour im Herbst

Schöner Zelten im Herbst

Im Herbst kehrt draußen Ruhe ein, dann schmecken Zelttouren am besten. Mit diesen Tipps wird der Trip zum Genuss.

 

Foto: Lars Schneider Warm eingepackt wird auch eine kühlere Zeltnacht zum Vergnügen.

Abends die tragbare Heizung anziehen

Beim Wandern sind sie selbst bei grimmigem Frost zu warm. Aber wenn man abends im Zelt sitzt, freut man sich mächtig über die wohlige Wärme einer gefütterten Daunen- oder Kunstfaserjacke. Zudem leistet eine solche Jacke auch in Pausen gute Dienste.

Schlafsack für die Füsse einpacken

Sie nerven einfach: kalte Füße, die auch im Schlafsack versteckt nicht warm werden wollen. Dagegen helfen die kuschelig-dicken Exped Down Booties (60 Euro, 3 Größen erhältlich), die das Rucksackgewicht um nur 95 Gramm erhöhen. Wer dagegen nachts öfter mal raus muss, sollte die Version mit wasserdichem Überzug und Evazote-Schaumsohle wählen (100 Euro, 180 g).

Für weich-warme Nächte sorgen

Herbstnächte werden oft frostig, auch unterhalb der 2000-Meter-Marke. Eine dicke Matte tut hier Not, selbst bei noch so warmem Schlafsack. Besitzen Sie nur eine leichte Sommermatte oder wollen Sie sich das Gewicht Ihrer fetten Wintermatte sparen? Dann legen Sie Ihre Leichtmatte auf eine Exped Doublemat Evazote. Mit einer Liegefläche von 100 x 200 cm hilft die 4-mm-Lage zwei nebeneinander liegenden Matten auf die Sprünge – und der kalte Streifen dazwischen fällt weg. Top: Der Zeltteppich wiegt keine 400 Gramm und kostet knapp 40 Euro.

Romantische Stimmung verbreiten

Denken Sie beim Thema Zelten an kältestarre Outdoorer, die sich dumpf tönend durch ihre zugezogenen Schlafsäcke unterhalten? Dann hatten Sie noch nie eine Gaslaterne dabei. Zu schwer? Stimmt nicht, sie wiegt nur 130 Gramm plus Kartusche. Und der Preis von 60 Euro wiegt die Annehmlichkeiten einer warmen und freundlich beleuchteten Koje allemal auf: Neben einer Gaslampe sitzen Sie lässig im T-Shirt, während draußen der Frost knistert. Jedoch verbrauchen Gaslampen Sauerstoff, weshalb Sie das Zelt immer etwas öffnen müssen – die Lüfter alleine reichen dazu nicht aus!

Einen kräftigen Brenner einpacken

Bereits ab Mitte Oktober müssen Sie mit zugefrorenen Bächen und Schnee rechnen. Zum Schneeschmelzen benötigen Sie einen sparsamen, leistungsfähigen und vor allem kältetauglichen Kocher. Dazu eignet sich am besten ein Multifuelkocher. Reine Gaskocher, die auf die Kartusche geschraubt werden, eignen sich nicht für den Betrieb bei Minusgraden: Ihre Leistung fällt bei Kälte rapide.

Fotostrecke: Wärmer schlafen - Tricks für kalte Zeltnächte

10 Bilder
Boden unter Isomatte isolieren gegen kalte Zeltnächte Foto: Franz Scholz
Nicht mehr frieren in kalten Zeltnächten Foto: Franz Scholz
Jacke übers Fußteil gegen kalte Füße im Zelt Foto: Franz Scholz

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30.09.2010
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